"Echte" Datensicherung bei gleichzeitiger Nutzung der iCloud

Hallo Apple Community,


ich habe ein konzeptionelles Problem mit der iCloud als Dienst von Apple, der meine Fotos, Dateien, Notizen, Passwörter und andere Daten sicher in der Cloud speichert und sie automatisch auf all meinen Geräten auf dem aktuellen Stand hält, der „Dokumenten“-Ablage auf dem iCloud Drive und einer "echten" Datensicherung mit Time Machine. Mein Setup:


  • MacBook Pro mit 512 GB SSD – davon 428,83 GB genutzt (keine Ahnung wofür), davon wiederum 107 GB löschbar.
  • iCloud+-Speicherplan 2TB (1,58 von 2TB genutzt).
  • Der Anteil des iCloud Drive am genutzten Speicherplan beträgt 652GB.


Derzeit mache ich keine „echte“ Datensicherung mittels Time Machine, sondern habe lediglich alle für mich wichtigen Daten in die iCloud bzw. den iCloud Drive („Dokumente“, „Schreibtisch“ etc.) ausgelagert, da meine Festplatte auf dem Mac viel zu klein für diese Datenablage wäre. Das ist, z.B. für den Fall, dass mein Mac gestohlen würde oder die Festplatte crasht, auch fein. Wenn ich aber eine Datei versehentlich lösche oder einen älteren Status suche, nutzt mir die „externe Festplatte“ iCloud Drive nur sehr begrenzt. Das ist/war für mich bislang noch kein Problem, aber ich mache mir schon so meine Gedanken darüber.


Wie kann ich denn nun aber von diesem cloudbasierten Setup, insbesondere natürlich von der cloudbasierten externen Festplatte (iCloud Drive), eine klassische Datensicherung machen? Das geht ja, zumindest mit der TM, nicht, oder sehe ich da was falsch? Was also tun? Gerne würde ich mal Eure Meinung dazu erfahren bzw. Euer Datensicherungs-Setup bei gleichzeitiger Verwendung der iCloud kennenlernen! Auch bin ich für jeden Link dankbar, der mich irgendwo hinführt, wo ich etwas Schlaues dazu lesen kann.


Viele Grüße!


Roland

Gepostet am 15. Juli 2023 07:12

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Gepostet am 15. Juli 2023 13:30

Es gibt die schnelle und die langsame Variante.


Die Schnelle: Kauf dir einen Mac mit ausreichend großer interner Speicher“Platte“, verzichte auf die Speicheroptimierung über die iCloud. Du kannst die iCloud ruhig weiter nutzen, du darfst nur deinen Mac-Speicher nicht darüber optimieren.


TM sichert alles, was lokal vorhanden ist, also auch deine gesamten Dateien. Nachteil: Kostet Geld, im Regelfall heißt das einen neuen Mac kaufen, mit einem entsprechenden Aufpreis für den lokalen Speicher.


Die Langsame: Strukturiere deine Daten so, dass du sie portionsweise herunter laden kannst. Nutze die Möglichkeit, gezielt ganze Ordner zum Download zu markieren. Sobald sie lokal vorhanden sind, lass TM laufen. TM speichert alles, was lokal vorhanden ist. Sind diese Dateien lokal, werden sie gespeichert.


Sind sie beim nächsten Mal wieder weg, nimmt TM sie aus dem Backup raus. Aber in der Versionshistorie sind sie weiter vorhanden - du musst nur sicher stellen, dass das Speichermedium, auf das TM speichert, insgesamt genügend Platz hat. Bei deinen 1,67TB sollten es mindestens 3TB sein, damit die Versionsverwaltung etwas Luft zum Atmen hat.


Wenn du alles mal geladen hast, hast du irgendwann ein komplettes Backup - allerdings verteilt auf zig Versionsstände.


Die iCloud selbst lässt sich leider nicht 1:1 in einem mitlaufenden Backup abbilden.

