Fehlendes Vorschaubild (Thumbnail) bei einigen Videos

Hallo zusammen,


ich habe diverses Videomaterial. Normalerweise bin ich es gewohnt, dass mir ein Vorschaubild angezeigt wird, zur leichteren Orientierung. Dies ist nur bei drei Dateien der Fall, alle andern (36 Stk.) wird mir nur das "Q MPEG4"- Symbol angezeigt.

Wechsle ich in die Listenansicht, sehe ich wieder überall ein Vorschaubild, allerdings ist dies natürlich viel zu klein.

Das komische ist, es ist nur bei meinen Osmo Action Dateien, nehme ich die von meiner Sony 7iii wird alles sauber angezeigt.


Wie bekomme ich in der großen Ansicht mein Vorschaubild bei allen Dateien wieder her?



Danke und Gruß

Sven

iMac 27″, macOS 10.15

Gepostet am 13. Okt. 2020 12:11

Antworten
9 Antworten

18. Okt. 2020 05:41 als Antwort auf Crycrestron

Und noch einmal eine Anmerkung: möglicherweise reicht es bereits, wenn du die "Standardanwendung" für die entsprechenden "Osmo Action Cam Clips" von (vermutlich) QuickTime Player 10 zu einem anderen Player (wie z.B. dem genannten VLC) wechselst? Wie das geht? Siehe im Handbuch nach (ich weiss es gerade nicht - vermutlich irgendwas mit "Rechtsklick" auf die Datei etc. ;))


Warum das was bringen könnte? Unter macOS können sich Applikationen als "Vorschau-Generator" beim Betriebssystem "registrieren" (dafür gibt es eine entsprechende Programmierschnittstelle - API - von macOS).


Was das auf Deutsch bedeutet: für jeden Dateityp schaut macOS nach, ob es dafür eine "Standardapplikation" gibt (also diejenige Applikation, welche standardmässig bei "Doppelklick" auf die Datei aufgeht, klar). Falls ja, wird geschaut, ob diese Applikation einen "Vorschau-Generator" registriert hat.


Falls ja, dann überlässt es macOS der jeweiligen Applikation, eine "Vorschau" zu generieren. Unter anderem deswegen siehst du Vorschauen von gewissen Text- oder sonstigen Formaten im Finder, von welchen macOS selbst keine Ahnung hat.


Ob jetzt z.B. VLC einen "Vorschaugenerator" mitbringt, weiss ich nicht! Aber allenfalls findest du ja auch noch ander "Player", welche die entsprechenden Videoformatunterstützungen & "Vorschaugenerator" mitbringen.


Aber ja, der (Neben-)Effekt ist dann natürlich auch der, dass dieser neue Player jeweils aufgeht, wenn du auf die entsprechenden Videodateien doppelklickst.

15. Okt. 2020 05:33 als Antwort auf Sven8219

Hey Sven!


Um das mal genauer nachzuprüfen und zu testen, wäre es hier an dieser Stelle ratsam, wenn Du den Apple Support direkt kontaktierst. Ich denke über den Chat- oder Telefonsupport wäre das Problem besser zu lösen.



Folge dazu diesen Schritten um Kontakt zum Support aufzunehmen:

Apple – Support – Produktauswahl


Für einen telefonischen Kontakt findest Du die Rufnummern hier:

Apple für Support und Service kontaktieren - Apple Support



Beste Grüße!

22. Okt. 2020 05:03 als Antwort auf Sven8219

Die Kommandozeile ist nicht kompliziert: du kannst beruhigt zur Kenntnis nehmen, das dein macOS auf einem mächtigen, „UNIX-artigen“ Kern mit vielen nützlichen Kommandos aufbaut.


Aber hey, ich selber beschäftige mich seit Ende der 80er (C-64er rocks!) mit Computern, seit den 90ern mit digitaler Bildbearbeitung und Videoschnitt, bin Softwareingenieur... und muss heute auch noch „im Internet nachschauen“, wie denn jetzt genau die Parameter zu diesem einen Kommando genau lauten ;)


Und nach 30+ Computererfahrung (ab 2008 auch mit eigenem Mac): frag mich noch einmal, ob Dinge so kompliziert sein müssen ;)

18. Okt. 2020 05:31 als Antwort auf Sven8219

Hallo,


Ich denke, den Apple Support kannst du für's erste mal ignorieren ;)


Das "Problem" ist wohl dasjenige, dass die Videodaten deiner "Osmo Action Camera" von QuickTime 10 gar nicht mehr abgespielt werden können. Lass mich raten: die befinden sich in einem AVI Kontainer (Dateiendung *.avi)?


In der Tat bin ich gerade selbst daran, dutzende (gefühlt hunderte!) von älteren Videodateien im AVI Kontainer in ein MOV (QuickTime) Kontainer zu konvertieren (ohne Neukonvertierung: die eigentlichen payloads werden dabei 1:1 kopiert, bei mir entweder "Motion JPEG" oder "DV").


