Ich möchte hier keineswegs als Verteidiger des beschriebenen Produktmanagements auftreten, es gab bei Apple einige ähnliche Vorgänge, z.B. die versagenden Grafikkarten in den 2010/2011er Modellen, die Butterfly-Tastaturen von 2016-2018 und eben "Flexgate". Ich hatte bislang Glück und wurde verschont, aber geärgert hätte mich das in jedem Fall natürlich auch.
Ob sich eine juristische Auseinandersetzung lohnt, musst du am Ende selbst entscheiden. Um eine Sammel- oder Verbandsklage anzustrengen benötigst du zunächst eine Kanzlei, die das macht und in jedem Fall einen Prozessfinanzierer. Apple müsste dann an seinem europäischen Unternehmessitz (also Kork, IRL) verklagt werden. Gesetzt den Fall, das liesse sich alles lösen, folgt ein jahrelanger Rechtsstreit ähnlich dem der Diesel-Besitzer von VW oder AUDI mit - wie dort - ungewissem Ausgang.
Natürlich kannst du auch eine Einzelklage anstreben, aber ich denke, das verbietet sich aus finanziellen Gründen.
Ganz am Ende: was soll sich denn ändern ? Das Flexkabelproblem wurde behoben, das Austauschprogramm ist beendet und alle Geräte, bei denen das Kabel verbaut wurde, befinden sich ausserhalb der gesetzlichen Gewährleistung.
Ich glaube deshalb kaum, dass dein Aufruf hier viel Resonanz finden wird. Aber trotzdem viel Erfolg dabei.