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25 Antworten
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15. Juli 2023 13:30 als Antwort auf Roland aus Frankfurt

Es gibt die schnelle und die langsame Variante.


Die Schnelle: Kauf dir einen Mac mit ausreichend großer interner Speicher“Platte“, verzichte auf die Speicheroptimierung über die iCloud. Du kannst die iCloud ruhig weiter nutzen, du darfst nur deinen Mac-Speicher nicht darüber optimieren.


TM sichert alles, was lokal vorhanden ist, also auch deine gesamten Dateien. Nachteil: Kostet Geld, im Regelfall heißt das einen neuen Mac kaufen, mit einem entsprechenden Aufpreis für den lokalen Speicher.


Die Langsame: Strukturiere deine Daten so, dass du sie portionsweise herunter laden kannst. Nutze die Möglichkeit, gezielt ganze Ordner zum Download zu markieren. Sobald sie lokal vorhanden sind, lass TM laufen. TM speichert alles, was lokal vorhanden ist. Sind diese Dateien lokal, werden sie gespeichert.


Sind sie beim nächsten Mal wieder weg, nimmt TM sie aus dem Backup raus. Aber in der Versionshistorie sind sie weiter vorhanden - du musst nur sicher stellen, dass das Speichermedium, auf das TM speichert, insgesamt genügend Platz hat. Bei deinen 1,67TB sollten es mindestens 3TB sein, damit die Versionsverwaltung etwas Luft zum Atmen hat.


Wenn du alles mal geladen hast, hast du irgendwann ein komplettes Backup - allerdings verteilt auf zig Versionsstände.


Die iCloud selbst lässt sich leider nicht 1:1 in einem mitlaufenden Backup abbilden.

18. Juli 2023 14:30 als Antwort auf Zedmaraces

Natürlich ist Time Machine eine Programm, das Backups erstellt. Es hat so seine Besonderheiten, aber das haben viele Backupprogramme. Die Bandbreite ist ja auch recht groß - von 1:1-Kopien von jedem Bit und Byte bis hin zu hoch komplexen Programmen, die die Backupgröße durch aufwändiges Deduplizieren klein halten. Ein Sonderfall sind Backups, die für eine gewisse Zeit unveränderlich sind, um Ransomattacken zu erschweren. Die sind aber noch recht neu und keineswegs bereits „Stand der Technik“.


TM schafft ein Backup eines Macs, dafür wurde es geschaffen. Er schafft ein Backup der lokal gespeicherten Datenbestände, was auch in Ordnung ist, weil die iCloud eben nicht vollständig lokal vorliegt.


TM wirft keine alten Dateien einfach so weg - es kann sein, dass es nicht genügend Platz hat, um alles zu sichern, aber dann läuft es auf einen Fehler und macht sich bemerkbar. Was TM automatisch löscht sind ältere Versionen (!) der gleichen Datei. Das ist ein großer Unterschied - es bleibt immer mindestens die jüngste Version JEDER Datei erhalten.


Ist genügend Platz da - wofür der Benutzer vorsorgen muss - dann werden so lange auch alle älteren Versionen aufbewahrt, bis dieser Platz restlos gefüllt ist. Erst dann beginnt TM damit, die jeweils ältesten Versionen zu löschen.


Vorteile aus meiner Sicht: Volle Integration ins Betriebssystem, dient auch beim neuen Aufsetzen eines Rechners, kaum kaputt zu konfigurieren. Nachteile sind für mich geringe Flexibilität, und fehlende Transparenz.


Es muss jeder wissen, was er verwenden will. Das geniale an TM ist, dass es jedes Argument entkräftet, Backups seien kompliziert, und man habe daher keines. Jeder Mac-Neuling kann sich in 5 Minuten mit einer billigen kleinen Festplatte eine Datensicherung seines Macs einrichten, mit Bordmitteln.


Und wer sich für einen Backup-Profi hält, der nimmt halt etwas anderes.

