iPhone gehackt

Kann mein Handy gehackt werden? Und wie erkenne ich das?

iPhone 12, iOS 17

Gepostet am 12. Feb. 2024 00:45

Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 12. Feb. 2024 02:23

Hallo juliane27,


Kurze Antwort: Ja, dein Handy kann gehackt werden und erkennen kannst du das oft gar nicht, bzw. wenn du es erkannt hast, ist es meist schon zu spät.



Jetzt aber noch etwas ausführlicher (und auch um dir da hoffentlich ein bisschen die Angst zu nehmen):


Jedes Gerät, auf das in irgendeiner Art und Weise Zugriff von Außen zulässt, kann in irgendeiner Art und Weise auch gehackt werden. Das betrifft jedes Handy, jeden Computer, die neue Smart-Fridge oder Wlan-Türklingel/-Kamera - und wenn man es etwas abstrakter sieht können auch wir Menschen gehackt werden (siehe Taschendiebstahl oder Enkel-Trick, usw.).

Die Frage ist aber immer, was für einen Aufwand und welchen Nutzen kann jemand daraus ziehen.


Beim Handy und Computer ist der Aufwand oft relativ gering (Email mit schädlichem Link an Millionen Leute schicken - einer wird schon draufklicken) und der potentielle Nutzen ist riesig.

Wir speichern auf unseren Geräten mitunter hoch sensible Daten, die in den falschen Händen (für uns) großen Schaden anrichten können.


ABER: Die häufigste (mir bekannte) Art, wie jemand Zugriff auf dein Gerät erlangt, ist:

Du gewährst sie ihm!

Mit dem Klick auf den Link in der vermeintlich Mahnung vom Bezahlservice, den schon ewig nicht mehr nutzt.

Oder indem du etwas herunterlädst und installiert, das aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle kommt.

Oder wenn du deine Benutzerdaten auf einer Phishing-Seite eingibst, weil du sie für die offizielle Seite gehalten hast.

Auf die "nigerianischer Prinz will dir Geld schenken, du musst nur vorab die Überweisungskosten zahlen"-Email gehe ich jetzt nicht weiter ein :)



Meine besten Tipps für dich (so bin ich zumindest bisher gut durchgekommen):

  • Sei immer dann misstrauisch, wenn jemand etwas von dir haben und/oder dir etwas schenken/extrem günstig anbieten will - speziell, wenn du den Kontakt nicht selbst eingeleitet hast.
  • Auch bei Mahnungen/Kündigungen/Kontaktanfragen von Diensten, bei denen du dich im ersten Moment fragst "Hä, was soll das denn?", sofort wachsam werden. Unter Umständen Betreiber direkt kontaktieren - nicht durch einen eventuell angebotenen Link in der Mail, sondern Anbieter bei einer der großen Suchmaschinen eingeben und dann auf der echten Homepage nach Kontakt suchen.
  • Absender von zweifelhaften Emails prüfen. Oft wird dir ein "Klarname" von einem Dienst angezeigt, aber wenn du die Email-Adresse genau anschaust passt sie nicht dazu.
  • Nutze 2-Faktoren-Authentifizierung wo nur möglich.
  • Benutze Passwörter nie zweimal und wechsle sie bei deinen sensiblen Diensten regelmäßig (Online-Banking, Kreditkarte, Online-Shopping, etc.). Ein ordentlicher Passwortmanager (darf auch ruhig was kosten) ist hier goldwert. Und natürlich bitte keine Passwörter verwenden, die man erraten kann (wie z.B. Name des Kindes + Geburtsdatum oder sowas...)
  • Kontrolliere regelmäßig, ob es von deinen Accounts verdächtige Abbuchungen/Bestellungen gab und sperre im Zweifel deine Zahlungsmöglichkeit - wenn es doch berechtigt war kann man das hinterher meist einfacher lösen, als anders herum.



Über eines muss man sich bei aller Vorsicht trotzdem bewusst sein:

Alle diese Maßnahmen erhöhen den Schutz vor unbefugten Zugriffen - aber eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht - so wie dir im "echten" Leben auch jederzeit jemand deine Brieftasche klauen oder in dein Haus einbrechen könnte.

Die Frage ist halt aber immer. Wie einfach machst du es ihnen?


