Mac für Alltag und wenig Gaming

Hallo,

ich möchte mir zeitnah einen neuen Mac kaufen. Mein Budget liegt bei max. 3.500,-- (nur Rechner, also ohne Monitor). Den Mac nutze ich für Office, Surfen, Musik, Fotos - also nichts besonderes. Hin und wieder wird ein wenig gespielt, dann jedoch ausschließlich Strategiespiele oder Simulationen (Total War Serie, Baldurs Gate, Cities,...). Neben dem Mac habe ich ein Apple Pro Display, welches aber ein Geschenk war und nur aufgrund der Größe und Optik von mir genutzt wird - brauchen / ausnutzen tue ich es wohl eher nicht.

Welchen Mac empfehlt ihr mir? Ich selbst favorisiere eine Mac Studio, mir würde aber auch ein Mac Mini reichen. Ein Notebook muss es nicht sein, da ein iPad Pro vorhanden ist. Hinsichtlich der Empfehlung würde ich mich freuen, wenn ihr mir auch eine Konfiguration empfehlen könntet, also z.B. welcher Mac Studio ausreichend wäre.

Vorab besten Dank und Gruß

BS

Mac Studio (2023)

Gepostet am 03. Aug. 2023 03:31

Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 03. Aug. 2023 04:59

Hallo,


gerne helfe ich dir hier ein wenig weiter.

Grundsätzlich gilt: kaufe lieber etwas überproportioniert, denn du kannst den Mac später nicht nachrüsten.

Die von dir angeführten Anforderungen würde ein Mac Mini problemlos bewältigen.


Mein Empfehlung für die Konfiguration:

12 Core CPU, 19 Core GPU

32 GB RAM

2 TB SSD

Normales 1 GB LAN


Mit dieser Konfiguration hast du auch in vielen Jahren noch Luft nach oben. Kostenpunkt: 3044,- Euro


Wenn du etwas Geld sparen wolltest, kannst du auch eine CPU/GPU kleiner nehmen, dann also 10 Core CPU / 16 Core GPU. Hier sparst du dann 345,- Euro.


Noch etwas kannst du sparen, wenn du nur 1 TB SSD nimmst. Kostenersparnis 460,- Euro.


Damit würde die „kleinere Konfiguration“ dann 2239,- Euro kosten. Also ein gutes Stück günstiger.


Hier ist einfach entscheidend, wie du den Mac nutzt. Wird hohe Rechenleistung verlangt, dann lieber etwas mehr ausgeben. Aus deinen Angaben konnte ich das nicht so ganz herauslesen.


Anmerkungen/Überlegungen:

Unter 1 TB SSD würde ich nicht gehen. Bedenke, du kannst nichts nachrüsten. Einige Leute haben im Nachhinein Probleme, weil ihre Laufwerke zu klein sind.

Auch beim Arbeitsspeicher würde ich immer mindestens 32 GB kaufen. Die Vorstellungen, dass auch 8 oder 16 GB reichen würden, liest man hier in der Community nicht selten. Aber bei 8 GB bist du am Limit und das bereits mit nur wenigen offenen Browsertabs. Und bei 16 GB und Bild-/Videobearbeitung reichen selbst die nicht mehr aus und du bist im ständigen Swap. Darunter leidet die SSD (wird kaputt geschrieben, dauert natürlich schon ein Weilchen). Und die kannst du nicht wechseln. Außerdem sinkt bei BILD-/Videobearbeitung im Swap erheblich die Performance.


Die Jungs von MaxTech auf YouTube haben immer wieder die verschiedenen Macs getestet. Es lohnt sich, das mal anzuschauen.


Noch etwas, was mir einfällt: Wenn du Zugang zu Studentenpreisen hast, kannst du noch mal ca. 10% auf deinen Mac sparen.

Im Herbst kommen neue Macs raus. Hier dann wahrscheinlich mit M3 Chip. Da der Mac Mini erst ein Upgrade auf den M2 erhalten hat, denke ich nicht, dass er bereits im Herbst den M3 bekommt.

Ein Mac Studio ist deutlich teurer. Und den würde ich mir nur dann holen, wenn dir die Maximalkonfiguration eines Mac Mini nicht ausreicht.


