Das ist soweit bekannt. Auf meinem iPhone/iPad waren schon mehrere See-Navigationskarten und Apps installiert. Zur Zeit ist es der Delius-Klasing Seekartensatz. Die Karten-App von Apple ist natürlich nicht für die Navigation auf dem Wasser gedacht (und dafür auch absolut unbrauchbar).
Praktischerweise wird bei den Seekartenapps die Bootsposition über den Satellitenempfang des iPhones oder des Zusatzepfängers (über Bluetooth) direkt in die Seekarte eingeblendet. Mit einem geeigneten Gehäuse stellt das Handy/iPad für mich eine gute und praktische Ergänzung zu anderen Navigationssystemen an Bord dar.
Das iPhone 13 empfängt über seinen eingebauten Sensor die Satelliten von GPS, GLONASS, Galileo, QZSS und BeiDou (siehe technische Daten des iPhone 13 von Apple).
Die Satelliten von QZSS und BeiDou kommen aber nicht so oft vorbei, da sie eher für Asien gedacht sind.
Es gibt Apps, in welchen alle empfangenen Satelliten in Echtzeit angezeigt werden. Da ist das gut zu erkennen.
Der Vorteil vom iPhone gegenüber reinen (älteren) GPS Empfängern ist, dass die Daten aller empfangenen Satelliten einschließlich der Funkmasten in Reichweite (auf der W. Ostsee gibt es oft auch Handynetz) zur Positionsbestimmung verrechnet werden (DGPS). Auf diese Weise wird eine höhere Genauigkeit erreicht.
Die eigentliche Frage war, ob man das zur Zeit häufig gestörte oder verfälschte GPS-Signal gegenüber z.B. den Signalen von Galileo (welche aufgrund der Bauart der 2. Satellitengeneration besser gegen Jamming und Spoofing geschützt sein sollen) aus der Positionsberechnung heraus nehmen kann.
Die Situation mit dem GPS-Empfang auf der Ostsee ist relativ neu und betrifft nur alle die, welche mit Booten, Schiffen und Flugzeugen hier herumfahren. Ich vermute, dass es in absehbarer Zeit Lösungen für diese Probleme geben wird.
Ich danke jedenfalls für alle konstruktiven Beiträge.