Gender-Sprache in Apple Musik

Wenn man in Apple Musik in der Suche "Rod Stewart" eingibt, kommt man auf die Übersichtsseite von Rod Stewart und dort steht als Eintrag weiter unten "Playlists der Künstler:innen“.


Im Fall des Sängers Rod Stewart macht diese Formulierung überhaupt keinen Sinn. Denkbar wäre noch „Playlists des Künstlers“ ! oder einfach nur "Playlists", dann wäre noch alles einfacher.


Rod Stewart ist bekanntlich ein Mann und definiert sich selbst auch so. Zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bekannt.


Ich bin seit 30 Jahren Apple User und möchte - besser muss - an einem professionellen Arbeitsgerät arbeiten, wo ich täglich peinlich genau auf korrekte Rechtschreibung achten muss.


Deshalb erwarte ich mir, dass sich Apple neutral verhält und keine gesellschaftspolitischen Sprachveränderungen in die Softwaresprache einbringt, die weder demokratisch legitimiert wurden, noch Teil der offiziellen dt. Rechtschreibung (Duden) sind.


In iOS 15 und Mac OS 15 soll angeblich das Gendern noch umfangreicher werden und deshalb interessiert mich die Meinung hier, ob Apple in den Systemeinstellungen das Feature "Gendersprache" oder wie immer man diese Sprache nennt, vom User selbst an- oder abschaltbar integrieren sollte.


Oder soll es all denen, welche die nach wie vor die geltende dt. Rechtsschreibung verwenden müssen und das auch nicht anders möchten, vorgeschrieben werden ?


Gepostet am 03. Aug. 2021 06:44

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Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 14. Aug. 2021 01:15

Das können sie auch gerne machen, solange sie die Option anbieten es abzustellen. Dann kann jeder gendern der mag, und die es ablehnen sind auch glücklich. Für eine Firma mit den Ressourcen von Apple sollte das ja eine einfache Übung sein.

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89 Antworten

03. Aug. 2021 11:36 als Antwort auf flx_94

Warum man sich an einem Zwang stören kann hat folgenden Grund: wer soll den die großen Meister der Literatur umschreiben ? Dass das nicht geht, dürfte auf der Hand liegen, und v.a. ist es ein ethisches Problem, ob man derart in geistige Werke von Schriftstellern eingreifen darf. Das wäre eine extra Diskussion. Im Ergebnis werden diese großen Werke unlesbar für Schulen. Doch noch einmal zurück zum Thema und ich formuliere die Frage gerne konkreter: was spricht dagegen, es jedem einzelnen User selbst zu überlassen, ob im Betriebssystem und in einzelnen Apps (z.B. Apple Musik) Gendersprache angezeigt wird ? Oder sind wir schon soweit, dass es nur noch eine "legitime" Meinung gibt ?

07. Aug. 2021 13:57 als Antwort auf LukasG1

Ich habe es schon in einem anderen Post geschrieben, sollen doch bitte Frauen generell alles wo es passt mit "innen" schreiben und Männer eben nicht. Jeder weis was gemeint ist und die Lesbarkeit leidet darunter nicht! Ein "Neusprech" wird dadurch vermieden!? Andererseits weis auch so jeder der denken -kann und das auch tut- was gemeint ist und ein "Neusprech" ist nicht erforderlich. Mich stören diese ":" oder "*" beim Lesen so sehr, daß ich in Zukunft solche Texte vermeiden werde. Macht doch Apple mal den Vorschlag, die englische Sprache "gendergerecht" zu ändern und statt "mankind" in Zukunft "wo:mankind" zu schreiben.

07. Aug. 2021 22:38 als Antwort auf DiSasso

Wenn das so einfach wäre, dann wäre die Diskussion sicher weniger emotional.

Alle linguistischen, soziologischen und politischen Studien zeigen, dass, wenn eine Gesellschaft Geschlechtergerechtigkeit erreichen will, es eine deutliche Anstrengung in allen Bereichen braucht. Es ist leider noch immer so, dass, wenn in einem Text von Astronauten die Rede ist, sich alle Leser:innen, Männer wie Frauen, natürlich Männer als Astronauten vorstellen und keine Frauen.

Das war lange bei Ärzten, Lehrern, Professoren u.a. genau so. Bei Lehrerinnen und Ärztinnen ändert sich das gerade.

Apple ist da auch einem guten Weg, wobei es da aktuell - jedenfalls in Deutschland, einen deutlichen Mangel an Frauen und en Teams gibt, in allen Stores, bei allen Sessions. Auch hier in der Community.

Einen schönen Sonntag dir

Christine

08. Aug. 2021 00:48 als Antwort auf christine33

Ich kann Dir da leider nicht folgen. Die Grammatik hat nichts mit dem Sexus zu tun, ein ändern und komplizieren der Sprache bewirkt eher das Gegenteil von dem was einige Menschen (ich gehe davon aus, daß jeder weis, es sind Männer und Frauen gemeint) gerne erreichen möchten. Wenn jemand schreibt die Menschheit (eine feminine Grammatikform), fühle ich mich als Mann auch angesprochen. Ich behaupte mal, daß jeder, der weis was Astronauten sind, auch weis das es auch Frauen darunter gibt. Auch einen schönen Sonntag, ich geniesse ihn hier i.A. ohne weiblichen Beistand habe aber viele gute Freunde zu Besuch, ich glaube jeder wird verstehen, daß darunter auch "weibliche Wesen" sind, Kinder übrigens auch. Sollten die auch "gegendert" werden? Die deutsche Grammatik würde das wie im Latein ja hergeben.😎

