Booten per usb

Wurde des Bootens von einem USB-Stick bei IMacs (2014) mit Intel-Prozessor und Macos catalina durch ein Sicherheitsupdate abgeschaltet?

Reine ISO 9660 DVD‘s können verarbeitet werden. Multiboot/ISOHybrid-DVD‘s und geflashte ISO‘s werden jedoch nur vom Festpattendienstprogramm erkannt, aber nicht vom Boot-Prozess. Die Alt-Taste hat keine Wirkung.

iMac 21.5″, macOS 10.15

Gepostet am 11. Juli 2026 15:27

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Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 11. Juli 2026 20:25

Guten Abend, günter235


Nein, das Starten von USB-Medien wurde bei einem iMac aus dem Jahr 2014 durch ein Sicherheitsupdate für macOS Catalina nicht generell deaktiviert. Dieses Modell verfügt über keinen T2-Sicherheitschip und somit auch nicht über die bei neueren Macs vorhandene Einstellung, mit der sich das Starten von externen Medien sperren lässt.


Dass der USB-Datenträger im Festplattendienstprogramm angezeigt wird, bedeutet zunächst nur, dass er vom Mac erkannt wird. Damit er zusätzlich im Startup Manager als Startvolume erscheint, muss sich darauf ein Bootloader befinden, den die EFI-Firmware des iMac verwenden kann. Eine Hybrid- oder Multiboot-ISO kann daher auf einem PC problemlos starten, vom Mac jedoch trotzdem nicht als startfähiges Volume erkannt werden.


Da die Alt- beziehungsweise Wahltaste bei dir offenbar überhaupt keine Reaktion auslöst, würde ich zunächst unabhängig vom verwendeten Startmedium Folgendes prüfen:


1. Den iMac vollständig ausschalten.

2. Eine kabelgebundene USB-Tastatur direkt am iMac anschließen, möglichst ohne Hub oder Adapter.

3. Den iMac einschalten und sofort die linke Alt- beziehungsweise Wahltaste gedrückt halten.

4. Die Taste erst loslassen, wenn der Startup Manager erscheint.


Wird dort nur die interne Festplatte angezeigt, funktioniert die Tastenkombination grundsätzlich. In diesem Fall ist das betreffende ISO vermutlich nicht für den EFI-Start auf diesem Mac vorbereitet.


Erscheint der Startup Manager weiterhin überhaupt nicht, solltest du eine andere kabelgebundene Tastatur sowie einen anderen USB-Anschluss testen. Bluetooth-Tastaturen und einige PC-Tastaturen werden während des frühen Startvorgangs mitunter zu spät initialisiert.


Als Gegenprobe empfiehlt sich ein nach Apples Anleitung erstellter bootfähiger Catalina-Installationsstick. Wird dieser im Startup Manager angezeigt, funktionieren der USB-Start und die Firmware des iMac grundsätzlich. Die Ursache liegt dann sehr wahrscheinlich im Aufbau oder im Bootloader der anderen ISO-Dateien.


PS. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob auf dem Mac ein Firmwarepasswort eingerichtet ist. Ein solches Passwort kann bestimmte Starttastenkombinationen sowie das Starten von anderen Volumes einschränken oder verhindern.


Zum Nachlesen:


Apple Support: „Tastenkombinationen beim Startvorgang des Mac“, Artikelnummer 102603, Apple Support: „Startfähiges Installationsprogramm für macOS erstellen“, Artikelnummer 101578 & Apple Support: „Mac-Computer mit Apple T2 Security Chip“, Artikelnummer 103265


Beste Grüße & viel Erfolg 🌺

3 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

11. Juli 2026 20:25 als Antwort auf günter235

Guten Abend, günter235


Nein, das Starten von USB-Medien wurde bei einem iMac aus dem Jahr 2014 durch ein Sicherheitsupdate für macOS Catalina nicht generell deaktiviert. Dieses Modell verfügt über keinen T2-Sicherheitschip und somit auch nicht über die bei neueren Macs vorhandene Einstellung, mit der sich das Starten von externen Medien sperren lässt.


Dass der USB-Datenträger im Festplattendienstprogramm angezeigt wird, bedeutet zunächst nur, dass er vom Mac erkannt wird. Damit er zusätzlich im Startup Manager als Startvolume erscheint, muss sich darauf ein Bootloader befinden, den die EFI-Firmware des iMac verwenden kann. Eine Hybrid- oder Multiboot-ISO kann daher auf einem PC problemlos starten, vom Mac jedoch trotzdem nicht als startfähiges Volume erkannt werden.


