Das liebe Urheberrecht. Offiziell dürfte man dann bei vielen Konzerten nicht einmal Fotos machen, und trotzdem macht es jeder - oder zumindest sehr viele Leute (und manche, vor allem kleinere, Bands freuen sich sogar).
Das Filmen kann - zugegeben - manchmal nerven, aber man kann die Kamera beim Filmen auch so halten (niedriger, mit nur einer Hand, abgedunkeltes Display, Handfläche vors Display), dass Leute neben und hinter einem nicht gestört werden.
Die größere finanzielle Gefahr für Musiker als Fan-Videos sind die Streamingdienste, die die Musiker brutal abzocken und selbst Milliarden kassieren, von denen den Musikern ein Almosen übrig bleibt.
Wenn ich Videos auf YouTube hochlade, gibt's vier Möglichkeiten:
1 - Es funktioniert ohne irgendwelche Meldungen (häufigste Variante).
2 - (zweithäufigste Variante) es erscheint eine Meldung "Urheberrecht - Es wurden urheberrechtlich geschütze Inhalte gefunden. Der Urheberrechtsinhaber erlaubt, dass die Inhalte auf YouTube verwendet werden."
Falls das Video so oft angeklickt wird, dass es Geld abwirft, würde der Urheberrechtsinhaber das Geld bekommen (hoffentlich wirklich die Musiker und nicht irgendwelche "Zwischenhändler").
3 - Nach einem Content-ID-Einspruch wird die Sichtbarkeit des Videos eingeschränkt, d.h. es ist in manchen Gegenden oder generell nicht zu sehen. Das kann sich auch mal ändern und ist generell völlig willkürlich - häufig kommen diese Einsprüche von kaum überprüfbaren "Verwertern" und das Video ist dann in Malaysia oder Weißrussland gesperrt. Oder auch in den USA. Hat aber keine Auswirkungen auf den Kanal.
4 - Aufforderung zum Löschen des Videos: Ist mir bei etwa 700 hochgeladenen Videos in ca. 15 Jahren exakt ein Mal passiert. Ich habe das Video gelöscht und die Sache war erledigt. Größte Gefahr dabei: Die Frist beträgt nur eine Woche, das kann man schon mal übersehen.