Was ich sagen will: macOS kann (nicht mehr!) alle Videoformate "von Haus aus" lesen. Bis und mit Mojave sollte man noch den älteren (schon längst nicht mehr unterstützten) QuickTime Player 7 installieren können (welcher aber 32bit ist und definitiv nicht mehr ab Catalina ausführbar ist). Oder man nimmt gleich das "Schweizer Taschenmesser" unter den Abspielprogrammen, den VideoLAN Client (VLC).


In allen Fällen bringen diese Abspielprogramme eigenen Decoder mit - macOS selbst wird für solche nicht mehr unterstützten Videoformate aber keine Vorschaubilder mehr generieren können, geschweige denn diese Videos überhaupt noch im aktuellen QuickTime Player 10 abspielen können (kurze Gegenfrage: ist meine Annahme korrekt, dass du die "Osmo Action Clips" nicht mehr im QuickTime Player 10 abspielen kannst? Welches OS ist bei dir überhaupt installiert, Mojave oder Catalina?)


Kurz: es ist völlig normal, dass macOS für gewisse Videodateien keine Vorschaubilder mehr generieren kann, weil diese a) entweder in einem nicht mehr unterstützten "Kontainer" gespeichert wurden (AVI, MOV, MP4 etc. sind bloss "Kontainer", keine eigentlichen "Videoformate"), oder b) das Format (h.264, h.265, MJPEG, DV, ...) selbst nicht mehr unterstützt wird (was bei der "Osmo Action Cam" aber wohl eher nicht der Fall ist - die ist ja noch "neueren Datums").


Falls dich interessiert, wie du Videos von einem Kontainer in den anderen (z.B. von AVI nach MOV (QuickTime)) umkopieren kannst, dann siehe auch hier: https://communities.apple.com/de/thread/251916350


(ACHTUNG: grundlegende Terminal-Kenntnisse nötig ;))



Nachtrag:


In diesem Apple Support-Dokument werden die aktuell unterstützten Video (und Audio) Formate gelistet:


https://support.apple.com/de-ch/guide/final-cut-pro/ver2833f855/mac


Was für Final Cut Pro X gilt (eine professionelle Videoschnittlösung von Apple), gilt im Grunde genommen für macOS selbst auch (weil FCP X auf die von macOS bwz. QuickTime 10 unterstützten Formate zurückgreift - nach Installation von FCP X werden aber auch noch einige professionelle Formate wie ProRes nachinstalliert).


Interessanterweise wird in diesem Dokument der AVI-Kontainer nach wie vor als unterstütztes Kontainerformat gelistet. Meiner Erfahrung nach kann ich aber aktuell keine in AVI Kontainern gespeicherten Videoformate mehr in Final Cut Pro X importieren (und auch nicht im QuickTime Player 10 abspielen - und Vorschaubilder werden bei mir für diese AVI Dateien auch keine generiert - wie gesagt, erst nachdem ich sie wie oben beschrieben in einen MOV Kontainer "umkopiert" habe).



19. Okt. 2020 01:55 als Antwort auf Sven8219

Hallo,


Erst einmal: gut, dass es nun wieder - zumindest teilweise - wieder funktioniert ;)


Ich wollte ohnehin noch einen kurzen Nachtrag hinzufügen: Vorschaubilder werden definitiv auch (noch) für Videos in AVI Kontainern generiert! Jedenfalls dann, wenn diese noch mit QuickTime 10 (*) gelesen werden können.


Und solche AVIs gibt es (bei mir) durchaus noch, wie mir während einer längeren "Video-Konvertierungs-Session" gestern aufgefallen ist ;) (Ich bin gerade daran, sämtliche Videos der letzten 15+ Jahre möglichst verlustfrei zu konvertieren, sodass sie wieder von Final Cut Pro X bzw. eben QuickTime 10 gelesen werden können. Oftmals reicht hierfür eben besagtes "Umkopieren" von einem AVI in einen MOV (QuickTime) Kontainer mittels dem Werkzeug "FFMPEG" - aber das ist hier ein Nebenschauplatz...)


Ich habe hier AVIs von (mindestens) zweier Spiegelreflexkameras: diejenigen AVIs der älteren Pentax K-5 können nicht mehr gelesen werden (wurden bis anhin aber noch von Final Cut Pro X klaglos importiert und verarbeitet - aber eben nur solange Final Cut Pro X noch auf das ältere QuickTime 7 (32bit!) framework zurückgreifen konnte, was nun in der aktuellen FCP X Version nicht mehr der Fall ist, da wurde der Zopf bereits abgeschnitten!).