Schlusswort zu AppleCare+:

Kann man, muss man nicht. Im Schadensfall wirst du froh sein, sie zu haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du sie brauchen wirst, ist recht klein. Hier kann man also Geld ausgeben, was ich bei beruflicher Nutzung auf jeden Fall machen würde, bei privater Nutzung jedoch nicht unbedingt. Hier entscheidet jeder anders. Es gibt Leute, die kaufen nichts ohne eine Apple Care+ Absicherung und geben hier Unsummen aus. Wie gesagt, muss jeder selbst entscheiden. Mit Studentenzugang bekommst du auf die AppleCare+ noch mal 20% Nachlass.


Ich hoffe, dir damit ein bisschen geholfen zu haben.


LG, Dutchman

9 Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

03. Aug. 2023 04:59 als Antwort auf BSchmal

Hallo,


gerne helfe ich dir hier ein wenig weiter.

Grundsätzlich gilt: kaufe lieber etwas überproportioniert, denn du kannst den Mac später nicht nachrüsten.

Die von dir angeführten Anforderungen würde ein Mac Mini problemlos bewältigen.


Mein Empfehlung für die Konfiguration:

12 Core CPU, 19 Core GPU

32 GB RAM

2 TB SSD

Normales 1 GB LAN


Mit dieser Konfiguration hast du auch in vielen Jahren noch Luft nach oben. Kostenpunkt: 3044,- Euro


Wenn du etwas Geld sparen wolltest, kannst du auch eine CPU/GPU kleiner nehmen, dann also 10 Core CPU / 16 Core GPU. Hier sparst du dann 345,- Euro.


Noch etwas kannst du sparen, wenn du nur 1 TB SSD nimmst. Kostenersparnis 460,- Euro.


Damit würde die „kleinere Konfiguration“ dann 2239,- Euro kosten. Also ein gutes Stück günstiger.


Hier ist einfach entscheidend, wie du den Mac nutzt. Wird hohe Rechenleistung verlangt, dann lieber etwas mehr ausgeben. Aus deinen Angaben konnte ich das nicht so ganz herauslesen.


Anmerkungen/Überlegungen:

Unter 1 TB SSD würde ich nicht gehen. Bedenke, du kannst nichts nachrüsten. Einige Leute haben im Nachhinein Probleme, weil ihre Laufwerke zu klein sind.

Auch beim Arbeitsspeicher würde ich immer mindestens 32 GB kaufen. Die Vorstellungen, dass auch 8 oder 16 GB reichen würden, liest man hier in der Community nicht selten. Aber bei 8 GB bist du am Limit und das bereits mit nur wenigen offenen Browsertabs. Und bei 16 GB und Bild-/Videobearbeitung reichen selbst die nicht mehr aus und du bist im ständigen Swap. Darunter leidet die SSD (wird kaputt geschrieben, dauert natürlich schon ein Weilchen). Und die kannst du nicht wechseln. Außerdem sinkt bei BILD-/Videobearbeitung im Swap erheblich die Performance.


Die Jungs von MaxTech auf YouTube haben immer wieder die verschiedenen Macs getestet. Es lohnt sich, das mal anzuschauen.


Noch etwas, was mir einfällt: Wenn du Zugang zu Studentenpreisen hast, kannst du noch mal ca. 10% auf deinen Mac sparen.

Im Herbst kommen neue Macs raus. Hier dann wahrscheinlich mit M3 Chip. Da der Mac Mini erst ein Upgrade auf den M2 erhalten hat, denke ich nicht, dass er bereits im Herbst den M3 bekommt.

Ein Mac Studio ist deutlich teurer. Und den würde ich mir nur dann holen, wenn dir die Maximalkonfiguration eines Mac Mini nicht ausreicht.


Schlusswort zu AppleCare+:

Kann man, muss man nicht. Im Schadensfall wirst du froh sein, sie zu haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du sie brauchen wirst, ist recht klein. Hier kann man also Geld ausgeben, was ich bei beruflicher Nutzung auf jeden Fall machen würde, bei privater Nutzung jedoch nicht unbedingt. Hier entscheidet jeder anders. Es gibt Leute, die kaufen nichts ohne eine Apple Care+ Absicherung und geben hier Unsummen aus. Wie gesagt, muss jeder selbst entscheiden. Mit Studentenzugang bekommst du auf die AppleCare+ noch mal 20% Nachlass.


Ich hoffe, dir damit ein bisschen geholfen zu haben.