15. Juli 2023 10:10 als Antwort auf Roland aus Frankfurt

Moin,


ich hatte zu schnell auf Posten geklickt.


Richtig? Ja, außer das auch einige Daten auf externen Platten liegen (tonnenweise Urlaubsfilme, die warten noch auf "Verschönerung", sozusagen auf den Final Cut. Diese habe ich aber aus Platz und Netzgeschwindigkeitsgründen nur hier lokal).

Du könntest die dir wichtigen iClouddaten (erst einmal) lokal speichern. Festplatten mit TB kosten nicht mehr die Welt.

iCloud(-Drive) nutzen wir nur als Familienlösung, jeder kann darauf zugreifen.

Für die Datensicherung (mit Versionskontrolle, so wie ein richtiges Backup) ist das auch nicht gedacht.


Wie schon weiter oben beschrieben haben wir einen Businesszugang für hidrive (auch privat, wegen der Benutzerverwaltung). Kostet zwar auch, ist dafür aber was "richtiges".


Mit einem rsync-script schiebe ich abends einmal am Tag die wichtigsten Daten auf die stratocloud

(rsync kann auch backup: rsync -azbvc --delete --backup-dir=...).

18. Juli 2023 15:04 als Antwort auf Zedmaraces

Also ist es nach deiner Definition ein Backup, wenn du hinterher einen Datenträger ins Archiv tragen kannst. Ach ja, und der Datenträger muss einen körperlichen Schreibschutz-Umschalter haben, so ein Knips-Knips-Dings an der Seite.


Du kannst jetzt gerne weiter hier spitzfindig sein. Das ist allerdings kein philosophisches Proseminar, sondern soll den Anwendern von Apple-Technik eine Hilfe sein. Und da kann ich nur sagen: Wir brauchen hier keine Ratschläge auf dem technischen Niveau von vor 30 Jahren.


Jedem Mac-Anwender, dem gerade nichts besseres zum Thema Backup einfällt, kann ich nur empfehlen: Externe Festplatte kaufen, mindestens 2x so groß wie die interne SSD des Mac, und darauf mit Time Machine sichern - regelmäßig. Dann die Platte auswerfen und woanders lagern, bis zum nächsten Backup. Und zusätzlich iCloud nutzen, damit wichtige Dinge auch noch mal auf einem gesicherten Server liegen.

16. Juli 2023 14:11 als Antwort auf christine33

Hallo Christine,


danke für Dein Feedback. Mir war schon klar, dass sich TM und iCloud nicht ausschließen – sofern ich eine für meinen Speicherbedarf von > 1,6 TB ausreichend große Festplatte auf dem Mac hätte und in >Systemeinstellungen > [mein Name] > iCloud den Schieberegler "Mac-Speicher optimieren" ausschalte. Mein Denkfehler war eher, dass ich glaubte, mir einen Mac mit 2 TB Festplatte sparen zu können, mir stattdessen einen 2 TB iCloud-Speicherplan leiste und damit auch eine Datensicherung hätte. Natürlich habe ich, wie bereits beschreiben, meine Daten in der iCloud etwas sicherer abgelegt. Mir wurde aber erst kürzlich wirklich klar, das dies kein regelmäßiges TM-Backup als Datensicherung ersetzen kann und man von den Daten in der iCloud auch kein TM-Backup machen kann. Ich werde nach nochmaliger Lektüre der Hinweise hier im Thread jetzt wie folgt vorgehen:


  • Ich denke nochmal über Deinen Vorschlag nach und schaue mir meine Daten daraufhin an, ob ich nicht doch etwas löschen kann.
  • Ich denke nochmal über die "langsame Variante" von DesApfelsKern nach.
  • Ich schaue mir meine Daten daraufhin an, welche ich hiernach: Dateien aus "Schreibtisch" und "Dokumente" zu iCloud Drive hinzufügen - Apple Support (DE) tatsächlich in einer Datenstruktur unter "Dokumente" ablege, um sie auf allen Geräten zu verwenden und ob ich damit tatsächlich die Größe meiner Festplatte auf dem Mac ausreize.
  • Ich überlege, welche Dateien ich darüber hinaus nur in der iCloud (als externe Festplatte) ablegen will (Dateien in iCloud Drive öffnen und verwalten - Apple Support (DE)) und ob ich diese zusätzlich auf einer externen Festplatte archiviere.
  • Ich überlege, welche Dateien ich ausschließlich auf einer externen Festplatte archivieren könnte.
  • Ich denke nochmal über die "schnelle Variante" von DesApfelsKern nach.


