Mailsuche in Golden Gate verschlimmbessert?

Wenn ich früher (vor macOS 27) in Mail nach etwas ganz konkretem gesucht habe (bspw. "Rechnung_xyz"), dann tauchten in den Suchergebnissen auch nur die Mails auf, die den Suchbegriff tatsächlich enthielten.


Unter macOS 27 tauchen zu den Suchbegriffen nun um die 200 Treffer auf – die in überwiegender Mehrheit nichts mit dem Suchbegriff zu tun haben (ich befürchte, da ist im Hintergrund irgend eine innovative KI-Funktion am Werke?!)

In der Form ist die Suche in Mail überhaupt nicht hilfreich und versteckt die Suchergebnisse eher, als das es beim Suchen hilft. In der Form ist die Suche für mich ziemlich unbrauchbar geworden.


... bis ich heute entdeckt habe, dass ich auch einen einzigen Begriff in Anführungszeichen setzen kann, um eine Wortlautsuche zu erzwingen. An einem konkreten Beispiel: Die Suche nach

Gastvortragsabrechnung

liefert bei mir 200 Treffer (mit 195 unbrauchbaren), während die Suche nach

"Gastvortragsabrechnung"

die erwünschten 5 Treffer liefert.


Einzelbegriffe in Anführungszeichen zu setzen ist nicht gerade intuitiv. Vielleicht übersehe ich auch etwas? Das Default-Verhalten sollte doch sein, dass das Programm das sucht, was ich tatsächlich eingegeben habe und mir nicht im Verhältnis 40:1 Noise präsentiert ("Wir haben Ihre Nadel gefunden. Sie befindet sich in einem dieser 20 Heuhaufen" :-).


Konkrete Frage daher: Gibt es eine Möglichkeit, Mail beizubringen, dass es (wieder) standardmäßig nach exakten Treffern suchen soll und das Raten beim Suchen sein lässt (oder nur auf expliziten Wunsch des Anwenders i. S. v. "Suche erweitern" durchführt)?


Grüße

Roland

Gepostet am 29. Okt. 2026 17:13

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Gepostet am 29. Okt. 2026 18:54

Hallo Roland,


gerade wenn man nach einem ganz bestimmten Begriff sucht, können zahlreiche lediglich sinngemäß passende Treffer die Suche unnötig erschweren.


Apple beschreibt im aktuellen Mail-Benutzerhandbuch eine Suchfunktion, die nicht nur die eingegebenen Wörter berücksichtigt, sondern auch inhaltlich passende Nachrichten finden soll.


Eine Möglichkeit, dieses Suchverhalten unter macOS 27 Golden Gate dauerhaft zugunsten einer ausschließlich wortgetreuen Standardsuche zu deaktivieren, ist mir derzeit allerdings nicht bekannt.


Ergänzend zu deiner bereits entdeckten Suche mit Anführungszeichen unterstützt Apple Mail auch boolesche Suchoperatoren, mit denen sich die Ergebnisse gezielter eingrenzen lassen:


  • UND: Beide Suchbegriffe müssen enthalten sein.
  • ODER: Mindestens einer der Suchbegriffe muss vorkommen.
  • NICHT: Ein bestimmter Begriff wird ausgeschlossen.


Beispielsweise könntest du nach "Gastvortragsabrechnung" UND "2026" suchen oder mit "Gastvortragsabrechnung" NICHT "Entwurf" unerwünschte Treffer ausschließen.


Die Operatoren müssen dabei in Großbuchstaben eingegeben werden. Alternativ lässt sich ein Begriff auch mit einem vorangestellten Minuszeichen ausschließen.


Apple erläutert diese Möglichkeiten im offiziellen Benutzerhandbuch:


Suchen von E-Mails in Mail auf dem Mac


Allerdings lösen auch diese zusätzlichen Suchmöglichkeiten dein eigentliches Anliegen nicht: die freie Wahl zwischen einer klassischen, wortgetreuen und einer erweiterten, inhaltsbezogenen Standardsuche.


Gerade dein anschauliches Beispiel mit fünf tatsächlich relevanten Treffern unter insgesamt 200 Suchergebnissen verdeutlicht, weshalb eine solche Wahlmöglichkeit sinnvoll wäre.


Wenn du das bisherige Suchverhalten zurückhaben möchtest, würde ich Apple deshalb eine entsprechende Rückmeldung über das offizielle Produktfeedback für Mail empfehlen.


Beste Grüße! 🌺

PreCognition

8 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

29. Okt. 2026 18:54 als Antwort auf kaidoh

Hallo Roland,


gerade wenn man nach einem ganz bestimmten Begriff sucht, können zahlreiche lediglich sinngemäß passende Treffer die Suche unnötig erschweren.


