Frage:

Frage: Audiorollen von zusammengesetzten Clips nicht beliebig zuzuordnen.

Warum kann ich die Tonspur von zusammengesetzten (Compound) Clips nicht wie bei "normalen" Clips beliebigen Audiorollen zuordnen. Diese erscheinen in diesem Fall nur ausgegraut.

Ich möchte gerne für die externe Filmton-Mischung in Logic Pro ein XML File erzeugen, welches ich in Logic öffnen kann und wo die FCPX-Spuren automatisch in Logic-Tonspuren sauber geordnet im Wechsel auf bis zu 6 Stereospuren erscheinen. Habe mein Tascam DM3200 nun so mit Logic über MTC UND MMC verkoppelt, dass ich auf dem Pult automatisierte Mischungen anlegen kann, deren Summe ich wieder in FCPX auf einer zusätzlichen Spur synchron anlege. Ist deutlich komfortabler und intuitiver als die mühsame Blendenerstellung in FCPX mittels Keyframes.

Warte sehnsüchtig auf einen FCPX Audiomixer, der über virtuelle Fader wie der Mixer in Logic verfügt, um direkt im Videoschnittprogramm abmischen zu können.

Soll so etwas realisiert werden?

Apple Watch Series 2(SS) 42mm (2nd Gen), watchOS 3.1.3

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19. Apr. 2017, 14:56 als Antwort auf mbloh Als Antwort auf mbloh

mbloh schrieb:


Warum kann ich die Tonspur von zusammengesetzten (Compound) Clips nicht wie bei "normalen" Clips beliebigen Audiorollen zuordnen.

Wie genau sollte das gehen? Die bereits im zusammengesetzten Clip vorhandenen Rollen werden als Subrollen übernommen. Wenn du es so nicht brauchst, warum dann überhaupt zusammenfassen?


mbloh schrieb:


Ich möchte gerne für die externe Filmton-Mischung in Logic Pro ein XML File erzeugen, welches ich in Logic öffnen kann und wo die FCPX-Spuren automatisch in Logic-Tonspuren sauber geordnet im Wechsel auf bis zu 6 Stereospuren erscheinen.

Wenn du „sauber geordnet" haben willst, dann ist XML nicht der Weg, sondern AAF per X2Pro.


mbloh schrieb:


Warte sehnsüchtig auf einen FCPX Audiomixer, der über virtuelle Fader wie der Mixer in Logic verfügt…

Da wirst du vermutlich lange warten können. Ich denke es kommen bestenfalls Masterregler auf Rollenbasis. Das einzige was wirklich entfernt Sinn machen könnte. Final Cut Pro X ist ein NLE keine DAW. Nicht mal in den 12+ Jahren FCP 7 und darunter und bei allen anderen NLEs die ich je in Verwendung hatte, habe ich bestenfalls 2x den Mischer benutzt, da es in dem Kontext völlig kontraproduktiv war/ist (über den besagten Master hinaus). Ich kenne auch keinen Cutter der jemals in 7, Premiere oder sonst wo den Mischer in nennenswerten Maße benutzt hat. Wenn ich was aufwändigeres brauche, dann gebe ich das an meinen Audiomenschen mit einer DAW. Das wird Apple auch wissen und sich die Arbeit sparen. Mal ganz davon abgesehen, dass Final Cut Pro X sich für eine solche Vorgehensweise wie du es beschreibst (zum Glück) gar nicht erst hergibt.


- RK

19. Apr. 2017, 14:56

Antworten Hilfreich

19. Apr. 2017, 17:51 als Antwort auf Robin S. Kurz Als Antwort auf Robin S. Kurz

Lieber Robin,

ich bin dir wirklich sehr dankbar, dass du so schnell auf meine Fragen antwortest. Es ist immer gut zu wissen, dass man in einem Forum gehört bzw. gelesen wird, die Fragen ernst genommen werden und diese zeitnah beantwortet werden.


Ich muss aber auch sagen, dass ich das Gefühl habe, dass du scheinbar als absoluter FCP-Kenner und langjähriger Anwender, der über zig Jahre sämtliche Entwicklungsschritte mit- und durchgemacht hat, den Blick oder besser, das Verständnis für die Fragen und Probleme von FCPX-Neueinsteigern verloren hast.

Erst recht wenn jemand wie ich aus einer anderen Ecke (Samplitude/Premiere) kommt, tut man sich schwer, neue Bedienphilosophien zu durchschauen, anzunehmen und schließlich anwenden zu können.


Daher kommen deine Hinweise bei mir manchmal doch sehr "oberlehrerhaft" und ein bisschen "von oben herab" rüber. Selbst wenn dies nicht deine Absicht sein sollte, wovon ich erst mal ausgehe, würde ich mir wünschen, dass gerade der Experte, der mir in einer Mail zum Kauf seines Lern-Videos geraten hat, mehr Verständnis für den Ein- und Umsteiger zeigt, und seine Kommentare danach ausrichtet, bzw. Relativiert, ob man es mit einem erfahrenen FCP-User oder Anfänger zu tun hat.