Ich danke Dir und allen anderen an dieser Diskussion Beteiligten für Eure Unterstützung bei meiner Themenstellung.


Viele Grüße


Roland



18. Juli 2023 01:00 als Antwort auf Zedmaraces

Hallo Zedmaraces,


Du hast ja wirklich eine sehr eigenwillige Sicht auf die TM - aber ich teile diese nicht.


Time Machine erstellt tatsächlich Backups von einem Mac-System. Es handelt sich dabei um eine Funktion, die in macOS integriert ist und dazu dient, automatische, regelmäßige Backups einer gesamten Festplatte oder ausgewählter Dateien zu erstellen. Du solltest natürlich nicht nur den Papierkorb auswählen...


Time Machine speichert diese Backups auf einem externen Laufwerk (z. B. einer externen Festplatte oder einem Netzwerkspeicher NAS) ist selbst aber eine Backup-Software und keine NAS (wie kommst Du denn darauf? Oder meintest Du die Time Capsule?). Die Backups enthalten eine Momentaufnahme des Systems zu dem jeweiligen Zeitpunkt, an dem das Backup erstellt wurde. Dadurch kann man auf ältere Versionen von Dateien oder sogar auf den Zustand des gesamten Systems zu einem früheren Zeitpunkt zurückgreifen, falls etwas schief ging oder Dateien versehentlich gelöscht wurden.


Time Machine ist also keine Art "intelligenter Papierkorb", der nur Platz für die neuesten Elemente bietet und ältere Dinge regelmäßig löscht. Vielmehr werden die älteren Backups beibehalten, bis der Speicherplatz auf dem Backup-Laufwerk erschöpft ist. In diesem Fall entfernt Time Machine automatisch die ältesten Backups, um Platz für neue Backups zu schaffen.


Meiner Meinung ist Time Machine eine zuverlässige Backup-Lösung von Apple, die helfen kann, Daten vor Verlust zu schützen und sie leicht wiederherzustellen, falls etwas schief geht.


Roland

18. Juli 2023 07:58 als Antwort auf Roland aus Frankfurt

Du hast ja wirklich eine sehr eigenwillige Sicht auf die TM - aber ich teile diese nicht.

Nur eine Frage der Zeit.

Time Machine erstellt tatsächlich Backups von einem Mac-System. Es handelt sich dabei um eine Funktion, die in macOS integriert ist und dazu dient, automatische, regelmäßige Backups einer gesamten Festplatte oder ausgewählter Dateien zu erstellen. Du solltest natürlich nicht nur den Papierkorb auswählen...

Es handelt sich um keine Backups! Backups sind „sicher“ und werden, vor allem, keinesfalls „automatisch“ (bei Platzbedarf) und ohne Autorisierung gelöscht! In einem Backup befindliche Daten sind nicht (ohne explizite Autorisierung, das explizite Handeln) veränderbar! Und: ja, TM speichert nicht nur das ab, was irgendwann mal in den Papierkorb gelandet ist. Aber eben diese Daten sind diejenigen, denen da „das meiste Backup“, das TM zu bieten hat, angedeiht: was sonst kann man (im normalen Tagesbetrieb) da drin sonst finden, als das, was über diesen Weg mal entsorgt wurde? Das aktuelle System? Das läuft. Bleiben sonst noch gerade mal einige Stücke „älterer Versionen“. Aber auch das sind Bits und Bytes, die mal (wenn da auch i.d.R. ohne „Papierkorb“) entsorgt, durch neuere Versionen ersetzt wurden.

