Ging mir leider vor einem Jahr genauso.
Knapp 3 Wochen nach Ablauf der Garantie den Mangel entdeckt. Erstmal beim Apple Care Support angerufen. Die Mitarbeiterin war trotz meines Hinweises zu Beginn auf die eigentlich abgelaufene Garantie direkt dabei, eine Retoure inkl. Abholung samt Reparatur für mich abzuwickeln. Leider streikte das System bzw. ließ keine kostenfreie, sondern lediglich eine kostenpflichtige (rund 500,-€) Reparatur zu. Deshalb empfahl sie mir im Anschluss mit dem Hinweis, dass es sich vermutlich um einen Herstellungs-/Konstruktionsfehler handle, dass ich einfach mal den Händler, bei dem ich das Gerät erworben habe, kontaktieren solle, da das ein Gewährleistungsfall sein müsste und mir dafür keine Kosten entstehen würden.
Der Händler schrieb mir dann nach kurzer Kontaktaufnahme, dass das nicht der Fall sei, außer ich könne einen Nachweis erbringen/vorlegen, wonach der Mangel bereits zum Kaufzeitpunkt vorgelegen habe bzw. im Gerät angelegt war (Stichwort Keimtheorie hinsichtlich der Anfänglichkeit eines Mangels und Beweislastumkehr nach Ablauf von 6 Monaten ab Kaufzeitpunkt - in meinem Fall also bereits der 13. Monate).
Mit diesen Informationen wendete ich mich nochmals an den Apple Care Support und schilderte erneut mein Anliegen. Der neue Mitarbeiter wies mich daraufhin an, entweder bei einem Apple Store oder bei Gravis vor Ort vorstellig zu werden, einen Hardwarecheck durchzuführen und ihm den Servicebeleg darüber per Mail zuzusenden. Gesagt, getan.
Nun verstrichen 2 Wochen ohne Rückmeldung. Sicherheitshalber rief ich nochmals an und wurde vertröstet, noch eine weitere Woche zu warten bzw. eine kleine Erinnerungs-E-Mail an den Kollegen zu verfassen. Die Mitarbeiterin wollte nämlich nicht voreilig den Fall ihres Kollegen an sich reißen.
Da es zwei Wochen später noch immer zu keiner Rückmeldung kam, rief ich also erneut an. Die Mitarbeiterin, die ich dann am Apparat hatte, versuchte mich nun irgendwie zum besagten Kollegen durchzustellen. Das war leider jedoch - aus welchen Gründen auch immer - nicht möglich. Deshalb wurde ich an einen anderen Herrn weitergeleitet. Der sah sich kurz den Fall im System an und verwies mich kühl auf Apples Garantiebestimmungen. Einwände meinerseits, was er denn zu dem von mir eingereichten Servicebeleg von Gravis sage, ließ er unbeantwortet bzw. stellte klar, dass der andere Kollege nicht mehr für mich zuständig sei, weil er nun den Fall an sich genommen habe. Mehr, als mich wiederholt auf die Garantiebestimmungen zu verweisen, könne er nicht. Das Gerät habe weder Garantie noch habe ich es bei Apple direkt erworben, weshalb man mir in meinem Fall mit Kulanz nicht entgegenkommen könne. Es bestünde lediglich die Option, das Gerät für rund 500 Euro reparieren zu lassen. Ansonsten entschuldigt er sich dafür, dass seine Kollegen mir diese Information nicht bereits zu Beginn gegeben haben und ich mir den Weg zu Gravis für den Hardwarecheck leider umsonst gemacht habe.
Zusammengefasst: Obwohl ich mit meinen sonstigen Apple Geräten recht zufrieden bin, war das leider nicht die beste Erfahrung, die ich mit dem Apple Support gemacht habe. Rechtlich in Sachen Garantie und Gewährleistung habe ich eigentlich keine Zweifel, dass der letzte Mitarbeiter vollkommen im Recht war. Nur die Art und Weise wie bzw. das Hin und Her zwischendrin hinterließen einen recht faden Beigeschmack bei mir.
Glücklicherweise funktioniert das iPad Pro bisher auch mit diesem weißen Fleck. Für die Zukunft werde ich mir aber überlegen, nicht lieber doch zusätzlich ein Apple Care Paket abzuschließen oder/und bei einem kulanten Händler wie Apple selbst, Gravis, Amazon usw. mein iPad zu erwerben. Das Kuddelmuddel nach Ablauf der Garantie trotz noch bestehender Gewährleistung ist mir dann doch etwas zu viel.