Apple beschreibt im aktuellen Mail-Benutzerhandbuch eine Suchfunktion, die nicht nur die eingegebenen Wörter berücksichtigt, sondern auch inhaltlich passende Nachrichten finden soll.


Eine Möglichkeit, dieses Suchverhalten unter macOS 27 Golden Gate dauerhaft zugunsten einer ausschließlich wortgetreuen Standardsuche zu deaktivieren, ist mir derzeit allerdings nicht bekannt.


Ergänzend zu deiner bereits entdeckten Suche mit Anführungszeichen unterstützt Apple Mail auch boolesche Suchoperatoren, mit denen sich die Ergebnisse gezielter eingrenzen lassen:


  • UND: Beide Suchbegriffe müssen enthalten sein.
  • ODER: Mindestens einer der Suchbegriffe muss vorkommen.
  • NICHT: Ein bestimmter Begriff wird ausgeschlossen.


Beispielsweise könntest du nach "Gastvortragsabrechnung" UND "2026" suchen oder mit "Gastvortragsabrechnung" NICHT "Entwurf" unerwünschte Treffer ausschließen.


Die Operatoren müssen dabei in Großbuchstaben eingegeben werden. Alternativ lässt sich ein Begriff auch mit einem vorangestellten Minuszeichen ausschließen.


Apple erläutert diese Möglichkeiten im offiziellen Benutzerhandbuch:


Suchen von E-Mails in Mail auf dem Mac


Allerdings lösen auch diese zusätzlichen Suchmöglichkeiten dein eigentliches Anliegen nicht: die freie Wahl zwischen einer klassischen, wortgetreuen und einer erweiterten, inhaltsbezogenen Standardsuche.


Gerade dein anschauliches Beispiel mit fünf tatsächlich relevanten Treffern unter insgesamt 200 Suchergebnissen verdeutlicht, weshalb eine solche Wahlmöglichkeit sinnvoll wäre.


Wenn du das bisherige Suchverhalten zurückhaben möchtest, würde ich Apple deshalb eine entsprechende Rückmeldung über das offizielle Produktfeedback für Mail empfehlen.


Beste Grüße! 🌺

PreCognition

29. Okt. 2026 17:43 als Antwort auf kaidoh


Bisher habe ich keinen Weg gefunden, die Suche in Mail zu präzisieren. Dein Tipp mit den Anführungszeichen um den Suchbegriff ist wirklich noch am besten. Gelegentlich verwende ich ein Intelligentes Postfach zur Suche nach Texten.


ich versuche, die Notwendigkeit zum Suchen einzuschränken, indem ich sehr viele Postfächer anlege und verwandte Postfächer mit Ordnern gruppiere. Beispielsweise ein Postfach mit der Regel "Gesamte email enthält ...". Dann finde ich wirklich nur emails mit diesem Text. Und kann die Suche noch zusätzlich mit Regeln für Absender oder Zeitraum einschränken.




29. Okt. 2026 22:13 als Antwort auf kaidoh

Hallo Roland,


vielen Dank für deine Rückmeldung und dafür, dass du dein Feedback bereits an Apple weitergegeben hast.


Über die Unterstützung boolescher Operatoren in Mail freue ich mich durchaus. Schließlich haben UND, ODER und NICHT seit Jahrzehnten ihren festen Platz in der Programmierung und bei der gezielten Informationssuche. Auch in den großen Suchmaschinen haben solche Operatoren lange vor dem Einzug KI-gestützter Suchfunktionen dabei geholfen, Suchergebnisse gezielt einzugrenzen.


Bei deinem Beispiel ist mir allerdings eine Kleinigkeit aufgefallen: Du hast nach `Gastvortrag UND 2026` gesucht. In meinem ursprünglichen Beispiel hatte ich die beiden Suchbegriffe bewusst in Anführungszeichen gesetzt, also `"Gastvortrag" UND "2026"`.


Die booleschen Operatoren können grundsätzlich auch ohne Anführungszeichen verwendet werden. Unter der neuen erweiterten Suche werden die einzelnen Begriffe aber offenbar weiterhin sinngemäß interpretiert. Das könnte die unerwartet höhere Trefferzahl erklären, ohne dass die UND-Verknüpfung selbst fehlerhaft sein muss.


Dass die Suche mit Anführungszeichen bei dir die erwarteten Ergebnisse liefert, spricht zumindest dafür.


Deinen eigentlichen Kritikpunkt kann ich dennoch gut nachvollziehen: Eine klassische, wortgetreue Suche sollte auch ohne zusätzliche Kniffe möglich sein. Gerade bei eindeutigen Suchbegriffen wäre eine Wahlmöglichkeit zwischen exakter und erweiterter Suche wirklich wünschenswert.


