Wie schnell werden Bugs bei neuen Betriebssystemversionen im macOS behoben?

Durch die vielen Berichte und Fragen die hier in der Community aufgeworfen wurden, würde mich interessieren, wie schnell Fehlerberichte und/oder Verbesserungsvorschläge im jeweils neuesten Betriebssystem übernommen werden und was euer Eindruck ist. (Ich selber nutze die neuesten OS-Versionen nicht, und dies aus gutem Grunde).

Hat Apple ein Problem mit der Grösse seines Betriebes oder ist das Betriebssystem mittlerweilen so komplex geworden, dass es immer länger dauert, bis Bugs behoben werden?


An anderer Stelle habe ich schon gelesen, dass Apple die Softwarefehler oder Funktionswünsche priorisiert und dann einige Bugs später behandelt. Z.B. Druckereinstellungen, die nicht mehr wie gewünscht funktionieren, werden als nicht vorrangig behandelt.

Dann wiederum lese ich wieder von Bugs, die schon seit Jahrzehnten bestehen, z.B. irgendwelche Quicktime-Fehler, die bisher nie behoben wurden. Vermutlich, weil der Bug zu wenig relevant ist.


Was ist das beste Verhalten als User des Betriebssystems und wo könnte Apple sich hier noch gegenüber seinen Mitkonkurrenten verbessern?

Gepostet am 08. Feb. 2023 11:17

Antworten
8 Antworten

08. Feb. 2023 12:45 als Antwort auf AndiV

Hi AndiV,


du hast etwas aus meiner Sicht sehr Sinnvolles angesprochen: manche Fehler werden von Apple schnell behoben, manche Fehler wiederum aber auch nach Jahren nicht. Es ist schwer, das zu quantifizieren, aber über den Daumen gepeilt - bitte auf keinen Fall auf die Waageschale legen - geht Apple in der Fehlerbearbeitung auch nicht anders vor als andere Softwareriesen. Und auch die Tests, die Apple durchführt, sind nicht besser oder schlechter als die, die die Konkurrenz (cool ein Satz mit dreimal „die“…😎) mit ihrer Software durchführt.


Dass Apple schwerwiegende Fehler unterlaufen und leider (auch hier wie andere Hersteller auch) oftmals nicht dazu steht und dann häufig nur von „Ausnahmen“ spricht, ist auch bekannt. Spontan fällt mir da mal die „Butterfly Tastatur“ der MacBooks ein. Ist zwar Hardware, aber prinzipiell analog zur Software.


Der letzte Software Fail war das HomeKit Update. Seit Jahren (!) warten wir auf ein Update, Verbesserungen und Erweiterungen der Funktionen und dann…wird durch das Update HomeKit lahmgelegt. Und jetzt warten wir schon…🤔 drei Wochen auf einen bugfix, während die Nation ihr Smarthome nicht mehr sinnvoll steuern kann, Familienmitglieder ausgesperrt werden…und…und…und…immer noch kein bugfix.


Eine andere unsägliche Apple Software war iTunes. Gute Idee und dann wurde die App immer komplizierter und undurchsichtiger bis Apple erkannt hat, dass sie die Software komplett gegen die Wand programmiert haben und das auch nicht mehr retten konnten.


Aber wie gesagt, all solche Dinge gibt es auch bei anderen Software- und Hardwareherstellern.


Ich finde deinen Beitrag sehr gut, einige kritische Untertöne werden ja deutlich und es ist erfrischend, dass Apple nicht immer in den Himmel gelobt wird, als wärs das Beste und Unfehlbarste der Welt. Solche Fragen wie deine, müssten und sollten in diesem Forum häufiger gestellt werden.


Gib am besten Apple direkt ein Feedback.


LG, Dutchman

08. Feb. 2023 11:29 als Antwort auf AndiV

Apple ist bekannt dafür, seine Software sorgfältig zu testen und Fehler schnell zu beheben. Die Priorisierung von Fehlerbehebungen und Funktionsverbesserungen hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der Häufigkeit des Fehlers, dem Einfluss auf den Benutzer und der Verfügbarkeit von Ressourcen.