Time Machine speichert diese Backups auf einem externen Laufwerk (z. B. einer externen Festplatte oder einem Netzwerkspeicher NAS) ist selbst aber eine Backup-Software und keine NAS (wie kommst Du denn darauf? Oder meintest Du die Time Capsule?).

So, wie Unix Datenträger sieht, ist auch ein externes Laufwerk eigentlich ein NAS. (Nebenbemerkung: TM auf ein „richtiges NAS“ funktioniert schlagartig nicht mehr, wenn LittleSnitch läuft: für den Benutzer TimeMachine gibt es da wohl keine Regeln mit „darf“.)

Die Backups enthalten eine Momentaufnahme des Systems zu dem jeweiligen Zeitpunkt, an dem das Backup erstellt wurde. Dadurch kann man auf ältere Versionen von Dateien oder sogar auf den Zustand des gesamten Systems zu einem früheren Zeitpunkt zurückgreifen, falls etwas schief ging oder Dateien versehentlich gelöscht wurden.

So lange TM nicht beschlossen hat, daß eben diese Daten zu alt und unbeachtet herumlagen, sie einfach mal entsorgt hat. Gut, für diese Bestandteile könnte es irgendwelche Spielregeln für „mehr Sicherheit“ geben. Aber: kennst Du die? Sind die, so gegeben, auch verlässlich? “Stop talking about backups!”

Time Machine ist also keine Art "intelligenter Papierkorb", der nur Platz für die neuesten Elemente bietet und ältere Dinge regelmäßig löscht.

Dein „nur“ führt diese Argumentation ad absurdum! Es impliziert ein „auch“!

Meiner Meinung ist Time Machine eine zuverlässige Backup-Lösung von Apple, die helfen kann, Daten vor Verlust zu schützen und sie leicht wiederherzustellen, falls etwas schief geht.

Das bestreite ich nicht. Aber „ein Backup ist ein Backup“. Und die Eigenschaften, die für ein solches (jedenfalls da, „wo es darauf ankommt“) verlangt werden, erfüllt es nur zum Teil und bietet manche davon nicht nur nicht an, sondern bricht mit denen! Kleiner Ausflug „nebendran“: diejenigen, die da (gerade in letzter Zeit) über „verschlüsselte Festplatten“ geklagt haben, hatten auch keine. Keine „richtigen“ Backups! Denn: diese wären unberührt geblieben, hätten von den Angreifern verlangt, über Monate, ja sogar Jahre hinweg, unbemerkt die Backup-Funktionalität zu sabotieren, um so erfolgreich zu sein.


Kleiner Nachtrag, nicht gerade „alt“.

18. Juli 2023 15:16 als Antwort auf DesApfelsKern

Also ist es nach deiner Definition ein Backup, wenn du hinterher einen Datenträger ins Archiv tragen kannst.

Nein.

Ach ja, und der Datenträger muss einen körperlichen Schreibschutz-Umschalter haben, so ein Knips-Knips-Dings an der Seite.

Nein.

Du kannst jetzt gerne weiter hier spitzfindig sein. Das ist allerdings kein philosophisches Proseminar, sondern …

eine Ecke, in der immer wieder (dumm gehaltene?) Anwender darüber klagen, daß ihr vermeintliches Backup plötzlich „alles vergessen hat“. Woher das wohl stammt? Ganz und gar sicher nicht vom Neusprech der Werbeabteilungen, oder?

Kurz mal das kleine Backup-Eimaleins, ohne im Detail darüber nachzudenken:

  1. ein Backup beinhaltet die zu sichernden Daten. Das kann, muß aber nicht, „alles“ sein.
  2. ein Backup ist nach dem Abschluss des Backup-Vorgangs nicht mehr beschreibbar (was ein Löschen zwingend mit einschließt). Das Beschreiben ist sicherzustellen, also nicht mittels Software zu realisieren.
  3. ein Backup ist nach dem Erstellen zu verifizieren. Sowohl auf die einzelnen Bits als auch bzgl. der Funktionsfähigkeit.
  4. ein geprüftes Backup ist zu archivieren. Und das wegen diverser Risiken an mehreren, möglichst weit getrennten, Plätzen.

