VPN - der Ursprung allen Bösen

Es ist mittlerweile schon fast lächerlich, woran eine existierende, nicht aktive VPN-Verbindung laut Apple-Support alles Schuld ist:


  • Nächtliche SIM-Sperre - VPN
  • Wo-Ist-Fehlalarme - VPN
  • Probleme auf AirPods umzuschalten - VPN
  • Siri versteht „Schlummern“ nicht, alles andere dafür perfekt - VPN


Es kommt mir langsam aber sicher so vor, als würde Apple bei der Frage nach „Nutzen Sie VPN“ inständig auf ein „Ja“ hoffen, da man dann jeglichen Support abwenden kann, indem man den Nutzer erst einmal auffordert die VPN-Verbindung(en) zu löschen.


Leider werden die wenigsten Nutzer die VPN-Verbindung(en) nur zum Spaß eingerichtet haben, sondern diese möglicherweise für die Arbeit benötigen.

Und nicht wenige können sie selbst weder löschen, geschweige denn selbstständig neu einrichten.


Das wirkliche traurige dabei ist, dass es seitens Apple als vollkommen erwartbares Verhalten abgetan wird, da schließlich Drittanbieter und Co beteiligt sind.


Als Hersteller eines eigenen Betriebssystems, das so geschlossen ist wie iOS und als Firma mit der Größe und den Mitteln, die Apple zur Verfügung stehen empfinde ich das Verhalten und die Einstellung von Apple als eine absolut beschämende Bankrotterklärung, die nur noch von so geistreichen Aussagen wie „Sie müssen ja kein iPhone nutzen“ seitens des Support übertroffen wird.


Schade! Es gab einmal eine Zeit, in der ein iPhone und iOS für Qualität standen und der Kunde einen Stellenwert hatte.

Gepostet am 20. Juli 2026 22:07

Antworten
9 Antworten

21. Juli 2026 08:54 als Antwort auf Boris333

Das ist typisches Verhalten von Supportteams, das Problem ist beim Nutzer nicht bei unserer Software. Gerade die von Dir genannten Probleme treten auch bei frisch installierten Geräten ohne jede weitere 3rd Party Apps oder Konfigurationen auf. Nur wer hat den die notwendigen Ressourcen, um es nachzuweisen. Ich habe mir inzwischen angewöhnt, dass ich einen Fehler auf meinen älteren System versuche zu reproduzieren und dann den Anruf für das älteste System eröffne, das den Fehler zeigt. Wenn dann das berühmte aktualisieren Sie auf die neueste Version kommt, dann antworte ich nur, da tritt der Fehler auch auf. Ab da habe ich meist ein sehr gutes Verhältnis, da klar ist, dass die üblichen Lösungen (Abblockversuche) nicht helfen. Nur wer hat denn die Zeit und Technik, Apples Job zu übernehmen? Leider gibt es immer noch viele Apple Nutzer, die selbst offensichtliche Fehler verteidigen, veraltete Meinungen vertreten oder sogar gegen die physikalischen Gesetze argumentieren, einfach um ihr Bild von Apple nicht zu beschädigen.

20. Juli 2026 22:22 als Antwort auf Boris333

Woher beziehst du die Informationen, dass für


  • Nächtliche SIM-Sperre - VPN
  • Wo-Ist-Fehlalarme - VPN
  • Probleme auf AirPods umzuschalten - VPN
  • Siri versteht „Schlummern“ nicht, alles andere dafür perfekt - VPN


VPN ursächlich sein sollte ? Es gibt dafür viele Gründe. VPN ist eher nicht darunter und es ist auch nicht bekannt, dass der Support derartiges von sich gäbe. Wir hier im Forum übrigens auch nicht.


Ein VPN - auch inaktiv - kann indes durchaus Probleme bereiten beim


  • LAN-internen Routing
  • Aktivieren von Mobilfunkverbindungen
  • Aktivieren von iOS-Geräten und Macs
  • Aktivieren und Ausführung der 2FA
  • Verbinden mit Mailservern
  • usw.


Der Sicherheitsgewinn ist dagegen überschaubar.


Nicht falsch verstehen: ich nutze selbst ein VPN beim Arbeiten auf meinem Server von unterwegs und bin mir der möglichen Probleme bewusst.


Das sind aber zahlreiche User, denen man einen VPN-Dienst als Sicherheitswunder angedreht hat, nicht.


21. Juli 2026 08:15 als Antwort auf Boris333

Boris333 schrieb:
Jeweils Anrufe beim Support, die schlussendlich immer mit der Frage endeten: „…nutzen Sie VPN Apps? Ha? Dann ist klar woran der Fehler liegt. Dann müssen Sie die erst einmal löschen…“

VPN ist tatsächlich für eine Vielzahl von Problemen verantwortlich. Es macht deshalb in jedem Fall Sinn, es als Ursache zumindest auszuschliessen. Das empfehlen wir hier auch. Die Konfiguration ist übrigens mit einem Klick entfernt und lässt sich für einen erfahrenen User - der du nach eigenem Bekunden bist - leicht wieder herstellen.