14. Aug. 2021 01:59 als Antwort auf christine33

Ich bin überzeugt, sie erreichen damit das Gegenteil. Es gab und gibt immer Versuche das auch über andere Bereiche zu erreichen, so z.B. über "Quoten" . Ich erinnere mich sehr gut an einen hochintelligenten amerikanischen Lehrer für Kinder von Armeeangehörigen, der keine Chance hatte befördert zu werden. Er hat mir mal geagt "wrong ***, wrong colour". Er war ein weißer Mann! Wenn sie das wirklich wollen, sollen sie doch bitte in Amerika anfangen und den Deutschen ihre Sprache selbst überlassen. In anderen Bereichen würden die größten Protagonisten des "Genderns" sich eine amerikanische Einmischung in innerdeutsche Angelegenheiten verbeten und das mit deutlichen Worten!

14. Aug. 2021 03:14 als Antwort auf DiSasso

@DiSasso: na ja, ich denke, dass das Thema "Aluhut" (trotzdem) ein Nebenthema ist und mit dem Thema Gendersprache nichts zu tun hat. Meistens wird versucht, eine Diskussion in dieses Reizthema umzulenken, damit das eigentliche Thema, hier: erzwungenes Gendern in einem Betriebssystem ohne Wahlmöglichkeit, in Vergessenheit gerät. Deshalb ist es wichtig, in Sachdiskussionen jegliche Emotion herauszunehmen, und bei den Kernfragen zu bleiben, die da waren:


  • Wie kann verhindert werden, dass bei Einführung einer Gendersprache künftige Schüler nicht mehr die großen Literaten und Philosophen der Vergangenheit (Goethe, Schiller, Lessing, Aristoteles etc.) lesen können (besser: dürfen), weil diese ja nicht "gendergerecht" vorliegen ? Wer sollte diese Werke alle "übersetzen", wie lange würde das dauern, was würde das kosten und darf aus ethischer Sicht in das geistige Eigentum auch von Verstorbenen so eingegriffen werden ? Im Ergebnis würden die Menschen im deutschsprachigen Raum von diesem unschätzbaren Erbe einfach abgeschnitten, was in anderen Ländern nicht der Fall wäre, weil nur hier diese Diskussion von wem auch immer entfacht wurde. In Frankreich ist Gendersprache in den Schulen per Erlass aus gutem Grund verboten worden (vgl. FAZ-Artikel).
  • Gendersprache würde die Blinden diskriminieren, denn diesen muss Gendersprache vorgelesen werden.
  • Gendersprache ist nicht demokratisch legitimiert, sondern rein politisch motiviert von einer Minderheit und es gibt eine offizielle deutsche Rechtsschreibung, die für ALLE Geltung hat, es geht ganz einfach nicht, wenn sich Minderheiten hier eigenmächtig nach Lust und Laune nicht dran halten, ansonsten sind der Anarchie Tür und Tor geöffnet.

03. Aug. 2021 08:58 als Antwort auf christine33

Ich habe ja auch nichts dagegen, dass Apple hier alle ansprechen möchte. Apple hat ja auch schon genderneutrale Emojis eingeführt, was definitiv sehr sinnvoll für manche Leute ist. Jedoch fände ich es auch richtig, wenn jeder Nutzer selber entscheiden kann, wie er angesprochen werden möchte. Deshalb sollte Gendersprache auf dem iPhone / iMac / MacBook optional sein. Vor allem dann, wenn man mal berücksichtigt, wieviel Geld die Kunden mitunter dafür auf den Tisch legen.

03. Aug. 2021 11:37 als Antwort auf hiresojv

Moin,


naja, im Grunde spekuliert ihr hier über eine Tatsache, die noch gar nicht in Kraft getreten ist.

Du schreibst eingangs selbst "In iOS 15 und Mac OS 15 soll angeblich das Gendern noch umfangreicher werden...". (Übrigens ist das kommende Update MacOS12 - aber sowas kann nach 30 harten Userjahren und peinlicher Korrektheit schon mal passieren.)


Da stellt sich mir schon die Frage, was genau du diskutieren willst. Eine hypothetische Annahme ohne jegliche Grundlage? In den Developer und Public Betas konnte ich bisher keine "Verschlimmerung" (es ist traurig, dass ich das so schreiben muss) feststellen.


BTW: Entschuldigt bitte die teilweise enthaltene Ironie, aber ich kann bei solch an den Haare herbeigezogenen Diskussionen nicht ernst bleiben.

03. Aug. 2021 12:46 als Antwort auf hiresojv

Wenn du die Nachrichten in einigen dritten Programmen verfolgst: es ist tatsächlich schon aussprechbar.

Aber: um beim Thema zu bleiben, Sprache verändert Bewusstsein, bei allen. Seit ich hier regelmäßig (mit-)schreibe merke ich, um wie viel achtsamer ich überlege, was genau ich meine und wie genau ich es formulieren will. Das funktioniert leider noch nicht immer, aber immer besser.

Übrigens fällt dann ganz nebenbei auch auf, wie viel „falsch bezogen“ geschrieben wird, auf ein weibliches Substantiv ganz selbstverständlich in der männlichen Form. Was tatsächlich grammatikalisch falsch ist.

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