Knöterich, ob der Hintergrund unscharf ist, hängt dann davon ab, wie wir nach der Aufnahme für das Bild die Blendenöffnung einstellen. Ich nehme den Portrait Modus für fast alle Aufnahmen, wo ich ein einzelnes Objekt aufnehme, auch für Statuen usw, nicht nur für Personen oder Tiere. Dann habe ich nachträglich die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ich den Hintergrund behalten will, weil er wichtig ist oder ob der Hintergrund besser umscharf sein sollte.
Hier ist ein Beispiel für ein Bild wo noch der Portrait Modus gewählt war, als ich es aufgenommen hatte - ich wollte eigentlich nur testen, ob der fünffach Zoom schon reicht, um den Leuchtturm aufzunehmen oder ob ich noch näher rangehen muss.
Da das Bild ja eine Tiefenkarte hat, kann ich nachträglich den Punkt, auf den fokussiert wird, auch auf ein weiter entferntes Objekt verschieben und die Blende für eine größere Tiefenschärfe schliessen:

Wie man sieht, der Leuchtturm in Hintergrund kann auch im Portrait Modus scharf sein, wenn wir den Regler für die Tiefe entsprechen einstellen. Und zusätzlich können wir die Beleuchtung für den Vordergrund anpassen. Wenn man genug freien Speicher hat und sich leisten kann, alle Fotos mit Tiefenkarte aufzunehmen, lohn sich bei schwierigen Aufnahmesituationen der Portrait Modus, aber es ist ein recht teurer Luxus, wenn der Speicher knapp ist.
Solange ich Portrait oder Panorama eingestellt habe, bin ich davor geschützt, versehentlich Quicktake Videos aufzunehmen, nur wenn der Fotomodus gewählt ist und leider auch im Modus für räumliche Bilder. Beiden räumlichen Bildern ist es besonders ärgerlich, wenn man versehentlich ein Video aufnimmt, da der 3D Effekt verschwindet, wenn man ein räumliches Bild bearbeitet. Bei räumlichen Bildern muss die Aufnahme ja von Anfang an perfekt sein, weil wir sie nachträglich nicht einmal beschneiden oder den Horizont ausrichten können, ohne den Tiefeneffekt zu verlieren.