iPhone 16 Pro Max nach 18 Monaten defekt

Liebe Apfel Freunde, ich wollte mir hier noch einmal einen Rat holen, vielleicht habt Ihr noch eine Idee für mich.

Ich habe im März letzten Jahres für meine über 80 Jährige Mutter ein iPhone 16 Pro Max bei einem Handyladen in Frankfurt neu und ungeöffnet gekauft für damals 1125€. Ich habe meiner Mutter damals gesagt, wenn sie jetzt noch einmal investiert, hat sie Ruhe. Sie hatte großen Spaß an dem Handy und hat es immer pfleglich mit Schutzhülle und Panzerglas behandelt, äußere Gebrauchsspuren sieht man nicht. Jetzt hat das Handy sich vor einer Woche auf einmal nicht mehr mit dem Funknetz verbunden, esim funktioniert ebenfalls nicht. Ein Handyladen hatte gesagt, dass ein Midsystem Tausch nötig ist. Ich konnte das zunächst nicht glauben und wollte ein neues Update draufspielen, seitdem geht gar nichts mehr. Apple hat das auch bestätigt und mir eine Reparatur für 700€ angeboten, da außerhalb der Garantie. Gewährleistung wollte ich gestern beantragen, dummerweise existiert der Handyladen nicht mehr! Ich bin halt einfach unglaublich enttäuscht, dass so ein hochwertiges Gerät nach 18 Monaten den Geist aufgibt, ohne dass man etwas dafür kann.

Hat hier vielleicht noch einer eine Idee wie man das günstigster lösen kann. Ich bin ehrlicherweise von Apple unglaublich enttäuscht, dass es bei so etwas keine Kulanz gibt, zumal der Apple Mitarbeiter bestätigt hat, dass es keine äußere Beschädigungen hat.

Falls einer noch eine Idee hat, vielen Dank im Voraus

Gepostet am 20. Sept. 2026 10:43

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Gepostet am 20. Sept. 2026 12:38

Hallo kristian263,


ich würde die 700 € noch nicht freigeben.


Nach 18 Monaten ist Apples freiwillige Herstellergarantie zwar abgelaufen – sie beträgt beim iPhone in Deutschland ein Jahr. Die gesetzliche Gewährleistung läuft bei einem Neukauf grundsätzlich zwei Jahre, richtet sich aber gegen den Verkäufer, nicht gegen Apple.


Dass der Laden geschlossen ist, heißt allerdings noch nicht automatisch, dass dein Gewährleistungsanspruch vollständig ins Leere läuft. Ich würde auf der Rechnung zunächst nach dem genauen Firmennamen und der Rechtsform schauen. Falls der Händler insolvent ist, können Ansprüche grundsätzlich gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden. Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Erfolgsaussichten bei einer Insolvenz oft begrenzt sind.


Einen wichtigen Punkt würde ich mir von Apple möglichst schriftlich geben lassen: die Diagnose, den Kostenvoranschlag und – falls Apple das festgestellt hat – dass keine Unfall- oder äußere Beschädigung erkennbar ist. Nach mehr als zwölf Monaten müsstest du bei einem Gewährleistungsanspruch grundsätzlich nachweisen, dass die Ursache des Mangels bereits bei Übergabe vorhanden war. „Keine äußere Beschädigung“ allein beweist das noch nicht, kann für die weitere Klärung aber hilfreich sein.


Wenn sich der Verkäufer tatsächlich nicht mehr in Anspruch nehmen lässt, würde ich anschließend noch einen zweiten Kostenvoranschlag bei einem autorisierten Apple Service Provider einholen. Apple weist selbst darauf hin, dass autorisierte Service Provider eigene Servicepreise festlegen können. Bei 700 € lohnt sich dieser Vergleich auf jeden Fall.


Danach käme für mich noch ein seriöser Reparaturbetrieb infrage, der sich ausdrücklich mit Platinen-/Mobilfunkfehlern bei iPhones beschäftigt. Gerade wenn tatsächlich ein Fehler auf der Hauptplatine vorliegt, kann eine spezialisierte Reparatur deutlich günstiger als der Austausch einer kompletten Baugruppe sein. Vorher aber unbedingt ein vorhandenes Backup sichern und keine weiteren Wiederherstellungsversuche durchführen, wenn noch nicht geklärt ist, ob Daten auf dem Gerät benötigt werden.


Dass dich das nach nur 18 Monaten ärgert, kann ich gut nachvollziehen. Ich würde aber zuerst Rechnung und genaue Firmierung des Händlers prüfen – vielleicht ist der Gewährleistungsweg noch nicht ganz verbaut.