Beste Grüße! 🌺

29. Okt. 2026 21:53 als Antwort auf PreCognition

Danke für die Antwort.



PreCognition schrieb:
Apple beschreibt im aktuellen Mail-Benutzerhandbuch eine Suchfunktion, die nicht nur die eingegebenen Wörter berücksichtigt, sondern auch inhaltlich passende Nachrichten finden soll.

Das ist genau das Problem mit dem tollen neuen KI-Kram: es werden tolle Innovationen und Features versprochen, die in der Praxis nicht nur Nullkommanull funktionieren, sie machen auch gut etablierte, funktionierende Lösungen und Workflows kaputt. In der Vergangenheit hat die Suche einwandfrei funktioniert: Ich gab ein Wort ein und sah alle Treffer, in denen es vorkam. Einfach, intuitiv, logisch. Nun bekomme ich eine unüberschaubare Liste an Treffern, bei denen in 98 % der Fälle das Suchwort schlicht nicht vorkommt. Die Suchfunktion erfüllt damit für mich nicht mehr ihren Zweck. Das neue "Such-Feature" vereinfacht mir das Leben nicht, es macht es mir schwerer.


Besonders deutlich wird das bei den boolschen Operatoren (die ich kenne und auch nutze). Ich habe das Beispiel aus PreCognitions Antwort versucht. Das Ergebnis


Suche nach

Gastvortrag => 282 Treffer


Suche nach

Gastvortrag UND 2026 => 425 Treffer!


Eine Und-Suche, die die Treffermenge nicht einschränkt, sondern verdoppelt?! Sprich: auch die boolsche Suche funktioniert nach dem neuen Suchmodell nicht mehr logisch und liefert keine konsistenten Ergebnisse.


Ja, wenn ich die Suche in Anführungszeichen setze ("Gastvortrag" UND "2026"), dann klappt es, aber ich wiederhole mich: das ist nicht intuitiv (und die anderen Antworten im Strang lassen erkennen, dass es nicht nur mir so geht).


Der Zwang, unausgegorene Features als Defaulteinstellung nutzen zu müssen, ist (für mich) frustrierend und war eigentlich mal einer der Gründe, wieso ich von Windows geflohen bin.


Leicht frustrierte Grüße

Roland


PS: Danke für den Hinweis zum offiziellen Produktfeedback. Das habe ich genutzt.

29. Okt. 2026 21:45 als Antwort auf Leonie

Danke für den Hinweis. Gespeicherte Suchen verwende ich tatsächlich auch, finde die aber (im Vergleich zum Suchfeld, das mit Cmd+Alt+F nur ein Tastaturkürzel entfernt ist) ziemlich umständlich (erfordert einen Rechtsklick, Auswählen von "Suche bearbeiten" Aktivieren des Eingabefeldes in der "Gesamte E-Mail"-Zeile, Return). Das sind 4 Operationen vs. 1 Operation. Ist daher eher eine Notlösung (aber immerhin eine, die funktioniert :-))

29. Okt. 2026 23:11 als Antwort auf PreCognition

Zunächst einmal: Ich gehe davon aus, das PreCognition KI-produzierte Antworten generiert (dafür spricht schon die Geschwindigkeit, in der diese Antwort kam). Es kann sein, dass ich mich irre, halte das aber nicht für wahrscheinlich (entschuldige mich aber für diesen Fall auf alle Fälle).

PreCognition schrieb:
Bei deinem Beispiel ist mir allerdings eine Kleinigkeit aufgefallen: Du hast nach `Gastvortrag UND 2026` gesucht. In meinem ursprünglichen Beispiel hatte ich die beiden Suchbegriffe bewusst in Anführungszeichen gesetzt, also `"Gastvortrag" UND "2026"`.

Genau diesen Punkt und Unterschied habe ich doch in meinem Post doch ausführlich herausgearbeitet?! Ein Verständnis für meine Argumentation wird hier nicht deutlich und das illustriert IMO genau das Problem: Eine KI kann schlecht wissen was ich meine (und ich bin old-school und finde das sogar gut so). Es wird etwas generiert, dass struktur-semantisch passend klingt, dann noch ein wenig abgewürzt mit Affirmationen und hinaus in die Welt damit.


