Wer kennt sich aus mit AirPrint Profilen (Jamf School)?

Wir haben Jamf School verwaltete iPads. Der Drucker ist nicht im selben Subnetz und wird deshalb nicht unmittelbar gefunden. Dafür gibt es das AirPrint Profil. Dort steht die IP Adresse und der Drucker wird gefunden.

Das hat funktioniert, aber jetzt gibt es einzelne iPads, die den Drucker nicht mehr sehen und andere können drucken.

Ich habe nun verschiedene Konfigurationen zum Testen und auch von einigen iPads das AirPrint Profil entfernt.

Und jetzt stellt sich heraus, dass die iPads, die früher ein Profil hatten, der Drucker weiterhin finden. Gelöschte und neu installierte iPads aber nicht.


Kann es sein, dass sich iPads die AirPrint Drucker (die IP Adressen) merken, die sie mal gefunden hatten und dann sofort wieder finden wenn sie verfügbar sind?

Und nicht auf den IPP Broadcast warten, der in dem Subnetz ja gar nicht ankommt.

iPad (8. Generation)

Gepostet am 23. Sept. 2026 18:36

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Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 23. Sept. 2026 20:53

Guten Abend, lutz75


Ja, das würde zu deinem Testbild passen – mit einer kleinen Einschränkung: Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass iPadOS einen einmal bekannten AirPrint-Drucker dauerhaft speichert.


Ein bereits verwendeter Drucker kann auf einem iPad noch als bekannter bzw. zuletzt verwendeter Drucker vorhanden sein. Das würde erklären, warum ältere Geräte ihn nach Entfernen des AirPrint-Profils weiterhin anbieten, während gelöschte oder neu eingerichtete iPads ihn nicht finden.


Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer: Die normale AirPrint-Erkennung erfolgt über Bonjour bzw. DNS-SD. Befindet sich der Drucker in einem anderen Subnetz und wird mDNS zwischen den Netzen nicht weitergeleitet, kann ein frisch eingerichtetes iPad ihn darüber nicht entdecken.


Genau dafür ist die AirPrint-Payload gedacht. Sie übergibt dem iPad die IP-Adresse bzw. den FQDN zusammen mit dem Ressourcenpfad des Druckers, sodass das Gerät nicht auf die lokale Bonjour-Erkennung angewiesen ist.


Deshalb würde ich die frisch eingerichteten iPads als Referenz nehmen. Wenn sie den Drucker ohne Profil nicht sehen, ist sehr wahrscheinlich keine subnetzübergreifende AirPrint-Erkennung vorhanden. Dass ältere Geräte ihn trotzdem noch anzeigen, würde ich eher als gespeicherten Zustand betrachten und nicht als funktionierende Discovery.


Bei den einzelnen iPads, die den Drucker trotz zugewiesenem Profil nicht mehr sehen, würde ich deshalb zuerst prüfen, ob genau diese AirPrint-Payload dort tatsächlich noch installiert ist und ob IP-Adresse, Port, Ressourcenpfad und gegebenenfalls TLS mit einem funktionierenden Gerät übereinstimmen. Ein Zurücksetzen des iPads wäre dafür zunächst nicht nötig.


Falls ihr das unabhängig von einem MDM-Profil lösen möchtet, wäre als Netzwerkthema noch Wide-Area AirPrint bzw. eine passende DNS-SD-/Bonjour-Konfiguration zwischen den Netzen interessant.


Zum Nachlesen:

Apple Platform Deployment, „Einstellungen der Geräteverwaltungs-Payload ‚AirPrint‘ für Apple-Geräte“, Dokumentpfad: /de-de/guide/deployment/dep3b4cf515/web


Jamf School Dokumentation, „Konfigurieren eines Profils für AirPrint“.


Beste Grüße & viel Erfolg 🌺

1 Antwort
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

23. Sept. 2026 20:53 als Antwort auf lutz75

Guten Abend, lutz75


Ja, das würde zu deinem Testbild passen – mit einer kleinen Einschränkung: Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass iPadOS einen einmal bekannten AirPrint-Drucker dauerhaft speichert.


Ein bereits verwendeter Drucker kann auf einem iPad noch als bekannter bzw. zuletzt verwendeter Drucker vorhanden sein. Das würde erklären, warum ältere Geräte ihn nach Entfernen des AirPrint-Profils weiterhin anbieten, während gelöschte oder neu eingerichtete iPads ihn nicht finden.


Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer: Die normale AirPrint-Erkennung erfolgt über Bonjour bzw. DNS-SD. Befindet sich der Drucker in einem anderen Subnetz und wird mDNS zwischen den Netzen nicht weitergeleitet, kann ein frisch eingerichtetes iPad ihn darüber nicht entdecken.


Genau dafür ist die AirPrint-Payload gedacht. Sie übergibt dem iPad die IP-Adresse bzw. den FQDN zusammen mit dem Ressourcenpfad des Druckers, sodass das Gerät nicht auf die lokale Bonjour-Erkennung angewiesen ist.


Deshalb würde ich die frisch eingerichteten iPads als Referenz nehmen. Wenn sie den Drucker ohne Profil nicht sehen, ist sehr wahrscheinlich keine subnetzübergreifende AirPrint-Erkennung vorhanden. Dass ältere Geräte ihn trotzdem noch anzeigen, würde ich eher als gespeicherten Zustand betrachten und nicht als funktionierende Discovery.


Bei den einzelnen iPads, die den Drucker trotz zugewiesenem Profil nicht mehr sehen, würde ich deshalb zuerst prüfen, ob genau diese AirPrint-Payload dort tatsächlich noch installiert ist und ob IP-Adresse, Port, Ressourcenpfad und gegebenenfalls TLS mit einem funktionierenden Gerät übereinstimmen. Ein Zurücksetzen des iPads wäre dafür zunächst nicht nötig.


Falls ihr das unabhängig von einem MDM-Profil lösen möchtet, wäre als Netzwerkthema noch Wide-Area AirPrint bzw. eine passende DNS-SD-/Bonjour-Konfiguration zwischen den Netzen interessant.


Zum Nachlesen:

Apple Platform Deployment, „Einstellungen der Geräteverwaltungs-Payload ‚AirPrint‘ für Apple-Geräte“, Dokumentpfad: /de-de/guide/deployment/dep3b4cf515/web


Jamf School Dokumentation, „Konfigurieren eines Profils für AirPrint“.


Beste Grüße & viel Erfolg 🌺

Wer kennt sich aus mit AirPrint Profilen (Jamf School)?

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