Kleinschreibung der Dateiendung beim Export aus Fotosmediathek

Hallo zusammen,


mir ist aufgefallen, dass beim Export von RAW-Fotodateien im Original aus der Fotosmediathek die Endung RAW auf raw, verändert wird. Ich habe iCloud-Fotos aktiviert. Aktuelles MacOS mit aktueller Version ist installiert.


Die Dateigröße und auch die Auflösung sind nach dem Export unverändert gegenüber dem Original, welches ursprünglich in die Mediathek importiert worden ist.


Kann mir jemand erklären, weshalb die Endung plötzlich in Kleinbuchstaben angezeigt wird? Habe ich nun weiterhin ein Original oder eine veränderte Version?


Vielen Dank im Voraus und einen sonnigen Tag!

Gepostet am 18. Juni 2026 13:32

Antworten
7 Antworten

18. Juni 2026 15:13 als Antwort auf jarecki

Ergänzend zu Leonies Erklärung:


Ja, im Alltag ist es richtig: Sobald eine Datei von der SD-Karte importiert wird, arbeitest Du mit einer Kopie. Entscheidend ist eher, ob die Bilddaten unverändert bleiben. Die Kleinschreibung der Endung allein heißt nicht, dass die RAW-Daten verändert wurden.


iCloud-Fotos würde ich dabei nicht als alleinige Sicherung betrachten, sondern vor allem als Synchronisierung zwischen Deinen Geräten. Wenn Dir die RAW-Dateien wichtig sind, besonders bei beruflichen oder nicht wiederholbaren Aufnahmen, wäre zusätzlich eine eigene Sicherung außerhalb der Fotosmediathek sinnvoll.


Als grobe Orientierung passt die 3-2-1-Regel: mehrere Kopien, unterschiedliche Speichermedien und mindestens eine getrennte Kopie.


Für den Export aus Fotos wäre „Unbearbeitetes Original exportieren“ der passende Weg.


Quellen:

• Apple Support, Fotos-Benutzerhandbuch, „Exportieren von Fotos, Videos, Diashows und Rückblicken auf dem Mac“.

• Die goldene 3-2-1-Regel für Backups - Acronis


Liebe Grüße! 🌺

18. Juni 2026 14:12 als Antwort auf jarecki

Wenn ich Originale exportiere, wird bei mir auch immer die Erweiterung des Dateinamen in Kleinbuchstaben geändert, bei meinen RAW Dateien von .RW" zu .rw2 oder oder von .DNG zu .dng.

Durch den Umweg über iCloud sind die exportierten Originale ohnehin nur Kopien der Originale, nicht mehr die Originale selbst.

Die Fotos.app legt die Originale intern in der Mediathek nicht mit dem ursprünglichen Dateinamen ab, sondern mit einem internen, eindeutigen Namen, und allen Erweiterung in Kleinschreibung.

zB: 0B2FA8DB-B990-4760-ADC0-81E46D40C4F9.dng. Und das Erstellungsdatum ist das datum, wann wir die Datei aus iCloud heruntergeladen haben.

Wenn wir das Original exportieren, wird der ursprüngliche Dateiname wiederhergestellt. Allerdings sind danach die Erweiterungen nur noch in Kleinbuchstaben, und das Erstellungsdatum ist das Datum, zu dem wir es eventuell in Fotos geändert haben.


Ein Blick in die Fotosmediathek (mit mit Rechtsklick > Paketinhalt anzeigen, im Unterordner "originals":


Sei vorsichtig, wenn du die Originale in der Mediathek mal anschaust- bitte nur schauen, nichts verändern.


18. Juni 2026 17:51 als Antwort auf jarecki

jarecki schrieb:
....
Hast du denn zusätzlich deine Fotos, also speziell die RAW-Dateien, noch anderweitig gesichert oder ausschließlich direkt in der Fotosmediathek?

Da ich ja ständig mit den Fotos in der Mediathek arbeite, brauche ich eine zusätzliche Kopie ausserhalb von Fotos, so dass ich die Fotos wiederbekommen kann, wenn ich in Fotos mal Murks machen sollte. iCloud kann mich nicht vor solchen Fehlern schützen, da alles, was ich in Fotos mache, sofort mit der iCloud Fotosmediathek synchronisiert wird und auf allen Geräten identisch ist.

Verstehe ich das richtig, dass meine Originale nur unverändert und als „Original“ abgelegt sind, wenn ich die Fotos.app ohne iCloud verwende?

Fotos verändert einige Metadaten der Originale schon beim Import seit Fotos 5 unter macOS 10.15 Catalina, mit oder ohne iCloud - aufgefallen ist mir das beim Dateinamen und beim Erstellungsdatum der Datei. Beim Exportieren als unbearbeitetes Original versucht die Fotos.app diese Metadaten wiederherzustellen. Beim Dateinamen gelingt das auch bis auf die Groß/Kleinschreibung, aber beim Erstellungsdatum der Datei kann sich das Datum gewaltig unterscheiden, wenn wir in Fotos das Datum angepasst haben. Das hängt von der aktuellen Systemversion ab, welche Daten wir dann sehen, insbesondere bei alten Scans, wo wir das Aufnahmedatum auf ein Datum vor 1970 geändert haben.

Daher sichere ich die Originale, bevor die Fotos.app die Metadaten verändern kann.

Alle Originale zu sichern bevor sie durch Software zur Fotoverwaltung eventuell verändert werden konnten, habe ich mir angewöhnt, als ich noch mit Aperture gearbeitet hatte. In Aperture war ein automatisches Archivieren der Originale eingebaut. das habe ich einfach beibehalten.

Das löst dann schon ein Teil des backup-Problems, das PreCognition angesprochen hat.


Seit Fotos 5 unter macOS 10.15 Catalina können wir die Originale nur noch mithilfe der Fotos.app mit der ursprünglichen Dateinanahmen wieder aus der Fotosmediathek zurückbekommen. Wenn die Mediathek so beschädigt sein sollte, dass Fotos sie nicht mehr öffnen kann, können wir die Fotos nur schwer im Paketinhalt der Mediathek wiederfinden. Auch wenn wir ein Downgrade auf eine ältere Systemversion machen, kann die ältere Version von Fotos in der älteren Systemversion unsere Mediathek nicht mehr öffnen. Dann hilft das Archiv der Originale.


18. Juni 2026 14:53 als Antwort auf Leonie

Hallo Leonie,


vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort, das hilft mir weiter!


Hast du denn zusätzlich deine Fotos, also speziell die RAW-Dateien, noch anderweitig gesichert oder ausschließlich direkt in der Fotosmediathek?


Verstehe ich das richtig, dass meine Originale nur unverändert und als „Original“ abgelegt sind, wenn ich die Fotos.app ohne iCloud verwende?


Grundsätzlich sind doch eigentlich alle Dateien nur Kopien, wenn sie von der SD-Karte kommen, oder?

Kleinschreibung der Dateiendung beim Export aus Fotosmediathek

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