Wann kommt iphone mirroring und Siri AI endlich nach Europa?

Als langjähriger Apple-Nutzer investiere ich bewusst in das Apple-Ökosystem – iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und zahlreiche Dienste. Umso unverständlicher ist es, dass europäische Kunden weiterhin auf Funktionen wie iPhone Mirroring verzichten müssen und inzwischen sogar die Einführung der neuen Siri mit Apple Intelligence in der EU auf unbestimmte Zeit infrage steht.


Ich verstehe, dass regulatorische Anforderungen Herausforderungen mit sich bringen. Als Kunde interessiert mich jedoch nicht, ob die Ursache bei Apple oder der EU liegt. Ich erwarte, dass Apple Lösungen entwickelt, anstatt europäische Nutzer dauerhaft zu benachteiligen.


Während Google, Samsung und andere Hersteller ihre KI-Funktionen kontinuierlich ausbauen und bereitstellen, müssen Apple-Kunden in Europa zusehen. Das schwächt den Mehrwert des Apple-Ökosystems erheblich.


Sollte Apple iPhone Mirroring und Apple Intelligence inklusive der neuen Siri langfristig nicht in der EU anbieten, werde ich das Ökosystem nach vielen Jahren verlassen. Nicht, weil ich es möchte, sondern weil moderne KI-Funktionen und eine intelligente, geräteübergreifende Integration für mich inzwischen ein entscheidendes Kaufkriterium sind. Ein Hardware Refresh steht bei mir spätestens im Herbst 2026 an - bis dahin will ich von Apple eine Perspektive für Nutzer in der EU sehen.


Apple hat mit seinem Ökosystem jahrelang Maßstäbe gesetzt. Ich hoffe, dass das Unternehmen nun auch für seine europäischen Kunden eine Lösung findet – und zwar zeitnah sonst bin ich weg!

iPhone 16

Gepostet am 09. Juli 2026 12:39

Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 10. Juli 2026 06:52

Hallo Cpt_Killepi,


die ehrliche Antwort auf deine Frage lautet leider: Ein belastbares Datum kann dir derzeit auch im Nutzerforum niemand seriös nennen.


Nach dem aktuell veröffentlichten Stand erklärt Apple selbst, dass Siri AI in der EU nicht zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27 starten wird. Einen konkreten Zeitplan für die Verfügbarkeit auf iPhone und iPad in der EU nennt Apple bislang ebenfalls nicht.


Bei der iPhone-Synchronisierung ist die Aussage ähnlich eindeutig: Laut Apple Support ist diese Funktion derzeit in der Europäischen Union nicht verfügbar.


Es handelt sich daher weder um eine falsche Einstellung auf deinem iPhone 16 noch um einen Fehler in deinem Setup, sondern um eine regionale Einschränkung der Verfügbarkeit.


Falls diese Funktionen für deinen geplanten Hardware-Refresh im Jahr 2026 entscheidend sind, würde ich die Kaufentscheidung erst dann treffen, wenn Apple hierzu verbindliche Angaben für die EU veröffentlicht hat.


Zum Nachlesen:

• Apple Newsroom, „Aufgrund des DMA kommt Siri AI in der EU für iOS 27 und iPadOS 27 später“, 8. Juni 2026 & Apple Support, „iPhone-Synchronisierung: iPhone vom Mac aus verwenden“.


Liebe Grüße! 🌺

37 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

10. Juli 2026 06:52 als Antwort auf Cpt_Killepi

Hallo Cpt_Killepi,


die ehrliche Antwort auf deine Frage lautet leider: Ein belastbares Datum kann dir derzeit auch im Nutzerforum niemand seriös nennen.


Nach dem aktuell veröffentlichten Stand erklärt Apple selbst, dass Siri AI in der EU nicht zusammen mit iOS 27 und iPadOS 27 starten wird. Einen konkreten Zeitplan für die Verfügbarkeit auf iPhone und iPad in der EU nennt Apple bislang ebenfalls nicht.


Bei der iPhone-Synchronisierung ist die Aussage ähnlich eindeutig: Laut Apple Support ist diese Funktion derzeit in der Europäischen Union nicht verfügbar.


Es handelt sich daher weder um eine falsche Einstellung auf deinem iPhone 16 noch um einen Fehler in deinem Setup, sondern um eine regionale Einschränkung der Verfügbarkeit.


