Christine, du hast dich in deiner ersten Antwort auf die schlechten Erfahrungen beim Wechsel von macOS Mojave auf Catalina bezogen:
"250 GB sind für mich als ziemlich ungeduldige Person deutlich zu viel.
Das dauert einfach sehr lange, bis alle Fotos - u.B. bei einer Suche gescannt werden.
Als wir seinerzeit bei Catalina die Fotos alle neu kuratieren mussten, dauerte das Tage. "
Das war in der Tat eine extreme Herausforderung, die meine Intel Macs überfordert hat.
Apple hatte unter Catalina gleich zwei Neuerungen eingeführt:
- Apple hat mit der Tradition gebrochen, dass alle Originale unverändert in der Mediathek gespeichert werden, vermutlich, weil das die Synchronisation über alle Geräte mit iCloud erleichtert. Wir finden im Paketinhalt nicht mehr die ursprünglich importierten Dateien unverändert, sondern die Originale sind der Download aus iCloud, mit neuem, eindeutigen Dateinamen und sogar veränderten EXIF Tags.
- Apple hat verstärkt damit begonnen, die Mediathek mit KI Methoden automatisch zu organisieren. Zusätzlich zu de KI-Verfahren, die schon in früheren Systemversionen eingesetzt worden sind, Gesichtserkennung und Rückblicke, wurde auch die automatische Objekterkennung und Szenenanalyse eingeführt, und kurierte Layouts, um die Fotos ansprechend automatisch zu präsentieren.
Meine Mediathek hatte damals beim Upgrade auf Catalina auch nur eine Größe von rund 200 GB, aber das erste "Kuratieren" hat mehrere Monate gedauert, und ich musste zehn Tage warten, bis das Personenalbum wieder da war und die Suche überhaupt irgendeine sinnvolle Antwort gegeben hat. das waren Kinderkrankheiten.
Seitdem hat sich aber einiges getan. Mein Mac mit Apple Silicon ist deutlich leistungsfähiger als der alte Intel Mac von 2019, und Apple hat die Künstliche Intelligenz Verfahren zum Scannen der Mediathek deutlich verbessert - ich meine damit nicht unbedingt die Qualität der Analyseergebnisse, sondern die den Rechen- und Speicheraufwand der Hintergrundprozesse. Seit macOS Sequoia merke ich nach einem Systemupdate die Langsamkeit durch die erneute Bildanalyse nur noch für wenige Tage nach dem Update.
Meine Systemmediathek ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Größe der Mediathek stört kaum noch bei Aufgaben, wo der Rechenaufwand proportional zur Zahl der Bilder ist, da hilft der Apple Silicon M2 Chip sehr, weil die Analyse der Bilder deutlich schneller geht. Intelligente Alben sind immer noch etwas problematisch, aber ich kann jetzt mehr als 200 intelligente Alben haben, ohne dass Fotos sehr langsam wird oder sogar abstürzt. Aber man merkt schon, dass Fotos etwas zu tun hat, wenn ich mit intelligenten Alben arbeite.
Ich merke die Größe der Mediathek jetzt vor allem bei Aufgaben, wo der Rechenaufwand überproportional mit der Zahl der Objekte steigt, wenn jedes Objekt mit jedem verglichen werden muss, beispielsweise bei der Suche nach Duplikaten. Auch wenn ich zwei Mediatheken zusammenlegen möchte, indem ich eine in die andere importiere, dauert die Vorbereitung des Imports sehr, sehr lange.
Seit die Prozessoren schneller geworden sind und selbst die mobilen Geräte schnelle Prozessoren haben, achte ich bei der Größe der Systemmediathek vor allem auf den verfügbaren Speicher des Geräts mit dem kleinsten Speicher, das ich habe, so dass ich nicht "Optimiere Speicher" verwenden muss. Der Flaschenhals it im Moment das iPhone, das nur 1TB Speicher hat. Auf den Macs und dem iPad habe ich doppelt soviel Speicher, und damit kann ich mir mit schneller Hardware auch eine Mediathek mit 300GB leisten.
Was allerdings geblieben ist, ist, dass die Bedienoberfläche in Fotos nicht für riesige Mediatheken ausgelegt ist, schon gar nicht auf dem iPhone, aber auch nicht auf dem Mac. Mit langen Listen von Schlagwörtern oder von Alben kann man kaum arbeiten.
Liebe Grüße
Leonie