Aktualisierung der Luftaufnahmen in Thailand

Die Satellitenaufnahmen in Thailand und im speziellen Region Nongsonghong sind weit über 5 Jahre alt. Die Satelliten registrieren ja täglich. Warum kann Apple (und übrigens auch Google) nicht öfters die Luftaufnahmen aktualisieren?


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Gepostet am 30. Mai 2025 10:58

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Gepostet am 30. Mai 2025 23:52

An Original-Satelliten- oder Luftbilder zu kommen ist gar nicht so einfach. Man kann sie z.B. hier erwerben: https://gdz.bkg.bund.de/index.php/default/webdienste/digitale-orthophotos.html, aber wie man sieht, sind selbst für den Privatkunden Orthophotos teuer und auf Satellitendaten haben nur Bundesbehörden Zugriff.


Das ist auch logisch. Satellitenfotos sind meist hochauflösend und zeigen auch Details, die von militärischer und wirtschaftlicher Bedeutung sind. Kein Staat der Welt kann daher wollen, dass tagesaktuelle Aufnahmen weltweit verbreitet werden. Alles andere anzunehmen, wäre naiv und weltfremd.


Auf die hier angesprochene Region bezogen, kann das bedeuten, dass dort militärische Einrichtungen oder strategisch wichtige Strassen/Eisenbahnverbindungen bestehen, die geheim bleiben sollen. Seit 2014 hat das Land ausserdem eine Militärregierung, die hier sicher eine Rolle spielt.


In Europa gibt es auch ein gutes Beispiel: der militärische Teil des Hafens Toulon (FRA), der auf Satellitenbildern nur verpixelt dargestellt wird.

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15 Antworten
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30. Mai 2025 23:52 als Antwort auf christine33

An Original-Satelliten- oder Luftbilder zu kommen ist gar nicht so einfach. Man kann sie z.B. hier erwerben: https://gdz.bkg.bund.de/index.php/default/webdienste/digitale-orthophotos.html, aber wie man sieht, sind selbst für den Privatkunden Orthophotos teuer und auf Satellitendaten haben nur Bundesbehörden Zugriff.


Das ist auch logisch. Satellitenfotos sind meist hochauflösend und zeigen auch Details, die von militärischer und wirtschaftlicher Bedeutung sind. Kein Staat der Welt kann daher wollen, dass tagesaktuelle Aufnahmen weltweit verbreitet werden. Alles andere anzunehmen, wäre naiv und weltfremd.


Auf die hier angesprochene Region bezogen, kann das bedeuten, dass dort militärische Einrichtungen oder strategisch wichtige Strassen/Eisenbahnverbindungen bestehen, die geheim bleiben sollen. Seit 2014 hat das Land ausserdem eine Militärregierung, die hier sicher eine Rolle spielt.


In Europa gibt es auch ein gutes Beispiel: der militärische Teil des Hafens Toulon (FRA), der auf Satellitenbildern nur verpixelt dargestellt wird.

31. Mai 2025 10:38 als Antwort auf gregor164

Ich bin eigentlich ganz froh, dass die Satellitenbilder inzwischen nur noch 5 Jahre alt sind. Das war früher ziemlich schlechter.


Ich weiss nicht, was für Satelliten von Maxar Technologies eingesetzt werden, von denen Apple die Satellitenbilder für die Karten bezieht (ausserhalb von China). Satelliten, die bei jedem Umlauf nur einen schmalen Streifen aufzeichnen, um sehr hochaufgelöste Bilder zu bekommen, haben eine Wiederbesuchszeit von einem Monat und können uns jeden Monat ein neues Bild geben. Über Wüstengebieten könnten wir daher jeden Monat ein neues Bild bekommen. Aber Thailand liegt in den Tropen. Da brauchen wir auch Glück mit dem Wetter. Und die Bilder, die wir in den Wolkenlücken aufnehmen, müssen wie ein Puzzle zu einem wolkenlosen Bild zusammengesetzt werden. Diese Nachbearbeitung ist auch mit Computerhilfe sehr aufwendig. Auch in den gemässigten Breiten, beispielsweise über Deutschland, haben wir nicht sehr oft wolkenfreie Bilder. Das hängt dann sehr von der Jahreszeit ab.


Ich verwende die Satellitenbilder in den Karten vor allem, um die Landschaft zu sehen. Die Berge, Täler und Flüsse verändern sich in fünf Jahren nicht so sehr.





01. Juni 2025 01:13 als Antwort auf gregor164

Gern geschehen, gregor164. 😊

Ich hatte früher viel mit der Auswertung von Satellitenbildern zu tun. In regenreichen Gebieten habe ich dann lieber auf die Bilder von RADAR Satelliten zurückgegriffen, die waren auch bei bewölktem Himmel brauchbar, nur leider noch teurer als die Bilder im optischen Bereich. Und für Apples Karten auch nicht so gut geeignet, da sie für Laien schwerer zu interpretieren sind.




31. Mai 2025 18:06 als Antwort auf gregor164

Moin gregor164,


Sorry das ich mich hier so Einklinge.


In Deutschland hatten wir lange Jahr offene Karten, sprich ich konnte mir MArs (Marine Arsenal) und MaSpKo (Marine Stützpunkt Kommando) Standorte anschauen, seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geht das nicht mehr. Hier mal ein Beispiel vom MArs 4xx (Nummer bewusst zensiert, da nicht öffentlich zugänglich) in Kiel (lustig in Kiel, hier ist das MsSpKo nicht zensiert, siehe Tripitzhafen):



Nur ein ganz simples Beispiel wie in einem Staat wie Deutschland die Karten (meiner Meinung nach verständlich) eingeschränkte werden. Ich persönliche kenne nicht die Situation in Thailand nicht, ich kenne auch nicht die Dichte an verfügbaren Satelliten, geschweige denn an Helikopter Überflügen, die werden für die 3D Karten benötigt. Vermutlich wird dir darauf aber auch niemand beim Support eine Antwort geben können, dass wird vermutlich internen im Maps Team entschieden.


Gruß

Tobias

31. Mai 2025 10:14 als Antwort auf Netcracker

Ich kenne Thailand gut und es ist nicht totalitär regiert, sondern eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischer Struktur. Dazu gibts dort auf dem Lande draussen keine militärischen Stützpunkte… Damit hat es also wirklich nichts zu tun…. Es sind eigentlich viele Satellitenbilder 5 Jahre alt, auch in Musterdemokratien wie der Schweiz. Aber wenn Sie die alten Bilder persönlich nicht stören, dann freut es mich natürlich für Sie! Es war ja auch nur eine Frage an die Allgemeinheit….

01. Juni 2025 01:48 als Antwort auf Leonie

Übrigens - sensitive Standorte sind auf öffentlichen Webseiten wie bei Google oft nicht nur unkenntlich gemacht, sondern bewusst verfälscht, so dass die Bearbeitung nicht auffällt. Wichtige Infrastruktur ist oft unauffällig wegretuschiert. Als Beispiel, zwei Aufnahmen der NATO Airbase in Geilenkirchen von 2009: Auf dem Bild sieht man oben die Version von Google Earth 2009, unten die Version von Navtec. Vielleicht stimmt keine der beiden Versionen. Die Bilder stammen aus einer Projektarbeit von zwei Studenten von mir.

Als Google Earth noch eine Historie angezeigt hatte, war es abenteuerlich, auf dem Zeitstrahl zurückzugehen und zu verfolgen, wie sich über die Jahre die Darstellung des Weissen Hauses geändert hatte, oder der Area 51 vor 2013.


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