Hoffe das hilft dir weiter.

Schöne Woche noch.

2 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

12. Feb. 2024 02:23 als Antwort auf juliane27

Hallo juliane27,


Kurze Antwort: Ja, dein Handy kann gehackt werden und erkennen kannst du das oft gar nicht, bzw. wenn du es erkannt hast, ist es meist schon zu spät.



Jetzt aber noch etwas ausführlicher (und auch um dir da hoffentlich ein bisschen die Angst zu nehmen):


Jedes Gerät, auf das in irgendeiner Art und Weise Zugriff von Außen zulässt, kann in irgendeiner Art und Weise auch gehackt werden. Das betrifft jedes Handy, jeden Computer, die neue Smart-Fridge oder Wlan-Türklingel/-Kamera - und wenn man es etwas abstrakter sieht können auch wir Menschen gehackt werden (siehe Taschendiebstahl oder Enkel-Trick, usw.).

Die Frage ist aber immer, was für einen Aufwand und welchen Nutzen kann jemand daraus ziehen.


Beim Handy und Computer ist der Aufwand oft relativ gering (Email mit schädlichem Link an Millionen Leute schicken - einer wird schon draufklicken) und der potentielle Nutzen ist riesig.

Wir speichern auf unseren Geräten mitunter hoch sensible Daten, die in den falschen Händen (für uns) großen Schaden anrichten können.


ABER: Die häufigste (mir bekannte) Art, wie jemand Zugriff auf dein Gerät erlangt, ist:

Du gewährst sie ihm!

Mit dem Klick auf den Link in der vermeintlich Mahnung vom Bezahlservice, den schon ewig nicht mehr nutzt.

Oder indem du etwas herunterlädst und installiert, das aus einer nicht vertrauenswürdigen Quelle kommt.

Oder wenn du deine Benutzerdaten auf einer Phishing-Seite eingibst, weil du sie für die offizielle Seite gehalten hast.

Auf die "nigerianischer Prinz will dir Geld schenken, du musst nur vorab die Überweisungskosten zahlen"-Email gehe ich jetzt nicht weiter ein :)



Meine besten Tipps für dich (so bin ich zumindest bisher gut durchgekommen):

  • Sei immer dann misstrauisch, wenn jemand etwas von dir haben und/oder dir etwas schenken/extrem günstig anbieten will - speziell, wenn du den Kontakt nicht selbst eingeleitet hast.
  • Auch bei Mahnungen/Kündigungen/Kontaktanfragen von Diensten, bei denen du dich im ersten Moment fragst "Hä, was soll das denn?", sofort wachsam werden. Unter Umständen Betreiber direkt kontaktieren - nicht durch einen eventuell angebotenen Link in der Mail, sondern Anbieter bei einer der großen Suchmaschinen eingeben und dann auf der echten Homepage nach Kontakt suchen.
  • Absender von zweifelhaften Emails prüfen. Oft wird dir ein "Klarname" von einem Dienst angezeigt, aber wenn du die Email-Adresse genau anschaust passt sie nicht dazu.
  • Nutze 2-Faktoren-Authentifizierung wo nur möglich.
  • Benutze Passwörter nie zweimal und wechsle sie bei deinen sensiblen Diensten regelmäßig (Online-Banking, Kreditkarte, Online-Shopping, etc.). Ein ordentlicher Passwortmanager (darf auch ruhig was kosten) ist hier goldwert. Und natürlich bitte keine Passwörter verwenden, die man erraten kann (wie z.B. Name des Kindes + Geburtsdatum oder sowas...)
  • Kontrolliere regelmäßig, ob es von deinen Accounts verdächtige Abbuchungen/Bestellungen gab und sperre im Zweifel deine Zahlungsmöglichkeit - wenn es doch berechtigt war kann man das hinterher meist einfacher lösen, als anders herum.



Über eines muss man sich bei aller Vorsicht trotzdem bewusst sein:

Alle diese Maßnahmen erhöhen den Schutz vor unbefugten Zugriffen - aber eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht - so wie dir im "echten" Leben auch jederzeit jemand deine Brieftasche klauen oder in dein Haus einbrechen könnte.

Die Frage ist halt aber immer. Wie einfach machst du es ihnen?


Hoffe das hilft dir weiter.

Schöne Woche noch.

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