Und jetzt mal überlegen, was da mit TM nicht zusammenpassen will. Ob das Grund für die erwähnten Klagen (nicht nur) hier sein könnte?


Nachtrag: externe Festplatte. Was wohl länger hält? Die interne SSD? Oder so eine externe Festplatte, eine „richtige“, deren dünnes Gehäuschen von den schnell erreichten 2000g (einmal die nackte Platte, hochkant auf einer Tischplatte kurz umgekippt) vielleicht zwei oder drei abfängt … wie viel Beschleunigung, meinen die Hersteller, halten die Dinger aus? …

15. Juli 2023 08:39 als Antwort auf testerer

Hallo testerer,


danke für Dein Feedback. Ich interpretiere Deine Antwort folgendermaßen:


  • Deine Daten liegen im Original alle auf der Festplatte deines Mac, die entsprechend bemessen ist,
  • Mit der TM machst Du täglich eine Datensicherung Deines Mac auf einer externen Festplatte,
  • iCloud hast du zusätzlich aktiviert, die von Dir ausgewählten Apps (Fotos, Mail, Schlüsselbund, etc., haben damit entsprechenden Daten-Zugriff von all Deinen Apple-Geräten, du hast auf iCloud drive aber keine "Dokumente",
  • Darüber hinaus machst Du ein scriptbasiertes Backup wichtiger Daten von Deinem Mac auf einem weiteren Cloudspeicher.


Richtig? Das hört sich gut an. Mein Problem ist aber, das alle meine relevanten Daten nicht auf dem Mac, sondern in der iCloud liegen (weil zu hohes Datenvolumen). Also wie mache ich eine Datensicherung dieser Daten? Oder ist das aus Deiner Sicht konzeptionell gar nicht möglich und ich könnte mir den max. Speicherplan von 2 TB sparen, um eine andere Strategie zu fahren?


Viele Grüße!


Roland

15. Juli 2023 14:05 als Antwort auf testerer

Na ja, dein Tip mit den Backup-Programmen von Dritten ist sicher billiger. Preis-Wert ist er aber nicht, weil alle diese Programme auch nur das sichern können, was lokal auf dem Mac gespeichert ist.


Damit wird das Problem, das Frankfurtsch‘ Roland hat, leider eben nicht gelöst.


TM ist durchaus brauchbar, so lange es die Dateien irgendwie lokal zu greifen gibt. Und dafür gibt es die beiden von mir genannten Optionen. Drittsoftware hilft keinen Jota weiter.


Man kann, wenn man weiß wie natürlich auch Teile seiner Dateien auf weitere Datenträger auslagern. Ich bin nur etwas überfragt, wie es dann mit der iCloud funktioniert.

15. Juli 2023 14:43 als Antwort auf DesApfelsKern

Hallo DesApfelsKern,


danke für Deine nachvollziehbaren Varianten „Geld in die Hand nehmen“ oder „Komfortverlust“. Beides ist nicht so toll, daher denke ich gerade über die Akzeptanz der bisherigen Variante nach: Verzicht auf die „klassische“ Datensicherung mit der TM. Das Risiko bestünde darin, das ich nicht auf frühere Versionen einer Datei zurückgreifen kann, eine versehentlich gelöschte Datei nach 30 Tagen endgültig weg ist, das Apple mir den Zugriff auf die iCloud verwehrt oder Apple bzw. mein iCloud-Account gehackt wird. Diebstahl des Mac oder crash der Festplatte ist mit den Daten in der iCloud aber recht gut gelöst. Jetzt gilt es, abzuwägen.

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