Implantat / Trojaner auf meinem iPhone?

Mein iPhone 14 zeigt, wenn offline, bei allen HTTPS-Internetseiten auf Safari folgende Warnmedlung:


"Diese Verbindung ist nicht sicher. Diese Website unterstützt keine sicheren Verbindungen über HTTPS. Informationen, die du auf dieser Website siehst oder einträgst, einschließlich Kreditkartennummern und Passwörtern, können von Dritten gelesen und verändert werden."


Problem tritt nicht in Chrome auf, nur bei Safari. Zusätzlich kann ich bei Einstellungen - Apps - Safari - Profile - neues Profil nicht anlegen (Bestätigungs-Button ausgegraut)


Als Fehlerquelle bereits ausgeschlossen:

  • Alle DNS-Profile entfernt
  • VPN entfernt
  • iCloud deaktiviert (kein Sync-Fehler)
  • kein Lockdown Mode aktiviert
  • Cache / Verlauf / Websitedaten alle gelöscht
  • mehrfaches/r Zurücksetzten der Netzwerkeinstellungen, Neustarts und Factory Reset blieben ohne Erfolg!


Mögliche Ursachen:

  • Verstecktes MDM- oder Safari-Profil
  • Manipuliertes System-Trust-Store oder WebKit-Hook
  • Tiefe System-Kompromittierung (profiled-Daemon, /private/var/tmp, etc.)


Frage: Kennt jemand ähnliche Fälle auf iOS 26.5, bei denen die Safari-Profil-Funktion blockiert ist und HTTPS-Warnung nur im Offline-Zustand auftritt? Kann mir jemand weiterhelfen?

Vielen Dank!

iPhone 14, iOS 26

Gepostet am 08. Juni 2026 14:31

Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 08. Juni 2026 14:58

Hallo Monomomo_85,


ich würde die Begriffe hier etwas trennen, damit die Fehlersuche nicht in die falsche Richtung läuft.


Die Safari-Profile unter Einstellungen > Apps > Safari > Profile sind normale Safari-Browserprofile, also eher zur Trennung von Verlauf, Favoriten, Tabgruppen usw. gedacht. Das ist nicht dasselbe wie ein Konfigurationsprofil oder MDM-Profil. Apple beschreibt beim Anlegen eines Safari-Profils außerdem, dass zuerst ein Name eingetragen werden muss. Wenn der Bestätigungsbutton vorher grau bleibt, kann das also auch schlicht daran liegen.

Mehrere Safari-Profile auf dem iPhone erstellen - Apple Support (DE)


Für MDM oder Konfigurationsprofile wäre eher Einstellungen > Allgemein > VPN und Geräteverwaltung relevant. Wenn dort nichts Unbekanntes steht und du bereits vollständig zurückgesetzt hast, würde ich eine tiefe System-Kompromittierung nicht als erste Erklärung annehmen.


Der Hinweis „offline“ ist dabei wichtig: Wenn das iPhone wirklich keine Verbindung hat, kann Safari keine neue HTTPS-Verbindung zur Website aufbauen. Ich würde deshalb einmal ganz schlicht testen:


  1. Flugmodus aktivieren, WLAN und mobile Daten wirklich aus.
  2. Safari komplett schließen und neu öffnen.
  3. Eine noch nie besuchte HTTPS-Seite aufrufen.
  4. Danach denselben Test mit WLAN wiederholen.


Wenn die Warnung nur ohne Internet erscheint, würde ich das nicht sofort als Hinweis auf einen Trojaner werten, sondern eher als Safari-Verhalten in einem Offline- oder Fehlerzustand einordnen.


Zusätzlich würde ich noch Datum und Uhrzeit prüfen, also Einstellungen > Allgemein > Datum & Uhrzeit > Automatisch einstellen. Falsche Zeitangaben können Zertifikats- und HTTPS-Prüfungen durcheinanderbringen.


Solange Safari diese Warnung zeigt, würde ich dort vorsichtshalber keine Passwörter, Kreditkartendaten oder andere sensiblen Daten eingeben.


Falls nach einem vollständigen Zurücksetzen ohne Backup-Wiederherstellung, ohne VPN/Profile und mit korrekter Uhrzeit weiterhin reproduzierbar dieselbe Warnung nur in Safari erscheint, wäre das aus meiner Sicht ein Fall für den Apple Support bzw. eine Prüfung direkt bei Apple.


Beste Grüße & viel Erfolg 🌺

36 Antworten

11. Juni 2026 21:18 als Antwort auf Monomomo_85

Hallo Monomomo_85


erst einmal danke, dass du die Frage hier gestellt hast und nun auch die spätere Rückmeldung mit uns teilst.


Deine Beschreibung ist sehr ungewöhnlich und daher technisch ausgesprochen interessant.