Zum ersten Aspekt der zusammengesetzten Clips:

es erschließt sich einem nicht unmittelbar, dass die in der Timeline sichtbare Tonspur aufgrund der Zusammensetzung von Clips nicht mehr frei zugeordnet werden kann. Das habe ich zwar nun verstanden, aber versuche doch mal hinter diese Frage zu blicken. Könnte es evtl. sein, dass FCPX sich da einfach nicht so intuitiv und selbstverständlich präsentiert. An welcher Stelle deines Lernvideos weist du auf diese Tatsache hin, bzw. wo gibt Apple selber über diesen Sachverhalt Auskunft, dass man eben nicht mehr diese freie Zuordnung zur Verfügung hat, sobald man Clips zusammenfast. Aus meiner Sicht ist diese Funktion also erst mal eine Einschränkung und kein Vorteil. Ich habe sie also aus Unkenntnis der damit verbundenen Konsequenzen benutzt und werde in Zukunft entweder darauf verzichten, oder abwägen, welchen Nutzen ich daraus ziehe.


Je mehr ich aber etwas für selbstredend ansehe, um so weniger werde ich es erwähnen, weil es für mich eben selbstverständlich ist. Daher fehlt dieser Hinweis vermutlich. Es reicht nicht anzunehmen, dass eine Sache doch klar sein muss, weil es eben nicht für jeden gleich logisch ist, dass zusammengefasste Clips in Bezug auf Ihre Audio-Zuordnung gesperrtbsind.


Der Hinweis darauf, dass man für meine Audionachbearbeitung besser X2PRO bemüht war mir nicht ganz neu. Ich hatte nur die Hoffnung, dass man nicht wieder eine Zusatzanwendung kostenpflichtig erwerben muss, um professionell arbeiten zu können. Ich habe da wohl die Bezeichnung Final Cut Pro zu wörtlich genommen.

Ich dachte, wenn ich die Audiospuren nach dem Schnitt immer schön brav abwechselnd auf die Rollen verteile, diese dann auch zumindest in Logic per XML-Export wieder geöffnet werden können. Im übrigen tun sie das auch, weswegen ich noch nicht ganz verstehen kann, warum zwingend X2PRO notwendig ist. Vielleicht kannst du mir den Unterschied zwischen den Vor-u. Nachteilen von XML und AAF Export erklären.


Und das es für FCPX wohl nie so etwas geben wird, was in Premiere schon seit ewigen Zeiten ohne Fremdsoftware oder Plugins möglich ist, nämlich einen Mixer für eine automatisierte Mischung zur Verfügung zu haben, werde ich dann eben akzeptieren müssen.


Deine letzte Bemerkung zeigt deutlich, wie deine Denkweise ist und dass du nur bedingt für den Heimanwender Verständnis zeigst: nicht jeder verdient mit FCP oder Logic sein Geld, sondern benutzt es eher oder eben auch privat. So ist die Weitergabe an Masterstudios oder Bekannte, die über die entsprechenden Tools verfügen, nicht für jeden möglich, denkbar oder gewünscht. Spätestens wenn es sich um sensible Audio- oder Videodaten handelt, ist die Weitergabe evtl. nicht immer wünschenswert.


Daher würde ich mich freuen, wenn es einfach nur Erläuterungen dazu gäbe, was geht und was eben nicht geht, ohne gleich ein Urteil darüber zu fällen, was ich besser aus der Hand geben soll, nur weil FCP dazu nicht in der Lage ist, oder du selber anders arbeitest.


Als Toningeneieur im öffentlich rechtlichen Rundfunk ist eine Tonnachbearbeitung, auch von privaten Videos, für mich selbstverständlich. Und ich muss ehrlich sagen, wenn du bisher nicht mehr als 2mal den Mischer benutzt hast, dann ist das nicht eine Frage ob diese Anwendung in dem Kontext kontraproduktiv war, sondern, eher, dass du dazu keine Zeit oder Lust hattest und ja jemand diese Arbeit fü dich erledigen konnte.


Ich hoffe, du nimmst mir meine kritischen Bemerkungen nicht übel, aber da du ja selber damit nicht sparsam umgehst, wird es dich nicht stören.


Im übrigen bin ich sehr zufrieden mit deinem Videoworkshop, der mir den Einstieg in FCPX erleichtert, auch wenn ich nicht alles wiederfinde, was sich mir so an Fragen stellt. Zum Thema Keying bin ich bisher nicht fündig geworden, vielleicht habe ich es aber auch nur übersehen.


Beste Grüße


mbloh

19. Apr. 2017, 17:51

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