In Mail versucht also auch ein KI-Modell zu verstehen, was ich meine und mir dazu möglichst passende Angebote zu präsentieren ("Wenn Sie nach Gastvortrag suchen, könnte sie vielleicht auch alle Mails interessieren, in denen von Vorträgen die Rede ist, zu denen Gäste herzlich eingeladen wurden – und Mails bei denen es um ihren Gasvertrag geht"). Wenn ich eine Suche starte, möchte ich nicht erst herausfinden, was ich vielleicht eigentlich gemeint haben könnte (und was die Maschine glaubt, dass ich eigentlich gemeint haben könnte) – ich möchte finden, wonach ich suche. Einfache Suchalgorithmen, Indices. Ein Problem, was die Programmierung von Software schon vor Jahrzehnten zur überragender Zufriedenheit gelöst hat (und immer deutlich ressourcenschonender bleiben wird, als jeder KI-Einsatz zum gleichen Effekt).


Die booleschen Operatoren funktionieren grundsätzlich auch ohne Anführungszeichen. Unter der neuen erweiterten Suche können die einzelnen Begriffe dann aber offenbar weiterhin sinngemäß interpretiert werden. Das könnte auch die unerwartet höhere Trefferzahl erklären, ohne dass die UND-Verknüpfung selbst fehlerhaft sein muss

Entschuldigung, aber das stimmt nicht. Die Und-Verknüpfung ist ein Axiom der Logik, das schon seit der Antike Gültigkeit hat (die Konjunktion "Zwei Aussagen „A und B“ sind genau dann wahr, wenn sowohl „A“ als auch „B“ wahr sind."). Mail liefert nun bei der Suche eine Verknüpfung von Treffern, die *irgendwie* mit A und *irgendwie* vielleicht auch mit B zu tun haben. In der derzeitigen Form ist das nicht einmal eine gültige Oder-Verknüpfung. Aus einer strengen logischen Denkfigur ist unvorhersehbarer KI-Slop-Output geworden. Das trifft meine Vorstellung von "fehlerhaft" ziemlich gut.


Selbstgesprächige Grüße

Roland

29. Okt. 2026 23:52 als Antwort auf kaidoh

Hallo Roland,


deine abschließenden Ausführungen, insbesondere die darin enthaltenen Mutmaßungen über die Entstehung meiner Beiträge, möchte ich so nicht stehen lassen.


Aus der Geschwindigkeit einer Antwort auf deren vermeintlich KI-generierten Ursprung zu schließen und daraus wiederum Rückschlüsse auf das fachliche Verständnis des Gegenübers zu ziehen, halte ich weder für sachlich begründet noch für einen angemessenen Umgang miteinander.


Ich sehe jedenfalls keinerlei Veranlassung, meine über Jahrzehnte erworbenen Fachkenntnisse, meine eigene Wissensdatenbank oder meine Arbeitsweise gegenüber solchen Unterstellungen offenzulegen oder zu rechtfertigen.


Meine bisherigen Beiträge waren ausschließlich darauf ausgerichtet, dir bei deinem Anliegen sachlich und konstruktiv weiterzuhelfen. Eine Bewertung deiner Person, deiner Kenntnisse oder deiner persönlichen Arbeitsweise war damit zu keinem Zeitpunkt verbunden. Dieselbe respektvolle Haltung darf ich umgekehrt durchaus erwarten.


Unabhängig davon begrüße ich die kontinuierliche Weiterentwicklung von Apple und macOS, ausdrücklich auch unter macOS 27 Golden Gate. Die damit verbundenen Neuerungen weiß ich durchaus einzuordnen und für meine eigenen Arbeitsabläufe sinnvoll einzusetzen. Dass einzelne Veränderungen unterschiedlichen Erwartungen und Nutzungsgewohnheiten begegnen, ist selbstverständlich legitim und war von meiner Seite auch nie Gegenstand eines Widerspruchs.


Eine sachliche Diskussion über technische Zusammenhänge ist das eine. Persönliche Spekulationen über die Kompetenz und Arbeitsweise anderer Diskussionsteilnehmer sind etwas anderes.


Da ich meinen Beitrag zur ursprünglichen Fragestellung geleistet habe und keinen Anlass sehe, die Diskussion auf dieser Ebene fortzuführen, betrachte ich den Austausch meinerseits als abgeschlossen.


Beste Grüße! 🌺

PreCognition

30. Okt. 2026 00:42 als Antwort auf PreCognition

Hallo PreCognition,


folgende abschließende Bemerkungen möchte ich noch machen und es dann auch gut sein lassen: Wenn du die Neuerungen von Golden Gate (und zu diesen gehören ja vor allen anderen die verbesserten KI-Fähigkeiten) begrüßt, warum sollte es dann respektlos sein, wenn dich jemand vielleicht mit einer KI verwechselt? Die Möglichkeit hatte ich explizit eingeräumt und mich sogar für einen möglichen Irrtum präventiv entschuldigt.


Und da es nun auch gar nicht mehr um das Thema geht, beende ich das hier nun auch.

Nix für ungut

Roland

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