Originale Apple-Aufkleber ruinieren Eloxierung am MacBook Pro

Was für eine Sauerei. Die eigenen Apfelaufkleber hinterlassen in der Eloxierung des Deckels (Space grau) nicht entfernbare Spuren. Quasi eine Art Tätowierung in der Oberfläche, die durch keine Reinigungsmaßnahmen verschwindet. Nun möchte ich nach zwei Jahren das Gerät verkaufen und habe deswegen bei den Ankaufportalen einen unvorstellbar hohen Verlust. Was sagt der Applesupport dazu … ist doch uns egal. Wie kann das sein? Die eigenen Aufkleber »zerstören« die eigene Oberfläche und Apple ist unschuldig und muss auch keinen Austausch vornehmen ... was für eine Frechheit. Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Gepostet am 29. Aug. 2022 09:01

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Gepostet am 01. Sept. 2022 13:41

Eloxal ist nichts anderes als Aluminiumoxid, eine der härtesten und reaktionsträgsten Substanzen. Da tut sich mit UV nix.


Am Rand des Aufklebers tritt ws etwas Kleber aus, der in Verbindung mit Staub unter UV-Einfluss tatsächlich aushärten könnte. Aber mit dem Al2O3 reagiert er bestimmt nicht.


Manche Kleber auf Kunstharzbasis kann man durch Erwärmen wieder viskos bekommen. Es genügen schon Temperaturen von ca. 45-50°C. Ein vorsichtiger Versuch mit einem Fön schadet dem Deckel sicher nicht. Die Temperatur kann man mit der Hand kontrollieren. Dann mit einem Wattestäbchen den Kleber aufnehmen.


Schleifpapier (auch das feinste) hinterlässt Spuren. Immer.

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01. Sept. 2022 13:41 als Antwort auf Masterguggi

Eloxal ist nichts anderes als Aluminiumoxid, eine der härtesten und reaktionsträgsten Substanzen. Da tut sich mit UV nix.


Am Rand des Aufklebers tritt ws etwas Kleber aus, der in Verbindung mit Staub unter UV-Einfluss tatsächlich aushärten könnte. Aber mit dem Al2O3 reagiert er bestimmt nicht.


Manche Kleber auf Kunstharzbasis kann man durch Erwärmen wieder viskos bekommen. Es genügen schon Temperaturen von ca. 45-50°C. Ein vorsichtiger Versuch mit einem Fön schadet dem Deckel sicher nicht. Die Temperatur kann man mit der Hand kontrollieren. Dann mit einem Wattestäbchen den Kleber aufnehmen.


Schleifpapier (auch das feinste) hinterlässt Spuren. Immer.

01. Sept. 2022 04:36 als Antwort auf Community-Benutzer

Die Aluminiumoxidschicht, die das Gehäuse des Macbook vor Korrosion schützt, hat Mikroporen, die z.B. das färbende Pigment aufnehmen. Natürlich machen diese Poren das gleiche mit Klebstoffen oder anderen viskosen Substanzen (Stichwort: Diffusion/Osmose). Darauf bleibt dann Staub o.ä. haften, der die Ränder verursacht. Man könnte versuchen, diesen Rand vorsichtig mit einem Q-Tip und etwas Waschbenzin zu entfernen.


Ansonsten stimme ich den anderen hier zu. Früher hatte ich mal einen auf der Heckklappe und ich habe sogar noch einen dieser Regenbogen-Aufkleber aus den 80/90ern an einem alten Mountainbike kleben.


Der Rest kümmert meist in den OVP's vor sich hin....

02. Sept. 2022 07:53 als Antwort auf Masterguggi

Schon gut. Ich wollte erst zurückpampen und habe dann kurz darüber nachgedacht, wie es mir wohl mit so etwas gehen würde. Das willst du eher nicht wissen.


Die hellen Ränder sind genau unter den durchsichtigen der Äpfel. Im Nachhinein muss ich dir Recht geben. UV, der Kleber und die Farbpigmente vertragen sich nicht. Wenn es nur der Kleber gewesen wäre, müsste die ganze Fläche ausgebleicht sein. Also hat Licht etwas damit zu tun.