Sollte tatsächlich eine Zero-Day-Exploit-Kette bzw. ein Implantat festgestellt worden sein, wäre das weit über einen gewöhnlichen Supportfall hinaus relevant.


Daher würde mich interessieren, was genau in der Genius Bar festgestellt wurde und auf welcher Grundlage man zu dieser Einschätzung gekommen ist.


Insbesondere wären folgende Punkte spannend:


Woran wurde die Kompromittierung konkret erkannt?


Wurde tatsächlich von einem Trojaner bzw. Implantat gesprochen oder eher von einer möglichen Kompromittierung?


Hat Apple einen Diagnosebericht, eine Fallnummer oder eine Eskalation an ein internes Security-Team erstellt?


Wurde das Gerät zur weiteren Analyse einbehalten oder eingeschickt?


Gab es Hinweise auf einen bekannten Exploit oder eine bestimmte Schadsoftware?


Wie wurde erklärt, dass Safari betroffen war, Chrome jedoch nicht?


Wurde der Zusammenhang mit der ELSTER-Zertifikatsdatei technisch bestätigt oder handelt es sich dabei um eine Vermutung aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs?


Konntest du das Verhalten nach einer vollständigen Wiederherstellung des iPhones erneut beobachten?


Wurde dir empfohlen, das Gerät auszutauschen?


Besonders interessiert mich die Aussage, dass selbst im Flugmodus weiterhin eine Internetverbindung bestanden haben soll. Wurde dies vor Ort nachgewiesen oder technisch erklärt? Das wäre aus sicherheitstechnischer Sicht ein äußerst bemerkenswerter Befund.


Falls du noch weitere Informationen teilen kannst, wäre das sicherlich nicht nur für mich, sondern auch für andere Leser hier sehr interessant. Gerade bei einer angeblich bestätigten Zero-Day-Kompromittierung wären zusätzliche technische Details ausgesprochen hilfreich.

11. Juni 2026 21:33 als Antwort auf Monomomo_85

Guten Abend, Monomomo_85,


ich würde hier nur noch einen Sicherheits-Punkt ergänzen, ohne die Einschätzung aus der Genius Bar bewerten zu wollen:


Wenn eine angebliche ELSTER- oder Finanzamt-Mail eine Zertifikatsdatei, einen Anhang oder einen Link mitschickt, würde ich sie zunächst als möglichen Phishing-Versuch behandeln. Das heißt nicht zwingend, dass die Mail wirklich vom Finanzamt kam.


Für den Moment wäre aus meiner Sicht wichtig: keine Anhänge oder Links aus dieser Mail weiter öffnen, keine Zugangsdaten eingeben und das ELSTER-Konto bzw. Zertifikat direkt über die offizielle ELSTER-Seite prüfen, nicht über die Mail.


Die Hinweise von ELSTER dazu findest du hier:

https://www.elster.de/eportal/infoseite/sicherheit_%28allgemein%29


Ergänzend kann auch dieser Benutzer-Tipp zur Datensicherheit auf Apple-Geräten hilfreich sein:

Wie ich meine Datensicherheit auf Apple-Geräten maximiere – Persönliche Tipps und Tricks


Liebe Grüße! 🌺

11. Juni 2026 21:32 als Antwort auf Monomomo_85

Monomomo_85 schrieb:
Der Trojaner ist immer altiv. Er verrät sich einfach nur im Flugmodus durch diese seltsame Fehlermeldung!

Wer hat den Trojaner diagnostiziert ? Wurden die Herkunftsmail und die Ursprungsdatei archiviert ?


Warum ist nur Safari betroffen und nicht auch andere Browser ?


Für mich hört sich das eher nach „Paulanergarten“ an. Um das zu untermauern müsste erstmal erklärt werden, wie man auf einem System wie iOS einen Trojaner unterbringt. Noch dazu vom Finanzamt…



12. Juni 2026 07:03 als Antwort auf Netcracker

Hallo netcracker - das frage ich mich auch. Ich könnte mir nur vorstellen, dass Strafverfolgungsbehörden wegen Steuerhinterziehung oder Geldwäsche oder sonstwas einen Trojaner installieren, aber sicher nicht das normale Finanzamt - und dann noch so, dass es offensichtlich wäre. Ich hoffe auch auf Auskunft, bevor hier Angst und Schrecken verbreitet wird und niemand mehr mit dem staatlichen Finanzamt kommuniziert. Aber: bei mir läuft das eh über meine Steuerberaterin. Von der habe ich allerdings so etwas noch nie gehört. Viele Grüsse G

12. Juni 2026 07:32 als Antwort auf Gerlinde-queer

Für die Verwendung eines Elster-Zertifikats muss es einen Grund geben. Vermutlich wird irgendeine Steuer-App verwendet, die dauerhaft Hintergrundaktivitäten entfaltet und dazu mglw. eine Netzwerkverbindung aufrecht erhält. Im Web gibt es Hinweise auf solches Verhalten.