Falls diese Funktionen für deinen geplanten Hardware-Refresh im Jahr 2026 entscheidend sind, würde ich die Kaufentscheidung erst dann treffen, wenn Apple hierzu verbindliche Angaben für die EU veröffentlicht hat.


Zum Nachlesen:

• Apple Newsroom, „Aufgrund des DMA kommt Siri AI in der EU für iOS 27 und iPadOS 27 später“, 8. Juni 2026 & Apple Support, „iPhone-Synchronisierung: iPhone vom Mac aus verwenden“.


Liebe Grüße! 🌺

09. Juli 2026 19:06 als Antwort auf christine33

Apple hat bereits kommuniziert, dass die Siri AI nicht auf als Gatekeeper eingestuften Gerätetypen in der europäischen Union bringen wird weil man sich immer noch in einer Auseinandersetzung mit der EU befindet.


https://borncity.com/news/siri-ai-in-der-eu-apple-und-bruessel-einigen-sich-nicht-auf-kompromiss/


Das Feature iPhone Mirroring (in Deutschland als „iPhone-Synchronisierung“ bezeichnet) ist regulär seit dem 16. September 2024 mit der Veröffentlichung von macOS Sequoia und iOS 18 weltweit verfügbar. 


In der Europäischen Union (EU) ist die Funktion jedoch bis heute blockiert.

10. Juli 2026 07:33 als Antwort auf Netcracker

Ich sehe das deutlich differenzierter.


Die Behauptung, Apple könne die Funktionen in der EU ausschließlich wegen der EU-Gesetzgebung nicht anbieten, greift zu kurz. Apple Intelligence ist auch in vielen anderen Märkten nur eingeschränkt verfügbar oder wurde schrittweise ausgerollt. Zudem hat Apple selbst bestätigt, dass es sich teilweise um strategische und rechtliche Entscheidungen des Unternehmens handelt.


Auch das Datenschutzargument überzeugt mich nur bedingt. Apple unterliegt als US-Unternehmen dem US-Recht. Gesetze wie der CLOUD Act verpflichten US-Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen zur Herausgabe von Daten – selbst wenn diese außerhalb der USA gespeichert sind. Gleichzeitig arbeitet Apple in den USA eng mit Behörden zusammen, etwa durch die Integration von Notfall- und Sicherheitsfunktionen oder im Rahmen gesetzlicher Verpflichtungen. Die Vorstellung, Apple könne sich grundsätzlich jeder staatlichen Einflussnahme entziehen, entspricht daher nicht der Realität.


Hinzu kommt, dass Apple bereits heute zahlreiche Daten in US-Rechenzentren verarbeitet. Wer argumentiert, die EU sei das eigentliche Datenschutzproblem, sollte diese Aspekte ebenfalls berücksichtigen.


Mein Kritikpunkt richtet sich daher nicht gegen Datenschutz oder Regulierung an sich, sondern gegen Apples Umgang mit europäischen Kunden. Ich habe ein Premiumgerät zum gleichen Preis wie Kunden in den USA gekauft, erhalte aber einen deutlich geringeren Funktionsumfang. Ob dafür rechtliche, technische oder wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend sind, spielt aus Kundensicht nur eine untergeordnete Rolle. Vertragspartner ist Apple – nicht die EU-Kommission.


Und wenn Apple der Auffassung ist, dass bestimmte EU-Vorgaben Innovation verhindern, dann sollte das Unternehmen diese Position politisch und juristisch vertreten. Den europäischen Kunden dauerhaft auf zentrale Produktfunktionen warten zu lassen, ist aus meiner Sicht keine zufriedenstellende Lösung.

10. Juli 2026 09:34 als Antwort auf Gerlinde-queer

Ich beschäftige mich beruflich regelmäßig mit Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) für Unternehmen.


Deshalb sehe ich die oft wiederholte Aussage „Apple = Datenschutz, Android = kein Datenschutz“ deutlich kritischer. So einfach ist es in der Praxis nicht.


Datenschutzrechtlich gibt es zwischen aktuellem iOS und einem sauber konfigurierten Android-Gerät in vielen Bereichen deutlich weniger Unterschiede, als häufig behauptet wird. Beide Plattformen müssen die Anforderungen der DSGVO erfüllen, beide bieten umfangreiche Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen und beide verarbeiten – je nach genutzten Diensten – personenbezogene Daten.