LG, Dutchman

04. Aug. 2023 03:34 als Antwort auf BSchmal

…vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich habe mir jetzt noch mal den MacStudio genauer angeschaut und war erstaunt:


In der Standardkonfiguration kostet er 2399,- Euro. Hier wäre mir aber die SSD zu klein. Da Apple erst bei 1TB zwei SSD Nand-Chips verbaut, hast du dann auch erst die volle SSD-Geschwindigkeit von ca. 6000MB/s, bei der 512 MB SSD wären es nur ca. 3000 MB/s. Außerdem halte ich persönlich die 512 MB für einen Rechner einfach zu klein. Hier würde ich also mindestens auf 1 TB hochgehen, der Preis wäre dann 2629,- Euro.


Die CPU/GPU wäre sogar bei dem Mac Studio besser, dort wäre der M2Max verbaut, die CPU bleibt zwar gleich, aber die GPU skaliert dann mit 30 Cores. Damit wäre der Mac Studio von Haus aus schon um einiges besser, was die Grafikleistung angeht.


Wenn du den Mac Studio mit gleicher Ausstattung wie den Mac Mini, den ich dir weiter oben beschrieben habe (große Ausstattung) wählst, also mit 2 TB SSD, kostet der zu meinem Erstaunen 3089,- Euro. Der Mac Mini kostete hier 3044,- Euro. Die Differenz wären gerade mal 45,- Euro.


Und da muss man sich jetzt die Vorteile und Nachteile beider Geräte noch mal genauer anschauen:


Der Mac Mini ist kleiner und leichter. Du könntest ihn auch schnell in den Rucksack legen, zu einem Freund mitnehmen oder auf Arbeit oder in den Urlaub, dort an ein Display anschließen. Er ist also handlich und in gewisser Weise auch beweglich. Der Mac Studio hingegen ist einfach größer. Den in den Rucksack zu stecken, wirst du dir zweimal überlegen. Zudem ist er auch etwas schwerer. Aufgrund der Größe nimmt er aber auf dem Schreibtisch dennoch den gleichen Platz ein wie ein Mac Mini, er ist nur etwas höher, was in der Regel nicht stört. Dafür kannst du aber den Mac Mini etwas besser „versteckt“ aufstellen, weil er niedriger ist.


Das Kühlsystem des Mac Studio ist deutlich besser, weil größer, als das des Mac Mini. Das bedeutet, dass bei Dauerlast der Mac Studio nicht drosseln wird, der Mac Mini kommt irgendwann an seine thermischen Grenzen. Dann wird er etwas zu Lasten seiner Rechenleistung runter getaktet. Also bei Dauerlast bist du mit dem Mac Studio besser unterwegs.


Zur GPU hatte ich dir schon weiter oben beschrieben, die ist bereits in der Standardkonfiguration beim Mac Studio besser. 30 vs. 19 GPU Cores heißt es hier. Je nach Anwendung wirst du mit dem Mac Studio bis zu 40% bei GPU-Last schneller unterwegs sein. Also erneut ein Pluspunkt für den Mac Studio.


Die Hardware Decoder: beim Mac Studio hast du doppelt so viele verbaut. Also zwei Engines zum Codieren von Video und zwei Engines zum Codieren und Decodieren von ProRes. Wenn du also im Videoschnitt unterwegs bist, bist du doppelt so schnell unterwegs mit dem Mac Studio. Erneut ein Vorteil für den Mac Studio.


Anschlüsse…und da komme ich auch auf deine Frage zurück. Beide würde dein Apple Pro Display voll unterstützen. Da gäbe es in der Ansteuerung deines Displays keinen Unterschied. Aber der Mac Studio kann hier auch mehr:

Während der Mac Mini gleichzeitig bis zu zwei Displays ansteuern kann: ein Display mit einer Auflösung von bis zu 6K bei 60 Hz über Thunderbolt und ein Display mit einer Auflösung von bis zu 5K bei 60 Hz über Thunderbolt oder 4K bei 60 Hz über HDMI unterstützt, kommst du beim Mac Studio auf die gleichzeitige Unterstützung für bis zu fünf Displays: Vier Displays mit 6K Auflösung bei 60 Hz über Thunderbolt und ein Display mit 4K Auflösung bei 60 Hz über HDMI Und oder zwei Displays mit 6K Auflösung bei 60 Hz über Thunderbolt und ein Display mit 8K Auflösung bei 60 Hz oder 4K Auflösung bei bis zu 240 Hz über HDMI. Hier kannst du also noch mehr an den Mac Studio anschließen als an den Mac Mini.


Der Mac Studio kommt von Haus aus bereits mit einem 10 GBit LAN Anschluss. Beim Mac Mini müsstest du das extra hinzukaufen, Kostenpunkt zusätzlich 115,- Euro. Damit wäre der Mac Mini sogar teurer als der Mac Studio.