Produkthaftung hin oder her. Apple ist bei so etwas schwer zu fassen. Man kann das eigentlich nur publik machen und hoffen, dass es anderen nicht auch passiert. Und Apple die blöden Aufkleber „unschädlich“ macht.


Mein Mitgefühl hast du - ohne Ironie.



01. Sept. 2022 07:02 als Antwort auf Masterguggi

Hallo Masterguggi


Ganz ehrlich. Also ich find das das sogar ganz cool aussieht. Also so auf dem Foto. In real kann ich es natürlich nicht beurteilen.


Alternativ. Bei e... oder A..... gibt es Schutzaufkleber für die komplette Ober- & Unterseite auch in silber Die könntest du drauf kleben in der passende Farbe. Habe ich bei meinem gemacht. Man sieht fast keinen Unterschied oder man schaut es weg. Wie auch immer.


Mit freundlichen Grüßen


Oder ganz feine Schmirgelpapier & die ganze Fläche vorsichtig per Hand machen das es gleichmäßig aussieht.

Mit 4 000er Körnung anfangen ob es da schon weggeht & wenn nicht die nächst gröbere Stufe 3 000er usw.

Dann kann man ja wieder feiner werden.


Mit freundlichen Grüßen

29. Aug. 2022 12:44 als Antwort auf Masterguggi

Hallo,


muss ich mir das so vorstellen, wie die unterschiedliche Farbgebung, wenn Holz lange Zeit teilweise abgedeckt wurde und somit bspw. nur teilweise der UV-Strahlung ausgesetzt wurde, oder wie Karosserie-Lack, auf dem bspw. Werbeaufkleber angebracht wurden?


Sprich die Oberfläche ist vermutlich etwas „satter“ in der Farbgebung, wo einst der Aufkleber prange?


Ich frage mich, was Dich dabei verwundert, denn eine „geschützte“ Oberfläche ist weniger den Umwelteinflüssen und Gebrauchseinflüssen ausgesetzt, als jene, die nicht abgedeckt ist…


Somit war dies (eigentlich) von Beginn an absehbar und nicht im Verantwortungsbereich egal welchen Herstellers verortet, das gleiche Ergebnis hätte im Übrigen auch ein Klebstreifen oder Adhäsionsfolie erbracht.


Dennoch wünsche ich Dir viel Erfolg beim Verkauf…

01. Sept. 2022 15:14 als Antwort auf Netcracker

Natürlich ist es so, dass es nicht mehr original aussieht wenn ich mit Schmirgelpapier arbeite. Deswegen ja die komplette Fläche schleifen/polieren damit es ein einheitliches Bild gibt. Und mit wenig Druck arbeiten.

Man muss das dann auch wollen & wissen was man macht.

Es gibt im Karosseriebau auch Gummischeiben/ Radierer damit werden Aufkleber & Karosseriekleber entfernt. Vielleicht gibt es das auch in klein für einen Dremel beim Modellbau.


Aber mein Favorit ist lasen wie es ist. Sieht doch auf dem Bild ganz cool aus.



02. Sept. 2022 03:36 als Antwort auf Masterguggi

Das ist keine "steile These" sondern ein Erklärungsversuch. Ich hatte das so verstanden, dass der Aufkleber auf dem Gehäuse einen "schwarzen Rand" hinterlassen hat. Das Foto hatte ich offen gestanden übersehen.


Im Nachhinein sind dann natürlich auch meine anderen Ratschläge sinnlos.


Etwas Vergleichbares ist mir in >30 Jahren Mac und mehr als 15 mit Alu-Modellen nicht untergekommen.

Das Forum hat in Deutschland keine wirklich grosse Reichweite, weil die meisten User nur bei einem Problem ein-zwei Mal hier posten und dann wieder im Nirvana verschwinden. Die Handvoll "Dauergäste" hier haben offenbar so etwas noch nicht gesehen.


Ich würde das an deiner Stelle mal im US-Forum oder einem freien Mac-Forum posten. Würde mich interessieren, ob dabei etwas herumkommt.


