Fotos für Mac erkennt RAW Dateien der Canon EOS R6 Mark II nicht

Wann kommt das Update für Apple Fotos für die Canon EOS R6 Mark II ?

Die RAW-Fotos der Canon R6 werden unter MacOS 12.6.6 sofort erkannt. Leider werden die RAW-Fotos der Canon R6 Mark II nicht erkannt.

Hat jemand eine Idee?


[Betreff vom Moderator bearbeitet]

MacBook Air 13″, macOS 12.6

Gepostet am 10. Juni 2023 12:19

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Gepostet am 11. Juni 2023 02:21

Hier Digital camera RAW formats supported by iOS 16, iPadOS 16, and macOS Ventura - Apple Support ist die aktuelle RAW-Kompatibiltätsliste, Stand: 23.05.2023. Die R6 Mark II ist noch nicht aufgeführt.


Apple rollt die RAW-Updates immer zusammen mit macOS-Updates aus, aber das kann für neuere Kameras manchmal dauern.


In der Zwischenzeit kannst du den Umweg über ein anderes verlustfreies Format wie DNG oder TIFF gehen.

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11. Juni 2023 02:21 als Antwort auf Mika41

Hier Digital camera RAW formats supported by iOS 16, iPadOS 16, and macOS Ventura - Apple Support ist die aktuelle RAW-Kompatibiltätsliste, Stand: 23.05.2023. Die R6 Mark II ist noch nicht aufgeführt.


Apple rollt die RAW-Updates immer zusammen mit macOS-Updates aus, aber das kann für neuere Kameras manchmal dauern.


In der Zwischenzeit kannst du den Umweg über ein anderes verlustfreies Format wie DNG oder TIFF gehen.

11. Juni 2023 03:14 als Antwort auf Zedmaraces

Die RAW-Bearbeitung beliebiger Formate, auch der noch nicht unterstützten ist immer mittels Umweg über DNG möglich. Es kommt dabei nicht zu Qualitätsverlusten.


Meine Leica M11 arbeitet sogar nativ mit DNG, es braucht hier tatsächlich keine Unterstützung seitens macOS.


Noch bessere/mehr Bearbeitung ermöglicht 8/16 Bit TIFF - u.a. Layer - leider werden die Dateien dabei sehr gross.


Das Problem der fehlenden Unterstützung „neuer“ RAW‘s besteht schon lange und betrifft nicht nur macOS. Seitens der Hersteller ist das schwierig, weil neuere Kameras immer mehr und andere Informationen in die RAW‘s schreiben. Hier sind tatsächlich die OS-Entwickler gefragt (sind ja - von ein paar open source Projekten mal abgesehen im Consumerbereich nur zwei).

11. Juni 2023 03:30 als Antwort auf Netcracker

…TIFF ist kein RAW und unterliegt damit bereits der ersten Verluste. Mit dem DNG hast du vollkommen recht. Auch damit, dass Apple die neue Kamera dem System hinzufügen muss. Im Grunde genommen ist dies (leider) ein Schachzug in der Fotografie. Prinzipiell ändert sich nicht wirklich etwas an der RAW Datei. Diese könnte (wie eben auch das DNG) von jedem RAW Converter gelesen werden. Aber die Hersteller grenzen hier die Kompatibilität ein, sodass der Endanwender ggf. sogar auf eine höhere Programmversion (kostenpflichtig) upgraden muss, da it er die RAW Datei seiner neuen Kamera öffnen kann. Somit rollt der jährliche Rubel in die Kassen der Softwarehersteller. Aber mit dem Adobe DNG Converter kann man das Problem umgehen. Das war auch die ureigene Überlegung von Adobe, ein übergreifendes Format zu schaffen. Dass die Soft- und Hardwarehersteller dieses Format nicht übernommen haben…nun, der Grund scheint offensichtlich zu sein.


LG, Dutchman

11. Juni 2023 13:44 als Antwort auf Zedmaraces

Vielleicht überzeugt dich ja das hier:


Digital camera RAW formats supported by iOS 16, iPadOS 16, and macOS Ventura - Apple Support


Das ist die Kompatibilitätsliste aller Kamera-RAW-Formate, die die Apple RAW Engine (ja, sowas gibt es) unterstützt. Die Liste wird ab und zu auf den neuesten Stand gebracht, diese letzte Version stammt aus dem Mai 2023. Die R6 ist drin, die R6 Mk2 noch nicht. Man sieht bei Cannon, dass die Mk-X durchaus getrennt gelistet werden.


Habe interessehalber mal anderswo geschaut: Affinity Photo listet ebenfalls die R6, aber die R6 Mk2 noch nicht.

11. Juni 2023 03:30 als Antwort auf Mika41

Hallo,


leider wissen wir nicht, wann die R6M2 in Apple aufgenommen wird. Was kannst du tun? Du kannst (vorübergehend) mit dem Adobe DNG Converter deine Bilder in ein DNG umwandeln. Das kannst du dann entsprechend weiter verarbeiten. Ich empfehle dir aber, vielleicht eher auf einen entsprechendes Bildprogramm zu wechseln. Die Möglichkeiten über Apple sind recht beschränkt und die RAW Engine ist bei der Konkurrenz besser. Wenn du schon in RAW fotografierst, dann nutze lieber ein besseres Programm dafür.


