Ich "krame" diesen Thread aus gegebenem Anlass noch einmal hervor.
Zur Zeit scheint es eine heftige Angriffswelle auf alte Apple-Accounts zu geben, die noch mit den Sicherheitsfragen und nicht der 2FA gesichert sind. Ich wurde selbst beinahe Opfer.
Der Zirkus begann letzten Freitag - also ziemlich zeitgleich mit dem Eingangspost dieses Threads. Ich musste meinen AppleAccount entsperren, weil er aus Sicherheitsgründen gesperrt worden war. Gedacht habe ich mir dabei nichts. Sicherheitshalber hatte ich auch noch das Passwort geändert. Am Sonntagabend dann abermals eine Account-Sperre und gestern Abend die dritte.
Montags hatte ich das erste Mal Kontakt mit dem Support, der mir meinen Verdacht bestätigt hat, dass versucht worden war, das Passwort zu knacken.
Ein erster Versuch, die 2FA zu aktivieren ist dann gescheitert. Es gab bei der ersten Eingabe des 2FA-Codes einen allgemeinen Fehler und der Account wurde auf die Sicherheitsfragen zurückgesetzt.
Nach der dritten Accountsperre gestern Abend hatte ich abermals Kontakt mit dem technischen Support. Der Mitarbeiter hat mir ebenfalls bestätigt, dass versucht worden war, den Account zu hacken.
Mit gemeinsamen Kräften ist es uns dann doch gelungen, die 2FA zu aktivieren - es lang an einem Fernzugriffs-VPN auf mein Heimnetzwerk, das den Fehler verursacht hat. Nachdem die VPN-Konfiguration deinstalliert war, lief die 2FA-Konfiguration problemlos durch.
Warum erzähle ich das so ausführlich ?
Ich war bisher immer der Meinung, die Sicherheitsfragen seien ausreichend und habe mich um die 2FA gedrückt. Mein Erlebnis - und das was hier im Thread geschildert wird - zeigt, dass Accounts, für die keine 2FA konfiguriert ist, eben nicht sicher sind. Über kurz oder lang werden sie geknackt oder eben gesperrt. Beides ist für den User eine Katastrophe.
Eine weitere Erkenntnis ist die Tatsache, dass VPN's die Aktualisierung der Sicherheitseinstellungen stören oder verhindern können. Deshalb bei solchen Aktionen auf Geräte ohne VPN zurückgreifen oder das VPN-Profil vorübergehend entfernen.
Der letzte Grund: auch einem "alten Hasen" wie mir, der sich immer sicher gefühlt hatte, kann so etwas passieren. Auch als langjähriges Community-Mitglied war es wichtig, sich an den Support zu wenden. Für den möchte ich hier auch noch einmal eine Lanze brechen. Beide Mitarbeiter, besonders aber der zweite am gestrigen Abend, waren extrem geduldig und haben mit mir unermüdlich Fehlerquellen beseitigt und mir durch das Dickicht geholfen.
Ich kann an dieser Stelle der TO auch nur raten, sich an den Support zu wenden. Ein gekaperter Account kann fatale Folgen haben. Nicht nur, dass die bösen Buben (und Mädels) auf fremde Kosten einkaufen können, im schlimmsten Fall könnten Geräte in dem Account blockiert oder gelöscht werden. Selbst ein Accountwechsel kann durch die Aktivierungssperre verhindert werden. Ausserdem besteht mglw. Zugriff auf iCloud-Daten.
Die Tatsache, dass du keine Mail für die Änderung der Zugangsdaten bekommen hast, wird damit zusammenhängen, dass die Hacker eine eigene Mailadresse zur Accountwiederherstellung eingepflegt haben. Über dieser erfolgt dann die Benachrichtigung.