Macbook Speicher voll, obwohl iCloud verwendet wird

Guten Tag!


Ich habe mir leider ein MacBook Air gekauft, das zu wenig Speicher hat. Nun habe ich iCloud + abonniert.

Leider ist immer noch der Speicher des Macbook mit Dokumenten voll, obwohl ich diese schon auf iCloud und Ionos HiDrive gespeichert habe.


Meine Frage:

Was kann ich tun, damit alles auf iCloud bleibt, auch wenn ich die Dokumente auf dem lokalen Speicher des MacBook lösche? Oder gibt es Alternativen?


Vielen, vielen DANK!

MacBook Air 13″, macOS 26.2

Gepostet am 31. Dez. 2025 22:39

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Gepostet am 01. Jan. 2026 02:22

Hallo,


gerne versuche ich dir bei deinem Problem weiterzuhelfen.


Der von dir geschilderte Zustand ist tatsächlich kritisch und sollte ernst genommen werden. Wenn ein MacBook Air mit 256 GB internem Speicher bereits bei rund 230–240 GB belegtem Speicherliegt, befindet sich das System unmittelbar an einer Grenze, an der macOS nicht mehr zuverlässig arbeiten kann. Es geht dabei nicht um Komfort, sondern um Systemstabilität. macOS benötigt freien Speicher für Swap, Cache, Spotlight-Indizierung, Systemupdates, Time-Machine-Snapshots und temporäre Dateien. Wird dieser Bereich zu klein, kann das System nicht mehr korrekt arbeiten. Im ungünstigsten Fall lassen sich dann weder Updates installieren noch Backups durchführen, und das Gerät kann in einen Zustand geraten, aus dem es nur noch durch Neuinstallation zu retten ist.


In diesem Zusammenhang ist die oft zitierte „10-Prozent-Regel“ leider irreführend. Zehn Prozent freier Speicher mögen für einfache Nutzung genügen, aber nicht für ein modernes macOS mit iCloud-Sync, Fotos-Mediathek, Musik-Mediathek und großen Updates. In der Praxis sollte ein Mac dauerhaft etwa 50–60 GB freien Speicher haben, damit Systemprozesse und Updates sicher durchlaufen können.


Der zweite wichtige Punkt ist ein grundlegendes Missverständnis über iCloud. iCloud ist kein externer Speicher, der den physischen Speicher des Macs ersetzt, sondern ein Synchronisationsdienst. Dateien, mit denen du auf dem Mac arbeitest, müssen lokal vorhanden sein. Sobald du eine Datei aus iCloud öffnest, wird sie auf dein MacBook geladen und belegt dort Speicherplatz. Je mehr du arbeitest, desto voller wird das Gerät – auch wenn die Daten zusätzlich in der iCloud liegen. iCloud kann also keinen zu klein dimensionierten internen Speicher kompensieren.


Die Funktion „Mac-Speicher optimieren“ kann zwar selten genutzte Dateien automatisch auslagern, aber auch sie ist kein Ersatz für ausreichend internen Speicher. Spätestens bei großen macOS-Updates oder beim Arbeiten mit Foto- oder Musikmediatheken wird wieder viel lokaler Speicher benötigt.


Unterm Strich bedeutet das: Die vorhandene Datenmenge passt nicht zum eingebauten Speicher. Das ist kein Bedienfehler, sondern eine falsche Dimensionierung beim Kauf. Für produktives Arbeiten sollte der interne Speicher so gewählt sein, dass auch in mehreren Jahren noch genügend Reservevorhanden ist. Eine sinnvolle Faustregel ist, eher das Doppelte dessen einzuplanen, was man aktuell für „ausreichend“ hält.


Kurzfristig heißt das konkret:

Der Speicher muss dringend reduziert werden, bis wieder mindestens 50–60 GB frei sind. Große Datenmengen sollten auf externe Laufwerke oder ein NAS ausgelagert werden, wenn sie nicht ständig benötigt werden. Andernfalls besteht ein reales Risiko für Systemprobleme bis hin zu einem Systemstillstand.


iCloud kann das Arbeiten erleichtern – aber sie ersetzt keinen zu klein gekauften internen Speicher.


LG, Dutchman

20 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

01. Jan. 2026 02:22 als Antwort auf KP_88

Hallo,


gerne versuche ich dir bei deinem Problem weiterzuhelfen.


Der von dir geschilderte Zustand ist tatsächlich kritisch und sollte ernst genommen werden. Wenn ein MacBook Air mit 256 GB internem Speicher bereits bei rund 230–240 GB belegtem Speicherliegt, befindet sich das System unmittelbar an einer Grenze, an der macOS nicht mehr zuverlässig arbeiten kann. Es geht dabei nicht um Komfort, sondern um Systemstabilität. macOS benötigt freien Speicher für Swap, Cache, Spotlight-Indizierung, Systemupdates, Time-Machine-Snapshots und temporäre Dateien. Wird dieser Bereich zu klein, kann das System nicht mehr korrekt arbeiten. Im ungünstigsten Fall lassen sich dann weder Updates installieren noch Backups durchführen, und das Gerät kann in einen Zustand geraten, aus dem es nur noch durch Neuinstallation zu retten ist.


