12 Pro BackCover Glas tauschen verdammt schwer?

Moin,


ich habe voreilig aufgrund von 2 gut gemachten YT Tutorials angefangen, an meinem Zweit-Handy 12 Pro das gesprungene Glas der Rückseite zu wechseln. Es sollte eigentlich als Reserve-Handy dienen, aber meine Frau kommt mit dem nicht zurück und daher wird jetzt ihr SE (2) zur Reserve, weil sie ein SE (3) gekauft hat.

Seit einigen Jahren bastele ich recht gut an diversen Modellen bis hin zum Komplett-Umbau herum und hatte noch nie Probleme mit der Hardware.


Leider habe ich mich auf das gut gemachte, aber leider geschickt als kinderleicht getarnte Entfernen der dünnen, aufgeklebten Glasscheibe verlassen und stelle jetzt bei der eigenen Arbeit fest, dass es alles andere ist als einfaches "Abschaben" wie etwa Rauhreif von einer Autoscheibe.


Die Scheibe sitzt bombenfest und selbst unter Einsatz eines Föns auf voller Stufe (Brandblasen-Gefahr) kann man nur winzige Stückchen mit ziemlichemn Kraftaufwand entfernen.


In einem anderen Video bin ich dann hinter das "Geheimnis" gekommen: Profis benutzen ein spezielles Laser-Gerät, in dem das Handy eingelgt wird und ein Laserstrahl erhitzt gezielt das Glas, dass sich dann eben wie oben erwähnt relativ leicht abschaben lässt.


Ich habe auch keine Lust, ohne so einen (vermutlich sauteuren Laser) das Glas mit Gewalt und der Gefahr der weiteren Beschädigung (Innenleben komplett ausgeräumt - zwei kleine Stücke der Induktionsschleife haben sich schon gelöst) zu entfernen, aber in diesem desolaten Zustand kann ich es nicht verkaufen.


Gibt es eine alternative Möglichkeit, dieses bombenfest sitzende und in winzigste Splitterchen zerbröselnde Glas mit deutlich weniger aufwand zu entfernen? Das neue Glas und den Kleber habe ich schon.

iPhone 12 Pro

Gepostet am 22. Sept. 2026 16:01

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2 Antworten

22. Sept. 2026 22:31 als Antwort auf eppel16

Hallo eppel16, sei mir bitte nicht böse, aber das iPhone auf deinem Bild macht auf mich eher einen zerstörten Eindruck.


Hinzu kommt noch folgender Hinweis von dir:

(...) zwei kleine Stücke der Induktionsschleife haben sich schon gelöst

Wenn es hierbei um den Magnetring für die induktive Ladung über MagSafe geht, ist der Schaden größer als befürchtet. Ich versuche mal eine mögliche Erklärung:


Damit MagSafe beim iPhone funktioniert, richtet ein magnetischer Ring um das Apple Logo das Ladegerät so aus, dass eine optimale Position zum effizienten Laden des Gerätes gegeben ist. Schließt du z. B. ein MagSafe-Ladegerät für das iPhone über das Netzteil an das Stromnetz an, erzeugt eine Spule im Inneren des Gerätes ein elektromagnetisches Feld.


Befestigst du das Ladegerät an deinem iPhone, wird eine elektrische Spannung in der Empfängerspule des iPhones erzeugt. Diese liefert dann die Energie, um dessen Akku aufzuladen. Das funktioniert nicht nur beim iPhone, die Apple Watch wird ebenso aufgeladen. 


Wird dieser Ring beschädigt, kommt es zu einer fehlerhaften Ausrichtung. Diese kann nicht nur dazu führen, dass der Energieverlust höher ist und der Akku schneller verschleißt. Eine fehlerhafte Ausrichtung kann auch dazu führen, dass dein iPhone gar nicht aufgeladen wird.

23. Sept. 2026 11:15 als Antwort auf karoline129

Erstmal vieln Dank für deine ausführliche Erläuterung des Prinzips der induktiven Lade-Technik; das war mir nur teilweise geläufig! Allerdings sind deine Bedenken nicht nötig. In einem der erwähnten Tutorials hat der Akteur ebenfalls zwei dieser kleinen Magnete gelöst und sie vor dem Aufkleben der neuen Scheibe wieder auf ihre Plätze gesetzt. Die sind nicht miteinander verbunden und lassen sich daher wieder einsetzen. Weil ich mit der MagSafe Aufladung gelegentlich Probleme hatte, bevorzuge ich ohnehin die klassische Aufladung per Kabel.


Und wenn du anhand des Bildes meinst, dass es sich um einen "Totalschaden" handelt, sorry, das sehe ich als "Apple-Philosophie" an, die lieber neue Geräte verkaufen will oder zumindest das Reparieren mit vielen Stolpersteinen und/oder extrem teurer Arbeit nicht gerade kundenfreundlich gestaltet hat.


Nur das dünne Glas ist "zerstört" und ich habe es zum Teil abgetragen und die erwähnten zwei losen Magnete am sichtbaren oberen Ring der Lade-Spule herausgelöst, die sich problemlos wieder einsetzen lassen. Und da ich über ein par Jahre Know How mit dem Öffnen, Reparieren und Tauschen von "Innereien" diverser iPhones habe, kannst du dich darauf verlassen, dass die sorgfältig "herausoperierten" Innereien (inkl. eines neuen Akkus) eher den Zustand "Refurbished" statt "Defekt" verdient haben.


So sieht die andere Seite aus, da ist nichts "zerstört". Ich werde auch nicht diese fiesen Klebepads für die Akkus verwenden, die man selten trotz Erwärmen unbeschädigt beim Akku-Tausch herausziehen kann. So wie es Apple bis Modellreihe 4 gemacht hat, benutze ein viel benutzerfreundliches Verfahren. Ich nehme wenige Stücke doppelseitiges Klebeband (tür Teppichboden usw. - das sind die gelben Teile) und klebe einen Tesafilmstreifen von unten nach oben an den Akku, bei dem oben eine Lasche zum Hochklappen des nur leicht auf dem Teppichband klebenden Akkus sehr gut zu benutzen ist. Die Akkus sitzen damit genau so fest, da so ohnehin nur 2 mm "Spielraum" im extrem kompakten Gehäuse des Handy haben. Auch wieder so eine "Masche", um Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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