Die eigentlichen Unterschiede entstehen meist nicht durch das Betriebssystem selbst, sondern durch die verwendeten Apps, Cloud-Dienste und die jeweilige Konfiguration.


Hinzu kommt: Das Argument, Apple würde aus Datenschutzgründen auf diese Funktionen verzichten, überzeugt mich auch deshalb nicht. Ein erheblicher Teil der Apple-Intelligence-Funktionen wird ohnehin nicht ausschließlich lokal ausgeführt. Apple nutzt dafür unter anderem die Private Cloud Compute und hat ChatGPT von OpenAI direkt in iOS integriert. Bei komplexeren Anfragen können Daten – nach Zustimmung des Nutzers – sogar direkt an OpenAI übermittelt werden. Die KI findet also keineswegs ausschließlich auf dem Gerät statt.


Genau deshalb erschließt sich mir nicht, warum europäische Nutzer auf wesentliche Funktionen verzichten sollen, wenn die zugrunde liegende Architektur ohnehin auf Cloud-Dienste und externe KI-Modelle setzt.


Datenschutz und moderne KI-Funktionen schließen sich nicht gegenseitig aus. Genau das zeigen inzwischen auch andere Hersteller.

10. Juli 2026 09:55 als Antwort auf Netcracker

Ich glaube, hier werden Datenschutz, technische Architektur und Rechtslage etwas vermischt.


Apple Intelligence arbeitet nicht ausschließlich lokal. Apple selbst beschreibt die Architektur als Kombination aus On-Device-Verarbeitung, Private Cloud Compute und – sofern der Nutzer zustimmt – der OpenAI-Integration. Es gibt also ausdrücklich Szenarien, in denen Daten das Gerät verlassen.


Auch die Aussage, die Daten seien deshalb dem Zugriff der EU entzogen, greift zu kurz. Die EU ist keine Behörde, die beliebig auf Daten zugreifen kann. Sie schafft den rechtlichen Rahmen, unter dem Unternehmen Daten verarbeiten dürfen. Das ist etwas völlig anderes.


Gleichzeitig ist Apple ein US-Unternehmen und unterliegt damit der US-Gerichtsbarkeit. Gesetze wie der CLOUD Act können US-Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen verpflichten, Daten herauszugeben – unabhängig davon, ob diese in den USA oder in Rechenzentren anderer Länder gespeichert sind. Genau deshalb werden solche Dienste in Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) regelmäßig bewertet.


Ich erstelle beruflich regelmäßig DSFAs für Unternehmen. Deshalb sehe ich die Diskussion deutlich differenzierter. Apple verfolgt zweifellos ein datenschutzfreundliches Konzept. Daraus abzuleiten, Apple Intelligence sei ausschließlich lokal und datenschutzrechtlich völlig unproblematisch, ist jedoch weder technisch noch rechtlich korrekt.


Gleichzeitig sollte man auch berücksichtigen, dass Apples Verhalten nicht ausschließlich aus datenschutzrechtlichen Bedenken motiviert ist. Apple hat ein starkes wirtschaftliches Interesse daran, sein geschlossenes Ökosystem zu kontrollieren und möglichst wenig für externe Anforderungen zu öffnen. Regulatorische Vorgaben der EU – etwa im Rahmen des Digital Markets Act – stehen diesem Modell teilweise entgegen. Dass bestimmte Funktionen in der EU verzögert oder gar nicht verfügbar sind, ist daher auch Ausdruck dieser strategischen Abwägung. Für Nutzer in der EU führt das letztlich zu einem Nachteil, da sie trotz gleicher Preise einen eingeschränkten Funktionsumfang erhalten.


Unabhängig davon bleibt mein eigentlicher Kritikpunkt bestehen: Ich habe ein Gerät zum gleichen Preis gekauft wie Kunden in den USA, bekomme aber einen geringeren Funktionsumfang. Funktionen wie iPhone Mirroring, die neue Siri, App-übergreifende Aktionen oder weitere Apple-Intelligence-Funktionen fehlen hier bis heute. Ob die Ursache nun bei Apple, der EU oder bei beiden liegt, ändert für mich als zahlenden Kunden nichts am Ergebnis.