In diesem Zusammenhang ist die oft zitierte „10-Prozent-Regel“ leider irreführend. Zehn Prozent freier Speicher mögen für einfache Nutzung genügen, aber nicht für ein modernes macOS mit iCloud-Sync, Fotos-Mediathek, Musik-Mediathek und großen Updates. In der Praxis sollte ein Mac dauerhaft etwa 50–60 GB freien Speicher haben, damit Systemprozesse und Updates sicher durchlaufen können.


Der zweite wichtige Punkt ist ein grundlegendes Missverständnis über iCloud. iCloud ist kein externer Speicher, der den physischen Speicher des Macs ersetzt, sondern ein Synchronisationsdienst. Dateien, mit denen du auf dem Mac arbeitest, müssen lokal vorhanden sein. Sobald du eine Datei aus iCloud öffnest, wird sie auf dein MacBook geladen und belegt dort Speicherplatz. Je mehr du arbeitest, desto voller wird das Gerät – auch wenn die Daten zusätzlich in der iCloud liegen. iCloud kann also keinen zu klein dimensionierten internen Speicher kompensieren.


Die Funktion „Mac-Speicher optimieren“ kann zwar selten genutzte Dateien automatisch auslagern, aber auch sie ist kein Ersatz für ausreichend internen Speicher. Spätestens bei großen macOS-Updates oder beim Arbeiten mit Foto- oder Musikmediatheken wird wieder viel lokaler Speicher benötigt.


Unterm Strich bedeutet das: Die vorhandene Datenmenge passt nicht zum eingebauten Speicher. Das ist kein Bedienfehler, sondern eine falsche Dimensionierung beim Kauf. Für produktives Arbeiten sollte der interne Speicher so gewählt sein, dass auch in mehreren Jahren noch genügend Reservevorhanden ist. Eine sinnvolle Faustregel ist, eher das Doppelte dessen einzuplanen, was man aktuell für „ausreichend“ hält.


Kurzfristig heißt das konkret:

Der Speicher muss dringend reduziert werden, bis wieder mindestens 50–60 GB frei sind. Große Datenmengen sollten auf externe Laufwerke oder ein NAS ausgelagert werden, wenn sie nicht ständig benötigt werden. Andernfalls besteht ein reales Risiko für Systemprobleme bis hin zu einem Systemstillstand.


iCloud kann das Arbeiten erleichtern – aber sie ersetzt keinen zu klein gekauften internen Speicher.


LG, Dutchman

31. Dez. 2025 23:34 als Antwort auf KP_88

Gut zu wissen:


  1. für die Größe deines Gerätespeichers hast du dich beim Kauf des Gerätes entschieden.
  2. die iCloud ist keine Speichererweiterung im eigentlichen Sinne
  3. sie dient in erster Linie der Synchronisierung deiner Daten
  4. du kannst z.B, Fotos synchronisieren und dabei auf dem Mac eine angepasste Version behalten: Fotos - Einstellungen - iCloud - iCloud-Fotos - Mac Speicher optimieren
  5. damit werden die Fotos in der iCloud synchronisiert allerdings nicht im Backup des Mac via Time Machine auf der externen Festplatte gesichert.
  6. wenn du synchronisierte Daten irgendwo löschst, dann werden sie überall gelöscht
  7. und verbleiben für zirka 30 Tage im Ordner zuletzt gelöscht.


Eine Alternative wäre:

  1. ein Gerät mit größerem Gerätespeicher
  2. das Nutzen einer zusätzlichen externen Festplatte als Archiv
  3. eine sehr konsequente Verwaltung deiner Daten: löschen, was erledigt ist.

01. Jan. 2026 00:45 als Antwort auf KP_88

Dein Speicher ist aktuell nur noch knapp "arbeitsfähig", wenn überhaupt.

D.h. auch, dass die Speicher-Anzeige nicht mehr richtig funktioniert.


Bitte lösche Daten, lösche Apps oder lagere sie aus.

Es sollten zirka 10% Speicherplatz frei sein.


Bitte denke auch an ein Backup deiner Daten via Time Machine auf einer externen Festplatte.

Um welche Art von Dokumenten handelt es sich aaf deinem MBA: Pages, Keynote, Numbers o.a.?

03. Jan. 2026 00:22 als Antwort auf KP_88

KP_88 schrieb:

DANKE! Mein Problem ist noch ein anderes: Ich habe noch einen iMac, der genügend Speicher hat. Dennoch möchte ich, dass das MacBook, wenn ich unterwegs bin, auch Zugriff auf die Dateien in iCloud hat....

