Ich habe das mit verwalteten Schul-iPads iPadOS 26.2 ausprobiert. Die haben keinen Apple Account und keine Kontakte. Die AirDrop Einstellung "10 Minuten für alle" schaltet das sowieso nach 10 Minuten aus und muss erst von jedem Empfänger eingeschaltet werden. Und dann wird bei jeder Übertragung und jedem Empfänger einzeln nach dem 6-Ziffern Code gefragt.
Bis hier hin ist alles wie bei privaten iPads mit 26.2.
Bei Nutzung von Classroom funktioniert AirDrop ohne Code. Bei den Schülern wird unter AirDrop der Benutzername vom Lehrer iPad der Klasse angezeigt und sie können sofort senden. Beim Lehrer iPad in der Classroom App zeigt ein Symbol die Anzahl der empfangenen Dateien. Es erscheint kein Popup.
Vom Lehrer iPad kann AirDrop nur an die gesamte Klasse (in der geöffneten Classroom App) gesendet werden. Bei allen Schülern, die online sind, kommt dann das bekannte Popup. Aber ohne Code.
Zum Senden an einzelne Schüler können in der Classroom App Gruppen gebildet werden. Die Gruppen Namen erscheinen dann bei AirDrop neben der Klasse.
Apple hat an alles gedacht, nur nicht an die Realität in deutschen Schulen.
Es reicht nämlich nicht, nur die Classroom App zu installieren, und welche sind eigentlich Lehrer iPads? Auf Schüler Geräte gehört die App nicht.
Classroom muss richtig konfiguriert sein. Man muss sich entscheiden, ob die Klassen in Apple School Manager oder im MDM (Jamf School) konfiguriert werden. Vermischen geht nicht. Und die Entscheidung hängt von vielen Faktoren ab und bedeutet unterschiedlichen Aufwand. Auch die Frage, ob private Geräte in Klassen sein sollen. Das geht natürlich, hat aber Risiken und Nebenwirkungen.
Lehrer haben einen Dienst Laptop mit Windows, können also nur mit privaten Apple Geräten Lehrer in Classroom sein. Oder man nimmt das für Lehrer konfigurierte iPad Nummer 01 aus dem Koffer und verteilt nur die ab 02 an Schüler. Realität ist, dass Lehrer ohne privates Apple Gerät auch die iPads in der Schule nicht anfassen. Sie schicken Schüler die iPad Koffer holen und aufräumen. So hat man keinen Ärger mit AirDrop Codes.
Ich bin selbst Admin in einer größeren Schule auf dem Dorf (einen Tag in der Woche). Und habe Classroom nach langer Lern- und Test Phase funktionsfähig konfiguriert. Von einer Lehrerin weiß ich, dass sie es nutzt. Sie nutzt auch ihr privates iPad im Unterricht. Vielleicht sind es noch zwei weitere, die mich aber noch nie dazu kontaktiert haben.
Ich nutze iPads auch in mehreren Schulen in der Stadt am Nachmittag mit Schülern bei Ganztagsangeboten. Da existiert kein Admin. Es hat länger als ein Jahr gedauert, bis ich die Apps hatte, die ich zur Arbeit brauche. Dann haben noch völlig fehlkonfigurierte (80) Einschränkungen jede Nutzung verhindert. Man kann auch nur Dateien "auf meinem iPad" speichern, die beim Abmelden verschwinden. Die Schüler arbeiten für den Papierkorb und die Lehrer mehr oder weniger gar nicht mit iPads.
Dass sich die Schüler untereinander AirDrops schicken, wird die Einführung eines Code nicht beeinflussen.
Der AirDrop Code wird allerdings bewirken, dass sich immer mehr Lehrer von Apple verabschieden.
Eine Schulung, wie AirDrop mit Classroom funktioniert ist sinnlos, wenn das Personal fehlt, das Classroom konfiguriert.
Ich habe solche Schulung angeboten: Es besteht kein Bedarf.