Zum Nachlesen: Apple, „Auf ein (1) Jahr beschränkte Apple-Garantie – Deutschland“; Verbraucherzentrale, „Alles zu Gewährleistung und Schadenersatz“ und „Wenn eine Firma insolvent wird: Das sind Ihre Rechte“.


Viele Grüße 🌺

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20. Sept. 2026 12:38 als Antwort auf kristian263

Hallo kristian263,


ich würde die 700 € noch nicht freigeben.


Nach 18 Monaten ist Apples freiwillige Herstellergarantie zwar abgelaufen – sie beträgt beim iPhone in Deutschland ein Jahr. Die gesetzliche Gewährleistung läuft bei einem Neukauf grundsätzlich zwei Jahre, richtet sich aber gegen den Verkäufer, nicht gegen Apple.


Dass der Laden geschlossen ist, heißt allerdings noch nicht automatisch, dass dein Gewährleistungsanspruch vollständig ins Leere läuft. Ich würde auf der Rechnung zunächst nach dem genauen Firmennamen und der Rechtsform schauen. Falls der Händler insolvent ist, können Ansprüche grundsätzlich gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden. Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Erfolgsaussichten bei einer Insolvenz oft begrenzt sind.


Einen wichtigen Punkt würde ich mir von Apple möglichst schriftlich geben lassen: die Diagnose, den Kostenvoranschlag und – falls Apple das festgestellt hat – dass keine Unfall- oder äußere Beschädigung erkennbar ist. Nach mehr als zwölf Monaten müsstest du bei einem Gewährleistungsanspruch grundsätzlich nachweisen, dass die Ursache des Mangels bereits bei Übergabe vorhanden war. „Keine äußere Beschädigung“ allein beweist das noch nicht, kann für die weitere Klärung aber hilfreich sein.


Wenn sich der Verkäufer tatsächlich nicht mehr in Anspruch nehmen lässt, würde ich anschließend noch einen zweiten Kostenvoranschlag bei einem autorisierten Apple Service Provider einholen. Apple weist selbst darauf hin, dass autorisierte Service Provider eigene Servicepreise festlegen können. Bei 700 € lohnt sich dieser Vergleich auf jeden Fall.


Danach käme für mich noch ein seriöser Reparaturbetrieb infrage, der sich ausdrücklich mit Platinen-/Mobilfunkfehlern bei iPhones beschäftigt. Gerade wenn tatsächlich ein Fehler auf der Hauptplatine vorliegt, kann eine spezialisierte Reparatur deutlich günstiger als der Austausch einer kompletten Baugruppe sein. Vorher aber unbedingt ein vorhandenes Backup sichern und keine weiteren Wiederherstellungsversuche durchführen, wenn noch nicht geklärt ist, ob Daten auf dem Gerät benötigt werden.


Dass dich das nach nur 18 Monaten ärgert, kann ich gut nachvollziehen. Ich würde aber zuerst Rechnung und genaue Firmierung des Händlers prüfen – vielleicht ist der Gewährleistungsweg noch nicht ganz verbaut.


Zum Nachlesen: Apple, „Auf ein (1) Jahr beschränkte Apple-Garantie – Deutschland“; Verbraucherzentrale, „Alles zu Gewährleistung und Schadenersatz“ und „Wenn eine Firma insolvent wird: Das sind Ihre Rechte“.


Viele Grüße 🌺

20. Sept. 2026 11:19 als Antwort auf kristian263

Guten Morgen kristian263, eure Enttäuschung kann ich durchaus nachvollziehen, zumal ihr ja doch große Erwartungen an das iPhone gerichtet hattet.


Von hier aus können wir leider nicht viel tun und an Apple habt ihr / hast du dich ja bereits gewendet. Das Problem wird meines Erachtens daran liegen, dass die Gewährleistung bereits abgelaufen ist und die Garantie eine freiwillige Zusatzleistung ist. Darin wird auch der Grund für das von dir beschriebene Angebot (Reparatur für 700,- €) liegen.


Dass der Handyladen nicht mehr existiert, spielt meines Erachtens keine so große Rolle, da Apple auch in meinem

Fall schon eine Reparatur angenommen und durchgeführt hat, obwohl ich das Gerät seinerzeit bei meinem Mobilfunkanbieter erworben habe.


Letztlich bleibt euch hier die Entscheidung zwischen der Reparatur oder dieser Möglichkeit.

Refurbished iPhone Angebote - Apple (DE)


Ein großer Preisunterschied besteht hier leider nicht, jedoch bietet diese Überlegung einige Vorteile.