Da die Alt- beziehungsweise Wahltaste bei dir offenbar überhaupt keine Reaktion auslöst, würde ich zunächst unabhängig vom verwendeten Startmedium Folgendes prüfen:


1. Den iMac vollständig ausschalten.

2. Eine kabelgebundene USB-Tastatur direkt am iMac anschließen, möglichst ohne Hub oder Adapter.

3. Den iMac einschalten und sofort die linke Alt- beziehungsweise Wahltaste gedrückt halten.

4. Die Taste erst loslassen, wenn der Startup Manager erscheint.


Wird dort nur die interne Festplatte angezeigt, funktioniert die Tastenkombination grundsätzlich. In diesem Fall ist das betreffende ISO vermutlich nicht für den EFI-Start auf diesem Mac vorbereitet.


Erscheint der Startup Manager weiterhin überhaupt nicht, solltest du eine andere kabelgebundene Tastatur sowie einen anderen USB-Anschluss testen. Bluetooth-Tastaturen und einige PC-Tastaturen werden während des frühen Startvorgangs mitunter zu spät initialisiert.


Als Gegenprobe empfiehlt sich ein nach Apples Anleitung erstellter bootfähiger Catalina-Installationsstick. Wird dieser im Startup Manager angezeigt, funktionieren der USB-Start und die Firmware des iMac grundsätzlich. Die Ursache liegt dann sehr wahrscheinlich im Aufbau oder im Bootloader der anderen ISO-Dateien.


PS. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob auf dem Mac ein Firmwarepasswort eingerichtet ist. Ein solches Passwort kann bestimmte Starttastenkombinationen sowie das Starten von anderen Volumes einschränken oder verhindern.


Zum Nachlesen:


Apple Support: „Tastenkombinationen beim Startvorgang des Mac“, Artikelnummer 102603, Apple Support: „Startfähiges Installationsprogramm für macOS erstellen“, Artikelnummer 101578 & Apple Support: „Mac-Computer mit Apple T2 Security Chip“, Artikelnummer 103265


Beste Grüße & viel Erfolg 🌺

12. Juli 2026 13:28 als Antwort auf günter235

Hallo Günter,


danke für die genaue Rückmeldung. Dass der Stick unter Catalina nicht gemountet wird und nicht in „/Volumes“ erscheint, bedeutet bei einem direkt geschriebenen Ubuntu-Abbild nicht zwingend, dass er fehlerhaft ist. Entscheidend bleibt, ob er beim Start als „EFI Boot“ angeboten wird.


Ich würde jetzt drei Dinge prüfen:


1. Die SHA-256-Prüfsumme des Downloads mit der offiziellen Prüfsumme vergleichen.

2. Das ISO mit balenaEtcher auf einen anderen, mindestens 8 GB großen Stick schreiben und die Validierung abwarten.

3. Diesen Stick direkt am iMac anschließen und erneut mit gedrückter Alt-Taste starten.


Erscheint weiterhin kein „EFI Boot“, wäre Ubuntu 24.04.x LTS eine sinnvolle Gegenprobe. Wird dieses erkannt, könnte die Ursache beim Startabbild von 26.04 liegen – nicht bei einer Catalina-Sperre.


Quelle: Ubuntu Desktop-Dokumentation, „Create a bootable USB stick“.


Liebe Grüße! 🌺

12. Juli 2026 11:27 als Antwort auf günter235

Guten Morgen PreCognition!


Danke für die ausführliche und schnelle Antwort.


Die Alt-Taste funktioniert auch über einen Hub. Das habe ich mit zwei älteren DVD probiert, die es jeweils in den unsichtbaren Ordner ‚Volumes‘ geschafft haben und beim Starten mit Alt-Taste dann auch im Bootmanager angezeigt wurden.

Beide DVD´s haben das Dateisystem ISO 9660 mit dem Zusatz ‚Joliet‘ oder ‚Rock???‘.


Der USB-Stick hat es nicht in den Volumes-Ordner geschafft und kann auch nicht gemountet werden. Beim Flashen wurden zwei Partitionen angelegt. Eine mit 307 KByte, die zweite mit ca. 6,5 GByte. Dateisystem ‚MS DOS FAT‘. Es handelt sich um das ISO von ‚Ubuntu 26.04. LTS‘. Sowohl der Download als auch eine Heft-DVD funktionieren nicht und werden nicht gemountet.


Viele Grüße

Günter

Booten per usb

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