10. Juli 2026 11:17 als Antwort auf Cpt_Killepi

Unabhängig davon bleibt mein eigentlicher Kritikpunkt bestehen: Ich habe ein Gerät zum gleichen Preis gekauft wie Kunden in den USA, bekomme aber einen geringeren Funktionsumfang. Funktionen wie iPhone Mirroring, die neue Siri, App-übergreifende Aktionen oder weitere Apple-Intelligence-Funktionen fehlen hier bis heute. Ob die Ursache nun bei Apple, der EU oder bei beiden liegt, ändert für mich als zahlenden Kunden nichts am Ergebnis.


Der Punkt ärgert mich auch immer, aber Angebot, Nachfrage und Zollpolitik bei Importen bestimmen den Preis. Da hilft nur, auf den Kauf zu verzichten, bis der Preis sinkt.


Du hast aber in deiner Aufstellung noch einen technischen Punkt übersehen, der auch dafür verantwortlich sein kann, dass bestimmte Produkte erst deutlich später auf den europäischen Markt kommen als sie in den USA verfügbar sind. Das betrifft nicht nur Siri AI, die Software Entwicklung für weitere Regionen kostet oft lange Zeit, weil die Daten der Region modelliert werden müssen. Wir mussten beispielsweise lange darauf warten, bis die Apple Karten für öffentlichem Nahverkehr, Wnaderouten und Fahrradrouten auch nach Deutschland kamen. Und Zypern hat noch deutlich länger warten müssen.

Damit Siri AI die neuen Dienste im deutschsprachigen Raum erbringen kann, muss Siri die deutsche Sprache und Kultur noch weit besser verstehen als bisher. Das geht nicht mit in einem Schnellschuss. Apple muss da sehr viel Entwicklungsarbeit erbringen oder kaufen. Und wir haben in Europa sehr viele verschiedene Sprachen und Kulturen. Die USA sind verglichen damit ein sehr viel einfacherer Ort als Europa. Der Verweis auf die gesetzlichen Beschränkungen durch die EU könnte teilweise eine vorgeschobene Ausrede sein, während die notwendige Entwicklungsarbeit für die Übertragung auf andere Regionen stattfindet.

Ich wäre ja schon zufrieden, wenn ich Siri AI zumindestens auf US-Englisch zur Verfügung stünde. Das würde aber nur teilweise helfen.


09. Juli 2026 17:30 als Antwort auf Cpt_Killepi

Und was erwartest du jetzt von Apple Nutzern? Apple antwortet dir hier nicht.


Der Support kann dir hier sicherlich weiterhelfen:

https://support.apple.com/de-de/iphone 08006645451 für Deutschland (kostenfrei Mo-So 8-19:45 Uhr) Weitere Telefonnummern hier: https://support.apple.com/de-de/HT201232 https://www.apple.com/de/contact/ Alternativ kannst du dir auch die kostenlose Apple Support App aus dem App Store auf dein iPhone/iPad herunterladen, und darüber mit dem Support in Kontakt treten.


Wenn du dich mit dem Thema KI von Apple und anderen Nutzern befassen würdest, hättest du festgestellt, dass Apple hier einen anderen Weg geht, als die Konkurrenten.


Ich persönlich verzichte auf irgendwelche Funktionen, nur damit meine Daten an andere Unternehmen wegen KI weitergeben werden. Auch möchte ich nicht, dass das System so weit aufgeweicht wird, dass es für mich gefährlich werden könnte.


Es könnte für dich durchaus von Vorteil sein, dich mal bei der Konkurrenz umzusehen, dort wirst du sicherlich Produkte finden, die deinen Ansprüchen genügen. Niemand ist gezwungen bei Apple zu bleiben.

10. Juli 2026 09:45 als Antwort auf Gerlinde-queer

Das stimmt so nicht.


Apple Intelligence arbeitet je nach Anwendungsfall unterschiedlich:


  • Ein Teil der Verarbeitung findet lokal auf dem Gerät statt.
  • Reicht die Leistung des Geräts nicht aus oder wird ein größeres Modell benötigt, werden Anfragen über Private Cloud Compute verarbeitet.
  • Zusätzlich kann Apple Intelligence – nach Zustimmung des Nutzers – ChatGPT von OpenAI einbinden. In diesem Fall werden die erforderlichen Daten an OpenAI übertragen, um die Anfrage zu beantworten.