Dass sich ein Supportmitarbeiter derart flapsig und respektlos äussert, halte ich für ausgeschlossen (eigene Erfahrung). Ich bezweifle, dass das im Wortlaut so gesagt wurde.

Ich nutze VPN nicht als einer der Werbe-User, ich benötige es tatsächlich geschäftlich für den Zugriff auf meine Server, bzw. die meiner Kunden.

Dann hast du sicher mit einer Neukonfiguration keinerlei Probleme und kannst ein VPN-Profil testweise entfernen.


Ich nutze übrigens VPN ebenso wie du.


Die Nutzung eines VPN als vermeintliches Sicherheitselement ist etwas völlig anderes. Wir erleben hier tagtäglich, dass diese Dienste massive Probleme bereiten - s.o. - und weder auf iPhone noch Mac Sinn machen. In diesem Zusammenhang bin ich 100% beim Support.

21. Juli 2026 07:42 als Antwort auf Boris333

Der einzige Text, zu dem sich Apple meines Wissens zu VPN äussert ist dieser hier, der dir ja sicher auch bekannt ist:


Konfigurieren einer VPN-Verbindung auf deinem Mac

Um deinen Mac mit einem VPN (Virtual Private Network) zu verbinden, musst du die zugehörigen Konfigurationseinstellungen eingeben.

Vorbereitungen

  • Wende dich an die Netzwerkadministration deines Unternehmens oder deines VPN-Dienstanbieters und frage nach, welche Einstellungen du benötigst, um die Verbindung zum VPN herzustellen. Diese Einstellungen umfassen die Art der VPN-Verbindung, die VPN-Serveradresse, den Accountnamen sowie eventuelle Authentifizierungseinstellungen, wie etwa ein Passwort oder ein Zertifikat.
  • Wenn du von deinem Netzwerkadministrator oder VPN-Anbieter eine Datei mit VPN-Einstellungen erhalten hast, kannst du einfach auf sie doppelklicken, um deine Verbindung einzurichten. Wenn du keine Datei erhalten hast, führe die Schritte der folgenden Anleitung durch, um die bereitgestellten Einstellungen manuell einzugeben.

VPN-Einstellungen manuell eingeben

  1. Wähle auf dem Mac Menü „Apple“  > „Systemeinstellungen“ und klicke in der Seitenleiste auf „Netzwerk“ . (Du musst möglicherweise nach unten scrollen.)
  2. Klicke auf das Aktionsmenü , wähle „VPN-Konfiguration hinzufügen“ und wähle dann die Art der VPN-Verbindung aus, die du konfigurieren möchtest.
    • L2TP (Layer 2 Tunneling Protocol) ist eine Erweiterung des PPTP-Protokolls (Point-to-Point Tunneling Protocol), das von Internetanbietern zur Realisierung eines VPN im Internet verwendet wird.
    • IPSec (Internet Protocol Security) umfasst eine Reihe von Sicherheitsprotokollen.
    • IKEv2 (Internet Key Exchange Version 2) ist ein Protokoll, das eine Sicherheitsverknüpfung in IPSec einrichtet.
  1. Gib einen Namen für den neuen VPN-Dienst in das Feld „Angezeigter Name“ ein.
  2. Wenn du ein L2TP- over IPSec-VPN einrichtest, klicke auf das Einblendmenü „Konfiguration“ und wähle eine Konfiguration aus.
  3. Wenn du nicht mehrere Konfigurationen brauchst, verwende einfach die Standardkonfiguration.
  4. Gib die Einstellungen für den neuen VPN-Dienst ein.
  5. Die notwendigen Einstellungen variieren je nach VPN-Typ und können Einstellungen wie Serveradresse, Accountname, Passwort und Authentifizierungsmethode umfassen.
  6. Gib bei Bedarf weitere Einstellungen ein.
    • L2TP over IPSec: Du kannst Einstellungen für Optionen, TCP/IP, DNS und Proxies eingeben.
    • Cisco IPSec oder IKEv2: Du kannst Einstellungen für DNS und Proxies eingeben.
  1. Klicke auf „Erstellen“.

Du kannst das Statusmenü „VPN“ in der Menüleiste verwenden, um eine Verbindung zum VPN herzustellen und VPN-Dienste zu wechseln.


Siehe auch

Ändern von VPN-Einstellungen auf dem Mac


Welches Problem genau siehst du hier?


Falls sich hier Fehler eingeschlichen haben sollten:

Bitte wende dich gerne direkt an Apple: www.apple.com/feedback


21. Juli 2026 10:15 als Antwort auf Corona0769

Dass die vom TO beschriebenen Probleme auch bei fabrikneuen Geräten im Werkszustand auftreten ist eine Tatsache, die niemand bestreitet. Kommerzielle VPN-Dienste verursachen dennoch immer wieder allfällige Probleme. Es macht deshalb in jedem Fall Sinn, ein VPN als Verursacher auszuschliessen.


Wenn der TO sich hier "Luft verschaffen" möchte, ist das OK. Dem Support übel nachzureden ist es nicht. Diese Menschen leisten gute und konstruktive Arbeit, die du bei fast keinem anderen Anbieter in dieser Form findest.



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