macOS Monterey: Ordner gendern geht immer noch nicht

Hallo, da es ja immer wieder ablehnende Gender-Threads gibt (kann ich als tolllerante(r) Mensch:in ja nicht verstehen; Gött:in sei Dank, dass sie immer schnell geschlossen werden), möchte ich Apple doch mal daran erinnern, dass man bisher keine Ordner gendern kann... Ich bin zwar meistens ein Mann, aber manchmal fühle mich als Frau und dann sticht mir der Ordner "Benutzer" ins Auge. Das ist inkonsequent und diskreditierend, und sollte sofort ge(g)aendert werden!

MacBook Air

Gepostet am 21. Mai 2022 10:49

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Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 21. Mai 2022 13:44

Satireposts sollten auch als solche gekennzeichnet werden !

21 Antworten

23. Mai 2022 07:26 als Antwort auf fibbo

Hallo fibbo,


dies ist eine Community von Mitgliedern für Mitglieder und deshalb nicht der richtige Ort, solch ein Feedback mit Apple zu teilen. Dein Feedback ist für Apple aber wichtig und deshalb würden wir dich bitten, dieses auch über die Feedback-Seite mitzuteilen, welche du schon von Mercutio erhalten hast.


Da es zu diesem Thema schon etliche Wortmeldungen gibt, haben wir uns entschlossen deinen Thread zu schliessen.


Viele Grüße!


22. Mai 2022 22:09 als Antwort auf fibbo

Nimm User


Abgesehen davon, dass Deutschland das Gendern falsch angeht und wir damals damit angefangen haben überhaupt weibliche Anpassungen an vermeintlich männliche Wörter zu machen. Lehrer --> Lehrerin


In der DDR gabs das nicht da war eine Frau (oder divers) auch einfach ein Lehrer, ein Schreiner etc.


In Großbritannien gabs die Frage auch ob es Primeministress heißen sollte und man ist bei Primeminister geblieben und jetzt ist es ganz klar, dass es nicht genderbezogen ist.


21. Mai 2022 23:04 als Antwort auf fibbo

Wenn du willst gibt es ja auch andere Optionen: BenutzerInnen oder Benutzer_innen ginge doch auch und habe ich schon gesehen.


Bei Stellenausschreibungen steht aktuell immer m/w/d also männlich / weiblich / divers. Oder jede andere Reihenfolge.

Daher braucht es eine Lösung für alle drei Optionen

männlich = Benutzer

weiblich = Benutzerinnen

divers = ???

Oder willst jemanden der sich selber als Divers sieht zwingen sich zwischen zwei falschen Optionen zu entscheiden?


Es gibt aber noch mehr.

https://www.fugu.ch/de/blog/so-gendern-sie-2021-richtig-432.html


Leider gibt es auch Zeichen die bei einem Computer schon mit einer Bedeutung hinterlegt sind.

Benutzer/innen würde bei einer Web Adresse nicht gehen.


Ralf








22. Mai 2022 23:56 als Antwort auf Darkrayon

Das war auch in der alten Bundesrepublik für viele Jahre nicht anders. Mein ganzes Informatikstudium war geprägt von Dokumenten und Lehrmaterialien, in denen keine Frauen vorkamen. Laut meiner Diplomurkunde bin ich ich ein Diplominformatiker, laut meiner Promotionsurkunde bin ich ein Doktor der Naturwissenschaften und wurde als "Wissenschaftlicher Assistent" eingestellt.

Mich hat das ziemlich irritiert. Die Sprache, in der es für die meisten Berufe nur die männlichen Formen gibt, führt dazu, dass sich dann auch andere Bequemlichkeiten einschleichen. Damals habe ich viele Briefe bekommen die "Herrn. ..." adressiert waren, nur will sich viele Sekretäre nicht die Mühe gemacht haben, herauszufinden, ob das Schreiben an eine Frau oder einen Mann gerichtet war. Und in der Folge hiess es dann auch in Personalauswahlverfahren oder Berufungsverfahren "Wir brauchen einen Mann, der ...".