Apple selbst beschreibt dieses Modell ausdrücklich als Kombination aus On-Device-Verarbeitung, Private Cloud Compute und – optional – OpenAI ChatGPT.


Im datenschutzrechtlichen Kontext ist Private Cloud Compute als ein hybrider Ansatz einzuordnen: Apple versucht, möglichst viel Verarbeitung lokal durchzuführen und Cloud-Verarbeitung technisch so zu gestalten, dass Daten nur minimal und zweckgebunden verarbeitet werden. Dennoch bleibt es ein Cloud-Dienst eines US-Unternehmens.


Damit unterscheidet sich Apple zwar konzeptionell von klassischen Cloud-KI-Diensten wie ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic), Gemini (Google) oder Bixby (Samsung), bei denen Anfragen in der Regel vollständig in der Cloud verarbeitet werden. Diese Dienste übertragen Nutzereingaben regelmäßig an Server der Anbieter, wo sie verarbeitet und teilweise auch zur Verbesserung der Modelle genutzt werden können (je nach Einstellungen und Anbieter).


Allerdings gilt auch für Apple: Private Cloud Compute ist datenschutzrechtlich nicht grundsätzlich außerhalb dieser Problematik, da Apple als US-Unternehmen der US-Gerichtsbarkeit unterliegt. Das bedeutet, dass auch hier grundsätzlich Zugriffe durch US-Behörden möglich sind, sofern entsprechende rechtliche Anordnungen vorliegen.


Apple veröffentlicht regelmäßig, genauso wie andere Anbieter, Transparenzberichte. Daraus geht hervor, dass Apple weltweit tausende Anfragen von Behörden erhält und in einem Teil der Fälle Daten herausgibt, wenn dies rechtlich erforderlich ist. Auch US-Behörden stellen regelmäßig Anfragen, denen Apple – je nach Rechtslage – ganz oder teilweise nachkommt.


Im Vergleich lässt sich daher festhalten:


  • Apple Intelligence: Hybridmodell (On-Device + Private Cloud + optional Drittanbieter wie ChatGPT)
  • ChatGPT, Claude, Gemini, Bixby: überwiegend cloudbasierte Verarbeitung
  • Datenschutzrechtlich: Alle genannten Dienste unterliegen – je nach Anbieter – unterschiedlichen Rechtsräumen, bei US-Anbietern jedoch grundsätzlich der US-Gerichtsbarkeit


Die Aussage „bei AI bleiben die Daten auf dem Gerät“ ist deshalb zu pauschal und sachlich nicht richtig. Richtig wäre: Viele Funktionen laufen lokal, aber eben nicht alle. Genau dafür hat Apple Private Cloud Compute entwickelt und die ChatGPT-Integration in iOS integriert.


Hinzu kommt ein weiterer kritischer Punkt: Nutzer zahlen beim Kauf neuer Geräte bewusst einen Aufpreis für leistungsfähigere Hardware, die explizit für On-Device-KI ausgelegt ist. Wenn diese Funktionen dann – insbesondere für Nutzer in der EU – gar nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind, obwohl die Hardware vorhanden ist, ist das aus Nutzersicht schwer nachvollziehbar und schlicht inakzeptabel.

10. Juli 2026 07:41 als Antwort auf christine33

Guten Morgen,


Datenschutz ist auch für mich ein wichtiges Kaufargument für Apple. Das steht für mich überhaupt nicht zur Diskussion.


Mein Kritikpunkt ist ein anderer: Ich möchte selbst entscheiden können, welche Funktionen ich nutze. Wenn ich sie aus Datenschutzgründen deaktivieren möchte, ist das völlig in Ordnung. Aber sie sollten zumindest verfügbar sein.


Was uns aktuell fehlt? Zum Beispiel die neue Siri mit persönlichem Kontext und App-übergreifenden Aktionen, Bildschirmverständnis, viele Apple-Intelligence-Funktionen, die in anderen Märkten bereits verfügbar sind, sowie iPhone Mirroring auf dem Mac – eine Funktion, die Apple bereits seit längerem anbietet, europäischen Nutzern aber bis heute vorenthält. Gerade iPhone Mirroring halte ich im Alltag für eine der sinnvollsten Neuerungen, weil sich Benachrichtigungen, Apps und Arbeitsabläufe nahtlos vom Mac aus nutzen lassen.