Als Benutzer kann man das beste Verhalten zeigen, indem man Feedback und Fehlerberichte an Apple sendet, um den Hersteller darüber zu informieren, welche Probleme vorliegen. Es ist auch hilfreich, bekannte Fehler und Lösungen in Foren und Communities zu suchen und darüber zu diskutieren.


Apple-Sicherheitsupdates - Apple Support (DE)


Informationen zum Laden von macOS - Apple Support (DE)

Das Betriebssystem deines Mac ermitteln - Apple Support (DE)

Informationen zu Hintergrundupdates in macOS - Apple Support (DE)


09. Feb. 2023 03:38 als Antwort auf Dutchman

Hallo Dutchmann


Danke zu deiner Antwort! Auch ich empfinde sie als sehr erfrischend. Meiner Meinung nach sollte das Einführen von neuen Versionen von Software-Paketen nicht dazu führen, dass andere Abhängigkeiten betroffen sind und dann nicht mehr funktionieren. Bei Windows-Programmen konnte man zb noch wählen, ob man eine experimentielle Funktion rückgängig machen wollte. Beim Mac ist es grundsätzlich immer schwierig, eine alte Programmversion einer App wieder zu installieren. Dafür wird man beim Mac nicht zu Betriebssystem-Updates gezwungen, wie dies bei Windows der Fall ist und gar nicht super ist, wenn die Hardware es nicht vorsieht.


Die HomeKit-Problematik habe ich am Rande mitbekommen. Es ist aber auch so, dass tlw. nicht mal die Shortcuts mehr nach einem Update funktionieren, wenn das iOs wieder geupdatet wurde: Da funktionieren dann Automatisierungen nicht mehr oder nur korrekt, wenn man beispielsweise alles auf englisch einstellt. Auch Spracherkennungsbefehle sind betroffen.

Einen Shortcut mit Ortsabhängigkeit musste ich sogar deaktivieren, weil er später nicht mehr zuverlässig funktionierte.

Wenn man alte iOS-Versionen beim iPhone wieder rückgängig machen will, muss man das iPhone zurücksetzen oder gar einen Jail-Brake machen, um bestimmte Softwareversionen manuell einzustellen. So gesehen kann Apple die User zu Massnahmen verleiten/treiben, die auch nicht in ihrem Sinne sind.

09. Feb. 2023 07:01 als Antwort auf AndiV

AndiV schrieb:

Hast Du noch ein Beispiel oder persönliche Erfahrungen von Bugs, die Du selber einmal gemeldet hast?

Ich habe ziemlich regelmässig Bugs gemeldet, meistens für die Fotos.app. Manche wurden erst mehrere Jahre später behoben. Auf diesen Bugfix habe ich recht lange gewartet: Update: Das Problem mit unsichtbaren exportierten Dateien ist in Fotos 7 behoben

09. Feb. 2023 03:46 als Antwort auf christine33

Hallo Christine


Danke für deine Antwort. Kannst Du noch begründen, warum man keine allgemeine Rückschlüsse zu Apple schliessen sollte oder kann?


Wo findet man heute Statistiken, ob und wie oft ein Software-Fehler schon gemeldet wurde? Apple kennt diese Daten vermutlich, wir aber nicht, daher muss immer auch gemutmasst werden, ob es bei einem Problem eines Users um einen Softwarebug handelt oder nicht.


Ich konnte z.B. vor ein paar Jahren noch mit dem Bug-Reporter (damals nur eine Webmaske) auch Fehler einsehen oder suchen, die heute gar nicht mehr einsichtbar sind.

Das heisst, heute hat man ohne das Developerforum von Apple oder die Community-Seiten gar keinen Anhaltspunkt mehr, wo Fehler oder gebrochene Funktionen auftreten.


Einen guten Anhaltspunkt, ob Fehler das ganze OS betreffen ist die amerikanische Community, wo wenn ich eine Fehlerbeschreibung im Deutschen gefunden habe, dann rückschliessen kann, ob es wirklich ein Bug ist oder nur ein Anwendungsfehler. Weil hier wohl die meisten Anwender des OS existieren und die Wahrscheinlichkeit gross sind, dass Softwarefehler einmal erkannt/gemeldet werden.


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