Meine Ernennungsurkunde als Universitätsprofessorin war das erste berufliche Dokument, dass tatsächlich eine weibliche Form für den Status verwendet hat. Ich bekomme immer noch Post mit der Anrede "Herr Professor", aber das ist seltener geworden.


Rein männliche Formen für alle Gruppen von Menschen zu verwenden, ist unangenehm für alle, die sich dadurch nicht angesprochen fühlen können. Unsere Sprache muss sich weiterentwickeln, so dass sie sich den veränderten Verhältnissen anpasst, aber es sollte eine Form sein, die nicht die gesprochene Sprache und Schriftsprache durch Kunstworte auseinander bringt.

22. Mai 2022 09:10 als Antwort auf Netcracker

Stimmt. Habe ich glatt vergessen. Heutzutage sollt man das wohl. Aber nachdem ich keinen einzigen kommentierbaren Thread zum Thema fand, sah ich mich gezwungen mal ironisch zu werden. Vor allem, weil ich mal sehen wollte, wie viele Benutzer*INNEN (so gehört sich das korrekt) diese Zwangsgenderei der deutschen Sprache aufgrund extremfeministischer "Grundlagen" offensichtlich gutheissen. Da hat Apple wohl alles richtig gemacht. Ich frage mich nur wie das dann weiter gehen soll mit dem Binärsystem, wenn dort wegen einiger weniger sich divers fühlenden Computer extra ein Divers-bit eingeführt wird. Und das natürlich nur in Deutschland. Achtung, das war jetzt Satire ;-) Seid mir ned böse, aber es hat mich einfach geärgert, dass ich nirgends zu dem Thema kommentieren konnte, weil die Threads praktisch alle umgehend geschlossen wurden. Schönen Sonntag noch!

23. Mai 2022 00:26 als Antwort auf Leonie

Hallo Leonie,

meine Erfahrungen sind mit deinen nahezu deckungsgleich.

Ich suche immer wieder nach gelungenen Beispielen für eine weitere Veränderungen.

Und: ich bin fündig geworden: Maren Urner: Raus aus der ewigen Dauerkrise…

Erschienen bei Droemer Knaur. Dieser Verlagsgruppe ist eine: „geschlechtersensible Sprache“ wichtig. Diese „Wortschöpfung“ gefällt mir persönlich sehr gut! Manche Formulierungen sind überraschend, manche bekannt und andere warten noch auf Verbesserungsvorschläge.

Nebenbei ist übrigens auch der Inhalt interessant.