Ja, ich kann ChatGPT integrieren. Das nutze ich auch. Aber das ersetzt keine tief in das Betriebssystem integrierte KI. Der Unterschied ist, ob ich einen externen Chatbot aufrufe oder ob das Betriebssystem selbst intelligent handelt, Inhalte versteht und Aufgaben über Apps hinweg ausführt.


Mein Punkt ist daher nicht: „Apple ist schlecht.“ Mein Punkt ist: Als europäischer Kunde zahle ich den gleichen Preis für die Hardware wie ein Kunde in den USA, bekomme aber seit langer Zeit einen geringeren Funktionsumfang. Das finde ich legitim zu kritisieren – unabhängig davon, ob die Ursachen bei Apple, der EU oder bei beiden liegen.

10. Juli 2026 06:39 als Antwort auf christine33

Man kann den Spiess auch umdrehen. Überall sonst auf der Welt (einige asiatische Diktaturen mal ausgenommen) kann Apple die besagten Funktionen problemlos anbieten. Lediglich in der EU mit ihrer grenzenlosen Regelungs- und Kontrollwut nicht. Dass die Kommission ein sehr spezielles Auge auf Apple geworfen hat, steht dabei ausser Frage. Wichtig ist hierbei der Aspekt, dass Apple grössten Wert auf Datenschutz und Schutz der Privatsphäre geht, während die Kommission gerade mit ihren letzten Überwachungsbeschlüssen gezeigt hat, dass man hierzulande einen anderen Weg zu gehen beabsichtigt.


Dass Apple sich nicht in dieses Kontrollkorsett zwängen lassen will, ist eine völlig verständliche Unternehmensentscheidung, die auch im Sinne der Benutzer getroffen wurde.


Mit deiner Kaufentscheidung hast du ganz bewusst diese Einschränkung in Kauf genommen - schliesslich ist dieser Streitpunkt seit langem öffentlich. Andererseits steht es jedem frei, in Systeme zu wechseln, die sich dem Überwachungsdiktat der EU unterwerfen.


Deine Entrüstung mag also verständlich sein, sie geht indessen ins Leere, weil sie den/die Falschen trifft. Was uns natürlich nicht an der Diskussion hindern sollte.

10. Juli 2026 14:53 als Antwort auf Cpt_Killepi

Je länger ich die Diskussion hier verfolge, um so unklarer wird mir das eigentliche Ziel der Fragestellung:


Die offizielle Information von Apple ist klar:


Apple Intelligence und Siri

Leistungsstarke Intelligenz für jeden Tag.

Neue Apple Intelligence Features 

kommen diesen Herbst.

Und Siri AI kommt später in diesem Jahr auf Englisch. In der EU zunächst nicht auf iOS, iPadOS und watchOS verfügbar.

Das ist die nächste Generation von Apple Intelligence. Eine wirklich hilfreiche KI, bei der du und deine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Sie ist in deine Apps integriert, in deinem Kontext verankert und bei jedem Schritt privat. Siri AI kommt später in diesem Jahr.

(...)

Fotos und Bilder

Perfektion für deine Fotos. Power für deine Kreati­vität.

Optimiere deine Bilder mit intuitiven und intelli­genten Bearbeitungs­tools in der Fotos App. Du kannst den Bild­ausschnitt deiner Auf­nahme an­passen, die Ränder ver­größern und alles ent­fernen, was dich stört. Und mit Image Playground lassen sich Bilder gene­rieren und be­a­rbeiten – natürlich in jedem Stil, auch foto­realistisch.

  • Smarte Fotobearbeitung auf dem nächsten Level. Mit der Räumlichen Neuausrichtung kannst du den Bild­aus­schnitt noch nach der Auf­nahme an­passen. Erweitere deine Fotos ein­fach. Und entferne noch größere Objekte mit dem verbesserten Bereinigen Tool.
  • Richte dein Foto neu aus – sogar nach der Aufnahme. Verschiebe den Sicht­punkt, passe den Winkel an oder zoome ein – als würdest du die Kamera in diesem Moment neu positionieren – mit Räumlicher Neuausrichtung.
  • Es geht noch mehr. Mit Image Playground. Erstelle einzig­artige Bilder in hoher Qualität und fast jedem Stil, sogar fotorealistisch. Bearbeite und verwandle deine Bilder ein­fach mit einer Beschreibung oder durch Berühren – für endlose Mög­lich­keiten.
  • Bildkreation. Mach aus groben Skizzen Bilder in jedem Stil, direkt in Notizen.