Was kann ich da machen?

Nichts. Dein Setup und der komplette Ansatz sind falsch.


iCloud ist kein Netzwerkspeicher, sondern ein Synchronisierungsdienst. Der Bottleneck ist immer der Client mit dem kleinsten verfügbaren Systemspeicher.


Auf lange Sicht musst du entweder auf eine (teure) Serverlösung, z.B. ein NAS mit Fernzugriff umstellen oder einen Mac mit mehr Speicherplatz kaufen.

01. Jan. 2026 04:03 als Antwort auf KP_88

Hallo,


zu deiner erweiterten Frage möchte ich dir folgende Antwort geben:


Wenn du unterwegs mit deinem MacBook auf iCloud-Dateien zugreifen willst, stößt du schnell an die Grenzen des internen Speichers. iCloud selbst erweitert nicht den physischen Speicher deines Geräts – Dateien müssen also zumindest temporär auf dem MacBook verfügbar sein. Ist der Speicher zu voll, müssen Downloads gelöscht und Platz geschaffen werden.


So leid es mir auch tut, aber ich muss es einmal klar sagen: Du hast mit dem Kauf der kleinsten Speichergröße schlichtweg einen Fehlkauf gemacht. Du hast nicht ausreichend überlegt, wie viele Daten du tatsächlich bereits hast und wie sich dein Datenbestand über die nächsten Jahre, je nachdem, wie lange du das MacBook Air nutzen möchtest – vielleicht fünf bis zehn Jahre –, entwickeln wird. Das sind die Grundvoraussetzungen, bevor man überhaupt ein so teures Stück Hardware kauft.


Auch wenn die Speichererweiterungen bei Apple preislich sehr hoch angesetzt sind, gehören sie zu den notwendigsten Investitionen beim Kauf. Wer hier spart, spart definitiv am falschen Ende.


Kurz gesagt: Das MacBook Air mit kleinem Speicher stößt hier an seine Grenzen. Der einzige dauerhafte Weg, um unterwegs komfortabel auf große Datenmengen zuzugreifen, ist ein Modell mit größerem internen Speicher.


Das Problem liegt also nicht an iCloud, sondern am physischen Speicher deines Geräts – eine Erweiterung ist beim MacBook Air nicht möglich. Ohne mehr Speicher wirst du immer wieder in Situationen geraten, in denen der Zugriff auf deine Daten eingeschränkt ist.


LG, Dutchman 

03. Jan. 2026 00:32 als Antwort auf KP_88

Mein Setting ist ganz ähnlich:

  1. MBA mit 256 GB
  2. Mac mit 1 TB
  3. diverse andere Geräte.

Lösung:

  1. MBA hat Zugriff auf alle Daten in der iCloud, sobald ich Netz habe
  2. aktuell zu bearbeitende Dateien sind auch lokal greifbar
  3. alle Daten sind im Original auf dem Mac
  4. und werden dort auf einer externen Festplatte via TM gesichert
  5. das MBA hat zusätzlich eine eigene Festplatte für Backups

01. Jan. 2026 00:55 als Antwort auf christine33

christine33 schrieb:

Das heisst, du löschst synchronisieret Daten? Dann überprüfe bitte, ob sie tatsächlich noch vorhanden sind?!

Ja, sind noch da. Ich lösche ja nicht die synchronisierten Daten, sondern die nicht synchronisierten Daten. Also Sachen auf meinem Gerät werden gelöscht und Sachen in der iCloud nicht. Vielleicht habe ich mich unglücklich ausgedrückt, aber ich meine es genauso wie Racerbaer beschrieben hat. Danke dir :)

01. Jan. 2026 01:11 als Antwort auf Racerbaer

Okay, danke für deine Erläuterung. Ich fand den passenden Support Text von Apple schon immer mehrdeutig:


Dateien in iCloud speichern, um Speicherplatz auf dem Gerät zu sparen

Die Dateien, die du in iCloud Drive aufbewahrst, nutzen deinen iCloud-Speicher. Sofern du über ausreichenden Speicherplatz in iCloud verfügst, kannst du so viele Dateien speichern, wie du möchtest.

Wenn du mehr Speicherplatz benötigst, kannst du Dateien in iCloud löschen, um Speicherplatz freizugeben. Wenn du iCloud Drive nutzt und eine Datei auf einem Gerät löschst, wird sie dadurch auch auf anderen Geräten gelöscht, auf denen du mit demselben Apple Account angemeldet bist. Du findest deine gelöschten Dateien 30 Tage lang im Ordner „Zuletzt gelöscht“ in der Dateien-App oder auf icloud.com. Danach werden die gelöschten Dateien entfernt. 

Hier erfährst du mehr darüber, wie du deinen iCloud-Speicher verwaltest


Ein richtiges Speichern sieht für mich anders aus.


Macbook Speicher voll, obwohl iCloud verwendet wird

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