  • Die Geräte sind generalüberholt,
  • es wurden Originalteile verwendet,
  • es gibt kein Problem mit Aktivierungssperren oder Verknüpfungen mit fremden Apple Accounts
  • und du kannst sicher sein, die Geräte sind nicht „vom LKW gefallen".


Die Entscheidung liegt selbstverständlich bei euch.

20. Sept. 2026 12:09 als Antwort auf christine33

Bei einem fast neuen 16 Pro Max ist eine Platinenreparatur in einer fähigen Werkstatt mit Löterfahrung mit Sicherheit noch wirtschaftlich. Günstiger als ein Neugerät ist es allemal.


Solche Schäden sind oft auf kalte/gebrochene Lötstellen zurückzuführen. Dafür genügt bereits ein harmlos wirkender Fall aus geringer Höhe. Aber natürlich kann auch ein Produktionsmangel vorliegen, obwohl das nach 18 Monaten eher unwahrscheinlich ist.

20. Sept. 2026 14:00 als Antwort auf Netcracker

Genau so alles 👌🏻

Man kann nicht alles in Sachen Baseband reparieren, aber das Meiste. Sollte auf jeden Fall versucht werden.


An Kritian263:

Was Apple dir da anbietet ist auch keine Reparatur sondern ein Austauschgerät. Platinenreparaturen kann dort niemand.


Sind die Daten wichtig, oder hast du ein Backup? Ist jetzt schwer zu sagen ob man nach einer Reparatur noch an die Daten kommt.

20. Sept. 2026 11:34 als Antwort auf kristian263

Eine zweite Meinung einzuholen ist nie ein Fehler.


Ich würde auch nachfragen:


  1. wie erklärt ihr euch diesen Defekt?
  2. wie können wir ihn beim nächsten Mal vermeiden?
  3. und dann: entscheide gemeinsam mit deiner Mutter:
  4. reparieren lassen? Eventuell mit anschließender Apple Garantie, der Option auf Apple Care + oder
  5. ein neues Gerät? Die 17er Pro Max sind gerade deutlich günstiger geworden
  6. eventuell ein ganz neues 18 Pro Max mit Apple Care +
  7. und dann: gemeinsam mit deiner Mutter eine iPhone Session im MTZ oder in der Stadt.
  8. alle Themen, alle Orte und Zeiten findest du unter: Today-at-apple.


Alles Gute!



20. Sept. 2026 13:11 als Antwort auf PreCognition

Wenn der Laden einfach liquidiert wurde, geht die Forderung ins Leere.


Die Forderung gegen den Insolvenzverwalter geltend zu machen, ist nur eine theoretische Möglichkeit. Die Quoten in diesen Verfahren tendieren mangels Betriebsvermögen gegen Null, bei einer Einzel/Personengesellschaft ist in einer Privatinsolvenz ohnehin nichts zu holen.


Ausserdem dauern solche Verfahren idR mehrere Jahre - bei einem meiner insolventen Kunden hatte ich kürzlich vom Insolvenzverwalter nach fast 20 Jahren die Nachricht der Einstellung mangels Masse bekommen.



20. Sept. 2026 10:54 als Antwort auf kristian263

Gib bitte mal *#06# in der Telefonapp ein. Was passiert bzw. was wird angezeigt ?


Grundsätzlich bestehen nach 18 Monaten noch Ansprüche aus der 2-jährigen EU-Gewährleistung gegenüber dem Händler. Auch wenn nach 12 Monaten Beweislastumkehr eintritt, würde ich versuchen, diese Ansprüche geltend zu machen.


Edit: ich habe überlesen, dass es den Händler nicht mehr gibt. Dann scheidet das natürlich aus.


Apple ist hier aussen vor, da ohne Apple Care + keine Garantieansprüche mehr bestehen.

20. Sept. 2026 17:07 als Antwort auf Netcracker

Sicher, das ist eine Möglichkeit.

Entscheiden wird das Kristian und bei all den Handyläden in Frankfurt einen passenden zu finden kann wirklich riskant und mindestens zeitaufwändig sein.


Ich hatte vor Jahren einen, der sich mit Rechnern gut auskannte aber nicht mit Smartphones.

Deshalb mein Tipp mit den beiden Stores.


Und in Sachen Diagnose sind beide Stores wirklich gut. Die Beratung vor Ort ebenfalls.

Ich würde wissen wollen - gerade wenn es um ein Gerät für meine Mutter geht: was können wir tun? Was besser vermeiden usw.


Die Mitarbeiter:innen nehmen sich hierfür Zeit und dieser Service ist kostenlos.




iPhone 16 Pro Max nach 18 Monaten defekt

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