Beim Mac Studio bekommst du zu den Anschlüssen noch zwei Thunderbolts an der Front sowie einen SD-Kartenleser an der Front. Gerade letzterer ist häufig benötigt. Beim Mac Mini müsstest du hier bereits einen Adapter benutzen, der dann auch extra kostet.


Nachdem ich mir das Ganze jetzt selbst noch einmal detailliert durchgelesen habe, würde ich meine Empfehlung für den Mac Studio aussprechen. Er liefert einfach in vielen Punkten fürs gleiche Geld mehr. Nur wenn du den Mac auch „regelmäßig“ mit dir herumschleppen wolltest, wäre der Mac Mini besser, weil kleiner (aber dann eben auch weniger leistungsfähiger).


Ich hoffe, dir hier wieder ein bisschen weiter geholfen zu haben.


Kleine Anmerkung meinerseits noch, weil das Thema weiter oben aufkam: ein iPad kann kein Mac ersetzen. Viele Dinge lassen sich nur auf einen Mac vernünftig umsetzen. Auch wenn iPads sehr komfortabel sind, so sind iPads heute immer noch nicht auf dem Stand eines Laptops angekommen.


LG, Dutchman



03. Aug. 2023 04:40 als Antwort auf BSchmal

Hi BSchmal,


Ich selber würde dir raten, in einen Apple Store in deiner Nähe zu gehen und dich dort richtig Fachkundig beraten zu lassen. Das ist sicherlich keine falsche Option. Dort kannst du eventuell auch deine bisherige Maschine mitbringen und damit besser darlegen was genau du brauchst.


Ich will aber trotzdem gerne eine kleine persönliche Empfehlung abgeben. Ich selber finde den Mac mini mit dem M2 Pro eine sehr gute „preiswerte“ Option, der sollte auf jeden Fall ausreichen für deine hier genannte Arbeit. Einzige nervige Sache an dem Mac mini ist, dass dieser keinen SD Kartenslot hat.


Ich habe dir hier die Vergleichsseite von Apple verlinkt, da kannst du selber die technischen Daten vergleichen: Macs vergleichen - Apple


Gruß

Tobias


03. Aug. 2023 09:49 als Antwort auf BSchmal

Abgesehen vielleicht von Office funktionieren doch alle anderen Dinge bei dir auch sehr gut mit dem iPad Pro.

Wozu dann tatsächlich eine Investition von 3500 Euro?

Um flexibel zu sein würde ich mir inzwischen nur noch Geräte kaufen, die so flexibel sind wie ich, d.h., die ich auch mitnehmen und unterwegs nutzen kann. Einsteigermodelle des MBP gibt es für weniger als die Hälfte deines Budgets und für 3.500 Euro bist du schon fast in der Luxusklasse, die du für deine Aufgaben/Wünsche/Ziele gar nicht brauchst.

04. Aug. 2023 00:20 als Antwort auf Dutchman

Wow, vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort. Aktuell bin ich unentschlossen zwischen einem gut ausgerüsteten Mac Mini oder einem Mac Studio in der Standardkonfiguration.

Gibt es mit Blick auf den Bildschirm, bei mir aktuell und hoffentlich auch noch für viele weitere Jahre das Apple Pro Display, etwas zu beachten? Ich meine gelesen zu haben, dass der MacStudio M2 hinsichtlich Auflösung und Bildwiederholungsrate etwas besser sei. Ist das so, oder mache ich mich dabei unnötig verrückt?

04. Aug. 2023 00:26 als Antwort auf christine33

Das iPadPro wird hauptsächlich so nebenher genutzt, mal hier, mal da und oftmals im Urlaub, auf (Dienst)Reisen usw. Dann jedoch eher für eine Serie oder zum Abrufen der Mails oder zum Surfen. Dafür ist das Gerät auch total übertrieben, aber ich konnte an diesem Gerät eine gute Tastatur anschließen, was mir vor einem Jahr wichtig war. Das iPadPro ist also nur ein Zweitgerät und das soll auch so bleiben. Ich möchte jetzt halt einen reinen Heimrechner haben, der gut mit dem Pro Display harmoniert und über den ich alltägliche Dinge wie Privatbürokram, Ablage, Speichern von Fotos, meine Musikliste, usw. bewältigen kann. Und ja, nebenher zocke ich ca. grandiose 10 h im Monat... Das war es dann auch schon.

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