Hab' bei allem Ärger (den ich nachvollziehen kann) etwas Verständnis für die Art und Weise, in der hier im Forum diskutiert wird. Keiner von uns hat etwas mit Apple zu tun, wir machen das alle freiwillig. Ausserdem sind Wissens- und Kenntnisstände der Forenteilnehmer sehr unterschiedlich.

01. Sept. 2022 22:44 als Antwort auf Netcracker

1) Nach 70% IPA, Aceton und allen anderen Substanzen befindet sich auf dem Alu kein my mehr von irgendeinem Kleber, den man mit einem Wattestäbchen aufnehmen könnte.

2) Wenn ihre steile UV-These stimmen würde, warum ist dann nur der Bereich des Aufklebers ausgebleicht und heller, der transparent und nicht bedruckt ist? Die bedruckte Füllung des Apfels ist dunkel und der unbedruckte Rand ist exakt in der Breite hell ... das schafft kein Staub dieser Welt. Noch dazu wie sie meinen, dass ausgetretener Kleber dies verursacht hätte, dann wäre die Verfärbung ja außerhalb des Aufklebers/Apfels.

3) Meine Ursprungsfrage, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wird hier leider nicht beantwortet. Ich möchte keine Reinigung- und Entfernungstipps, da die Reperatur von apples schlampig produziertem Gehäuse gar nicht als meine Aufgabe als Käufer sehe. Ich finde das Thema Kulanz bei einem 4000.- Euro Produkt viel entscheidender und hier geht apple nur den Weg der Ignoranz. Das finde ich die große Sauerei.



01. Sept. 2022 06:33 als Antwort auf Masterguggi

Adsorptives Färben 


Mit organischen Farbstoffen

Nach dem Eloxieren wird das Aluminium in heiße Farbstofflösung getaucht und anschließend gespült. Beim Färben mit diesem Verfahren lagern sich die Farbstoffmoleküle vorwiegend in den oberen Bereichen der Poren der Eloxal-Schicht an und gehen Bindungen mit der Oxidschicht ein. Je mehr Farbstoff sich in der Lösung befinden, desto mehr lagern sich in der Oxidschicht an.


Mit anorganischen Farbstoffen

Das Aluminium wird nach dem Eloxieren neutralisiert, gespült, und in Farbbädern mit Metallsalzlösungen eingefärbt. Die Ionen der Lösung sammeln sich in den Poren der Eloxal-Schicht an und werden zu einem Feststoff. Die genauen Vorgänge sind jedoch noch nicht ausreichend geklärt.


Elektrolytisches Färben 


Das elektrolytische Färben wird mit Wechselspannung durchgeführt. Der Elektrolyt enthält ein färbendes Metallsalz. Die Dauer der Elektrolyse hängt von der erwünschten Farbtiefe ab. Die Metallionen dringen tief in die Poren der Schicht ein. Die so zum Teil mit Metall gefüllten Poren verursachen nun durch Aufnahme- und Streueffekte eine lichtechte Färbung.

Gefärbte Eloxal-Überzüge sind sehr verbreitet und die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten stehen offen, z. B. Gehäuse, Zifferblätter, Erkennungsringe für Vögel, Schmuck, verschiedene Gewehrteile.


Quelle: https://www.chemie.de/lexikon/Eloxal-Verfahren.html#Adsorptives_F.C3.A4rben

02. Sept. 2022 09:49 als Antwort auf einsjasper

Ich hatte eigentlich jedes iPhone welches es gab/gibt vom iPhone 2G bis jetzt da auch ein paar iPads/iPods und Macs da sind die Sticker aber noch in den Originalen Kartons im Regal die Sticker kommen aus dem Büro bei 1000 Geräten kommt gefühlt jede Woche mindestens ein Gerät zurück und geht in die Reparatur irgendwann hab ich angefangen die Sticker und die Sim-Nadeln aufzuheben und liegen halt bei mir am Platz, die Kollegen nehmen sich hier aber immer Nadeln und Sticker und kleben diese Sticker auf ihre Windows-Kisten 🤨 - Sind aber Plastikbomber und auch hier hinterlassen die Sticker Spuren um wieder zum Topic zurückzufinden

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