Apple Pay - Händler verlangen zusätzlich Unterschrift bzw. PIN

Grundsätzlich finde ich Apple Pay prima, die Einbindung ist einfach und die Verwendung ebenfalls. Bisher nutzte ich das Verfahren gerne. Aber seit neuestem verlangen einige Händler (z.B. meine Tankstelle am Heimatort) zusätzlich eine Unterschrift bei der Zahlung. Laut Hinweisen von Apple ist wohl ab und an auch die PIN in Deutschland nötig, von einer Unterschrift ist laut den Apple-FAQ in Deutschland jedoch nicht die Rede. Ehrlich gesagt, überlege ich mir nun, keine Zahlungen mehr per Apple Pay durchzuführen und wieder meine girocard einzusetzen. Die zusätzliche Unterschrift ist in Zeiten von Corona eine Hygienezumutung und zudem megaumständlich. Außerdem wird der Komfort von Apple Pay so vollkommen zunichte gemacht. Sollte es ein Sicherheitsproblem im Hintergrund geben, dass die Unterschrift eine zusätzliche Absicherung bedeuten soll, so wäre das erst recht ein Grund, Apple Pay nicht mehr zu verwenden.

Die angebliche Marktmacht von Apple scheint an der lokalen Macht des Händlers zu scheitern, das erstaunt mich doch ziemlich.

Apple Watch

Gepostet am 22. Juni 2020 05:39

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2 Antworten

22. Juni 2020 06:49 als Antwort auf micpo

Moin,


ich bezahle seit dem ersten Tag mit Apple Pay. In den ersten Monaten war es für die Inhaber verwirrend - da wie du gesagt hast - anders als bisher, keine Unterschrift geleistet werden muss. Ich habe mir dann sagen lassen, dass das Problem nicht die lokalen Händler sind, sondern die Betreiber der EC-Terminals. Also geht es hier nicht um lokale Marktmächte, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach um Systemfehler in der Software der EC-Anbieter.


Unabhängig davon: Meine Brieftasche ist nur noch zuhause, inzwischen ist Deutschland soweit, dass man (fast) über all per Apple Pay zahlen kann und ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren unterschrieben zu haben, geschweige denn eine PIN eingegeben zu haben.

22. Juni 2020 08:13 als Antwort auf flx_94

Teilweise richtig, der lokale Händler hat (meist) in der Tat keinen Einfluss auf die Systematik der Bezahlterminals. Das regeln die Netzbetreiber der Terminals bzw. befehligen die großen Ketten (Tankstellen, Supermärkte) für ihre jeweiligen Händler. Es handelt sich aber aktuell nicht um einen Systemfehler, sondern wie mir scheint um eine absichtliche Einstellung der jeweiligen Netzbetreiber. Da setzt wie gesagt mein Unverständnis ein, dass Apple sich das bieten lässt, dass der Netzbetreiber für derartige Zahlungen eine zusätzliche Unterschrift verlangt.


Somit hebt sich Apple ja nicht mehr von den übrigen Zahlarten wie z.B. girocard ab. Und das will Apple ja schon :-) Werblich legt Apple großen Wert darauf, dass die Apple Pay-Zahlungen so einfach wie möglich abgewickelt werden können. Als Bankkaufmann in diesem Arbeitsbereich kann ich hinter den Kulissen berichten, dass Apple uns den genauen Wortlaut und die exakten Veröffentlichungsdaten jeglicher Werbung für Apple Pay vertraglich und unter Strafandrohung anbefohlen hat. Irgendwie passt das für mich gar nicht mehr zusammen: Erst knallharte Vorgaben und jetzt extrem schwammige Umsetzung. Für mich hat diese Zahlart durch die Einschränkungen der Netzbetreiber leider erheblich an Qualität und Klasse verloren. Ist nur noch eine von vielen (virtuell kann ich z.B. auch mit meiner girocard zahlen, geht auch kontaktlos und je nach Betragshöhe ohne PIN/Unterschrift). Schade irgendwie, Chance vergeben.

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