(...)

Extreme Fähigkeiten. Extremer Datenschutz.

Apple Intelligence wurde ent­wickelt, um deine Privat­sphäre bei jedem Schritt zu schützen. Diese KI ist in dein iPhone, dein iPad und deinen Mac integriert und ver­arbeitet Anfragen direkt auf deinem Gerät. So kennt sie zwar deine per­sön­lichen Daten, sammelt sie aber nicht. Und mit dem bahn­brechenden Private Cloud Compute kann Apple Intelligence auf größere server­basierte Modelle zurück­greifen, die mit Apple Chips laufen. So werden komple­xere Anfragen für dich bearbeitet, während deine Privat­sphäre geschützt bleibt.

Private Cloud Compute

  • Deine Daten werden niemals ge­spei­chert
  • Sie werden nur für deine Anfragen ver­wen­det
  • Überprüfbares Datenschutz­versprechen

(...)


Damit ist doch eigentlich alles gesagt. Das kann einer Person gefallen oder auch nicht. Das sind die Geschäftsbedingungen bei Apple.


Wenn die Wettbewerber besser sind - würde ich wechseln.



09. Juli 2026 15:24 als Antwort auf Cpt_Killepi

Apple setzt auch mit Apple AI Maßstäbe, indem sich Apple auf eine bewusst andere Entwicklung von AI (derzeit noch in der Betaphase) konzentriert. Hier steht der Datenschutz unserer Daten an erster Stelle.

Das ist bei den anderen Systemen deutlich anders.


Alle Informationen zu Apple AI findest du in der Tipps App der App Mediathek oder auch in den Internetseiten von Apple.


Es ist ein ausgesprochen spannendes Thema. Ich empfehle dir eine der kostenlosen Sessions zu diesem Thema.

Unter Today-at-apple findest du alle Themen, alle Orte und Zeiten


.

09. Juli 2026 17:59 als Antwort auf Racerbaer

Ich bin IT-Berater und u.a. spezialisiert auf Apple, Compliance und Security. Ich weiß welchen Weg Apple hier geht, sehe aber nicht ein, dass der Streit mit der EU weiter auf dem Rücken zahlender Nutzer ausgetragen wird.


Ob es hier wirklich um Datenschutz geht würde ich in Anbetracht der Tatsache, dass die aktuelle Siri Intellgence eine Integration von ChatGPT zulässt, zumindest in Fragestellen.


Von dem Beitrag verspreche ich mir den Austausch mit anderen Nutzern und ggf. auch ein Stimmungsbild. Bei uns im Haushalt gibt es aktuell 12 Apple Devices. Darunter ist alles vertreten von AirTags über AppleWatches bis zu mehreren MacBookPros.


Sollte bis zum nächsten Refresh keine Perspektive für die genannten Features für EU-Nutzer vorliegen, werden wir das Ökosystem verlassen, denn für einen eingeschränkten Funktionsumfang sind die Geräte und Dienste schlicht zu teuer.

09. Juli 2026 18:37 als Antwort auf Racerbaer

Die Frage stellt sich nicht. Es gibt KI. Apple hat Siri AI angekündigt wird sie aber in der EU vorerst nicht veröffentlichen.


Apple begründet dieses Vorgehen mit der Regulierung der EU. Damit macht Apple eines ihrer Probleme zu meinem und stellt mich als europäischen Nutzer schlechter als z.B. US-Nutzer.


Außerdem bieten andere Anbieter entsprechende ins OS integrierte KI Lösung an und das zum Teil auch mit Interoperabilität.

Wann kommt iphone mirroring und Siri AI endlich nach Europa?

Willkommen in der Apple Support Community
Ein Forum, in dem Apple-Kunden sich gegenseitig mit ihren Produkten helfen. Melde dich mit deinem Apple Account an, um Mitglied zu werden.