23. Mai 2022 06:43 als Antwort auf Leonie

Hi Leonie, ich kann Dir mit Deinem Einwand folgen, aber den Zusammenhang nicht nachvollziehen. Was hat die Faulheit einer Hochschule mit der von oben indoktrinierten Verschlimmbesserung der Deutschen Sprache durch Sonderzeichen, Trennpunkte oder Sprachpausen zu tun? Es gibt seit Ewigkeiten Frau Professorin und Frau Bundespräsidentin als Anrede, und auch als Anrede der Partnerin. Es ist ja nicht so, dass die Sprache sich nicht von unten heraus geändert hätte seit den 1970er Jahren. Damals gab es ja auch schon immer wieder Diskussionen und eine liberalisierende Rechtschreibreform. Wenn sich jemand divers und durch die bisherige Sprache beleidigt fühlt, dann ist das seine/ihre persönliche Angelegenheit und die des "Beleidigers", aber keine Aufgabe einer Regierung zum gesetzlichen Nachbessern. Denn wenn die grosse Mehrheit sich vom Gendern gestört fühlt, dann darf der "Minderheitenschutz" nicht dafür sorgen, dass diese Minderheit quasi per dekret und Zwangsgleichrichtung zum Maß aller Dinge wird. Toleranz ist immer relativ... Ich persönlich empfinde das Gendern als sexistisch und "selektiv humanistisch", und durch die Willkür ohne Rechtsgrundlage durch radikalfeministische Politiker auch als offensiv. Es ist ein weiteres Instrument, die Gesellschaft zu spalten in Zeiten, wo der Zusammenhalt zwischen den Progressiven und den Konservativen wichtig wäre. Ich erinnere nur mal daran, dass es auf der ganzen Welt (und teilweise auch noch in der BRD durch die Zuwanderung aus homophoben Ländern) riesige Baustellen gibt, was die Grundrechte von Frauen, Homosexuellen und auch Diversen angeht... Der Feminismus hätte dort Sinnvolleres zu tun, als plötzlich gleichgerichtet mit aller Gewalt die deutsche Sprache in Wort, Text und Bild zu schreddern, und nebenbei auch noch die Büchse der Pandora aufzumachen. Es gibt inzwischen offizielle, mit Steuergeldern bezahlte Schriften und Formulare , die man kaum noch lesen kann. Und man merkt den Autoren an, daß es ihnen um die Ideologie geht ohne Rücksicht auf die grosse Mehrheit. Diese Ideologie basiert auf Annahmen mit der fragwürdigen Prämisse, daß die positive Sprache das Handeln positiv beeinflusst. Wir wissen aber dank Orwell und Huxley, wo das hinführt, wenn diese Änderungen per Zwang von oben kommen... Gängige Begriffe werden nicht nur deformiert/umgedeutet, sondern nach einer Weile sogar ins Gegenteil verwandelt. Das erzeugt Widersprüche zwischen Realität und Anspruch, ist nicht demokratisch, sondern totalitär. Deshalb lehne ich jegliche Manipulationen der Sprache durch Politiker und Konzerne ab... Insbesondere wenn diese Manipulationen sich nicht beschränken auf offen diskutierte, vernünftige Änderungen, sondern mehr oder weniger schleichend eingesickert werden.

23. Mai 2022 07:00 als Antwort auf Leonie

Menschen, die beim Vornamen "Leonie" an einen "Herrn" schreiben und in Urkunden nicht die weiblichen Formen der Berufsbezeichnung oder Titel verwenden, denken genauso (wenig?), wie die "Genderer", sei es mit : , * oder _. Ich persönlich würde mich nie bei einer Firma oder einer Behörde bewerben, die Informatiker:innen (m/w/d) sucht. Damit kann man die Einstellung von Menschen nicht ändern. Da ich mich zu den Menschen zähle, deren Einstellung nicht mehr geändert werden muß, ist das nur lächerlich und -entschuldige- aber auch "typisch deutsch".

23. Mai 2022 07:00 als Antwort auf Darkrayon

Hi Darkryon, so sehe ich das im Prinzip auch. Und die DDR ist ein gutes Beispiel dafür, dass es Emanzipation, also echte Gleichbehandlung in der Gesellschaft, auch ohne den westlichen Feminismus gab. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, was radikalideologischer Feminismus anrichten kann. Sowohl bei Frauen, als auch bei Männern. Ich habe die damaligen K(r)ämpfe in den 1970ern und 1980ern aktiv - im Grunde als Mitläufer in linken Kreisen - im Westen erlebt und bin letztendlich bei Ostfrauen gelandet, wo die Gleichberechtigung und Gleichbepflichtigung einfach selbstverständlich war (in meiner und der folgenden Generation, die noch in der DDR aufwuchsen und beruflich tätig waren)

23. Mai 2022 07:12 als Antwort auf DiSasso

Hi DiSasso, ganz meine Meinung. Wenn Stellenanzeigen (zwangs)gegendert un damit verwässert werden, hilft das dem/der Suchenden nicht weiter. Es gibt nunmal relativ oft bestimmte Ansprüche eines Arbeitgebers und wer die nicht erfüllen kann, der hat sich tendenziell umsonst die Mühe einer Bewerbung gemacht. Natürlich gibt es auch Ausnahmen... Aber im Grunde kann man froh sein, wenn ein potenzieller Arbeitgeber ganz deutlich macht, ob er eine Frau, einen Mann, einen Homosexuellen oder Diversen einstellen will. Oder eben, ob ihm das Geschlecht Wurscht ist.

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