Diejenigen AVIs der neueren Pentax K-1 können jedoch problemlos auch noch mit QuickTime 10 abgespielt werden, und somit werden dafür auch Vorschaubilder generiert.


Aber zurück zu deinem Thema: ich bin auch kein Apple File System (APFS) Spezialist, aber es gibt durchaus zahlreiche "flags", welche dem Betriebsystem anzeigen, "wie" ("vom Internet", "lokal generiert", ...) eine Datei auf den Computer gelangt ist. Und auch "Zeitstempel", welche besagen, wann eine Datei "generiert" wurde, wann sie zuletzt "geöffnet" oder gar "modifiziert" wurde.


All dies kann Einfluss haben darauf, ob und wann das Betriebsystem eine Vorschau generiert (oder denkt, es hätte eine solche bereits generiert...).


Und natürlich kann es durchaus eine Zeit in Anspruch nehmen (ab dem Kopiervorgang), bis sich das Betriebsystem dazu "bequemt", sich Zeit für die Vorschaugenerierung zu nehmen. Das alles geschieht ja "im Hintergrund" und soll den Benutzer möglichst nicht durch "Verschwenden von CPU Cyclen im falschen Moment" stören.


Es kann aber durchaus sein (habe das jetzt nicht ausprobiert), dass man dem Betriebsystem etwas auf die Sprünge helfen kann, wenn es doch einmal "eine Unendlichkeit" dauern sollte, bis Vorschaubilder generiert werden: man kann Dateien "kurz berühren" (touch): dabei wird der "Zuletzt geändert"-Zeitstempel auf die aktuelle Zeit gesetzt. Der Befehl dazu heisst daher auch tatsächlich "touch".


Du kannst einmal - auf der Konsole - folgendes Experiment machen (in irgendeinem Verzeichnis, z.B. deinem "Heim-Verzeichnis"):


touch test.txt


Dabei wird bereits eine - leere - Textdatei "test.txt" erstellt. Mit "ls" erhalten wir den aktuellen Zeitstempel, zum Beispiel


ls -la

-rw-r--r--    1 myuser  staff      0 19 Okt 10:37 test.txt


Die Datei wurde also zuletzt um 10:37 Uhr geändert. Nun eine Minute warten, und dann noch einmal die Datei "berühren":


touch test.txt
ls -la

-rw-r--r--    1 myuser  staff      0 19 Okt 10:39 test.txt


Die "Zuletzt modifiziert"-Zeit ist nun bereits 10:39 (obwohl wir inhaltlich natürlich gar nichts geändert haben, die Datei ist immer noch komplett leer (0 bytes gross) - nur der Zeitstempel hat sich geändert).



19. Okt. 2020 01:54 als Antwort auf Crycrestron

Wozu soll das gut sein? Das Betriebsystem müsste jetzt erkennen, dass sich die Datei "geändert" hat (was sie inhaltlich aber wie gesagt nicht getan hat). Es sollte dann also "demnächst" eine neue Vorschau generiert werden.


Der Nachteil: je nach Anwendungsfall kann es natürlich etwas unglücklich sein, dass sich das "Zuletzt geändert" Datum verändert: "nicht so intelligente" Videoschnittsoftware sortiert Videos beispielsweise nach diesem "Zuletzt geändert"-Datum der Datei selbst. Das ist darum "nicht so intelligten", weil dieses Datum eigentlich komplett irrelevant für Videodateien an sich ist: es besagt ja bloss aus, wann die Datei zuletzt auf den Computer kopiert wurde - aber nicht, wann die Videodatei effektiv generiert ("gefilmt") wurde.


Und genau deshalb haben Video-Kontainer wie eben AVI oder MOV eigene, "interne" Zeitstempel ("Metadaten"), welche genau diese Infos beinhalten. Und die ändern sich nicht, wenn Dateien bloss herumkopiert werden - oder mit besagten touch "verändert" werden. Und "intelligente Schnittsoftware" (wie iMovie und natürlich Final Cut Pro X) verwenden (auch) dieses "Generiert am"-Datum, um Videodateien zu sortieren.


Kurz: bei Videodateien ist es oftmals unproblematisch, dass eigentliche Daten-"Zuletzt geändert"-Datum zu ändern (via touch). Und danach sollte macOS die Vorschaubilder (erneut) generieren.


Obige "Test-Datei" kannst du übrigens nach dem Experimentieren wie folgt wieder löschen:


rm test.txt


Für viele Videodateien gleichzeitig geht dann sinngemäss auch, im entsprechenden Verzeichnis der Videodateien:


cd ./hier/sind/meine/Videos
touch *.MP4


(Am besten GROSS/kleinschreibung der Dateiendung beachten - auch wenn das Dateisystem von macOS standardmässig bloss "case preserving", aber nicht "case sensitive" ist).


Aber wenn "Rechner neu starten" auch hilft, dann ist ja auch gut ;)

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