Es dürfte jedenfalls sehr einfach sein, festzustellen, ob das so ist und welche App oder welcher Dienst dafür verantwortlich ist. Derartige Fälle von unkontrolliertem Datenverbrauch gibt es immer wieder, sie werden oft genug hier diskutiert.


Die hier geposteten Systemmeldungen sind jedenfalls alle legitim und lassen sich zwanglos erklären, ohne Verschwörungstheorien bemühen zu müssen.


Und selbst wenn die Mail ein Fake war, wird es sich dabei um Phishing gehandelt haben. Allenfalls hat der TO - wie von Precognition beschrieben - sich ein Konfigurationsprofil eingefangen, das einen Hijacker oder einen Proxy installiert hat und hierüber eine Netzwerkverbindung offen hält. Das ist indes einigermassen harmlos und lässt sich einfach beheben.


Mir erscheint es ausserdem unschlüssig, dass an der Genius Bar ein Trojaner diagnostiziert und dann nicht gleich entfernt wird. Schlimmstenfalls setzt man das iPhone zurück, um weiteren Schaden zu verhindern. Dass der TO trotz mehrfacher diesbezüglicher Nachfragen dazu schweigt, spricht Bände.


In jedem Fall gibt es zwanglose Erklärungen für das beschriebene Verhalten, ohne gleich den proverbialen Teufel an die Wand malen zu müssen und Panik zu verbreiten.



12. Juni 2026 12:31 als Antwort auf ptah4i

Da schließe ich mich an - ich fände weitere Infos sehr interessant. Hoffentlich kommt mehr. Natürlich: auch ios ist nicht 100% sicher - so etwas gibt es nirgendwo. Es ist immer eine Art Wettrennen zwischen Sicherheit und Bedrohung. Aber fast immer hat Apple sehr schnell nachgelegt. Auch in diesem Fall wären Infos an das security-Team hilfreich. Ich hoffe auch, dass das von der genius Bar im Store aus passiert ist. Nebenbei: gestern kam auf meinen beiden Win11 Notebooks Sicherheits updates - riesen Dinger, die ungewöhnlich sehr lange geladen und installiert wurden. Habe noch nicht nachgesehen, ob es die Reaktion auf eine Bedrohung war - bei Win aber nicht ungewöhnlich. Lohnt sich auch für Angreifer - bei Apple früher nicht, aber da jetzt schon fast jede Grundschüler:in ein iphone herumträgt - oft ein abgelegtes der Eltern mit alten ios, hat sich die Situation verändert. so meine Einschätzung. @ ptah4i - deine Ausführungen sind wirklich spannend - hoffentlich ist mehr hier von Dir zu hören. Danke! 🙏

12. Juni 2026 13:12 als Antwort auf Netcracker

Gerade was Spannendes auf „connect“ gelesen- wenn so etwas käme…dann wäre das für den Fragesteller auch nicht verkehrt…


Mit den kommenden Betriebssystemen iOS 27 und iPadOS 27 will Apple die Wiederherstellung von iPhones und iPads vereinfachen. Bislang müssen Geräte mit schwerwiegenden Software-Problemen über einen Mac oder Windows-PC zurückgesetzt werden. Dafür kommen unter macOS der Finder und unter Windows die Apple Devices App zum Einsatz.

Wie 9to5Mac berichtet, soll der neue Recovery-Modus künftig direkt auf dem betroffenen Gerät verfügbar sein. Nutzer müssen dann nicht mehr zwingend auf einen Computer zurückgreifen, um bestimmte Fehler zu beheben.

Eigenständiger Recovery-Modus mit zusätzlichen Funktionen

Wird ein kompatibles Gerät im Wiederherstellungsmodus gestartet, soll ein separates Menü erscheinen. Das System soll sich dabei automatisch mit einem bekannten WLAN-Netzwerk verbinden. Zudem wird der aktuelle Akkustand angezeigt.

Über die Benutzeroberfläche sollen verschiedene Funktionen erreichbar sein. Dazu zählen die Installation eines Software-Updates, das Löschen aller Daten sowie der Wechsel in den bisherigen, PC-gestützten Recovery-Modus. Auch ein Diagnosemodus soll verfügbar sein, über den der Apple Support per Internet auf das Gerät zugreifen könne.

Recovery Assistant soll Fehler erkennen und selbstständig beheben

Ein zentrales Element des neuen Modus ist der sogenannte Recovery Assistant. Dieser soll bekannte Software-Probleme automatisch erkennen und eigenständig Lösungsversuche durchführen.

Für den Start des Recovery-Modus muss beim Einschalten des Geräts die Seitentaste gedrückt gehalten werden. Anders als beim normalen Startvorgang wird die Taste dabei nicht losgelassen, sobald das Apple-Logo erscheint.

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