LG, Dutchman

11. Juni 2023 04:27 als Antwort auf Netcracker

…TIFF ist zwar verlustfrei und als 16 Bit Datei auch sehr gut. Dennoch gehen nicht unerhebliche Details vom RAW zum TIFF verloren. Ich arbeite immer, solange möglich im RAW (natives vom Hersteller, ggf. dann Wechsel ins DNG). Erst am Ende meiner Bearbeitung wird das fertige Bild in einem 16 Bit TIFF gespeichert und von da weiter in Formate, die ich brauche (png, jpeg etc.).

Da hat halt jeder so seine Workflow.


Zum Bildprogramm hast du schon sehr gute benannt. Kostenfrei ist u.a. auch Canon‘s eigener RAW Converter. Die Bedienung ist besser geworden, vor allem leicht verständlich. Andere Programme, die dann auch eine gewisse Bildbearbeitung ermöglichen sind u.a. auch On1 und Luminar. Mit ihren KI Funktionen nicht schlecht, wenn auch viel Rechenleistung benötigt wird. Wer es einfacher will, kann auch zu Affinity Photo greifen. Das Programm tut, was es soll. Leider ohne KI-Funktionen. Aber dadurch läuft es eben auch auf deutlich langsameren Rechnern. Und dann ist da auch noch Radiant Photo (kein RAW-Entwickler). Die Qual der Wahl…und dann sind da oftmals Abos…Ich empfehle immer, weniger ist mehr. Ein Programm, vielleicht ein zweites für Spezialdinge wie Entrauschen und Schärfen etc. (ala Topaz oder DXO).


LG, Dutchman

11. Juni 2023 03:48 als Antwort auf Dutchman

Dutchman schrieb:

Die Möglichkeiten über Apple sind recht beschränkt und die RAW Engine ist bei der Konkurrenz besser. Wenn du schon in RAW fotografierst, dann nutze lieber ein besseres Programm dafür.

Genau. Kostenfrei ist bspw. GIMP (aber gewöhnungsbedürftig). Neben LR als Platzhirsch gibt es noch sehr interessante Alternativen, z.B. DxO oder Capture One. Leider sind diese Programme alle sehr teuer und stellen erhebliche Anforderungen an die Hardwareausstattung.

11. Juni 2023 12:33 als Antwort auf Zedmaraces

Ich finde deine Beiträge sonst - gerade weil sie oft abseits des Mainstreams sind - nützlich und auch unterhaltsam.


Aber jetzt schreibst du schlichtweg Unsinn.


DNG wurde genau zu diesem Zweck entwickelt: die Schranken zwischen den verschiedenen proprietären RAW-Formaten zu beseitigen. Der einzige Hersteller, der das seit Jahren konsequent unterstützt, ist Leica. Mit dem Adobe RAW-Converter lassen sich aber beliebige RAW‘s in DNG‘s umwandeln. Völlig verlustfrei.


Dass das den Entwicklern proprietärer RAW‘s nicht gefällt, steht auf einem anderen Blatt.

11. Juni 2023 03:42 als Antwort auf Dutchman

TIFF ist zwar komprimiert, aber tatsächlich verlustfrei. Sonst hätten viele Grafiker und Druckereien ein Problem.


Leider sind TIFF‘s aufgrund ihrer Komplexität meist sehr gross, was die Bearbeitung im Consumerbereich schwierig macht.


Aber eigentlich ist das auch egal. DNG geht immer.


Noch kurz zur Bildbearbeitung: ich nutze Capture One, die setzen auf die RAW-Kompatibilität des verwendeten OS auf (teuer sind sie trotzdem).

11. Juni 2023 02:21 als Antwort auf Community-Benutzer

Ich bezweifle nicht, daß der Gerätehersteller für die grundsätzlichen Informationen verantwortlich ist, welche für die Nutzung eines Gerätes bzw. den von diesem stammenden Daten benötigt werden. Aber es ist „Windows-Philosophie“, solchen Kram (in Form von Software) in jeder einzelnen Anwendung „neu zu erfinden“.

Das Benutzen solcher Daten, also gerade auf dem Mac, Dinge die irgendwie mit Multimedia zu tun haben, ist eine Frage systemweiter Nutzbarkeit. Und darum müssen die da verwendeten Routinen eben nicht „in Fotos“ eingebaut, sondern dem OS zur Verfügung gestellt werden!


Ich weiß, „Windows-Nutzern“ fehlt da meist das Verständnis. Die wollen dann auch lieber Software wie „VLC“, keinesfalls aber, daß eine mehr oder weniger beliebige Software (die dem Anwender womöglich gar viel sympathischer ist?) mit entsprechenden Inhalten umgehen kann. — Vermutlich ein Grund dafür, warum das Perian-Projekt nicht lange gelebt hat. Wo käme man auch hin, wenn man für Ogg nicht den Ogg-Player, für … oh, ich weiß ja nicht mal, was davon ich genutzt habe. Denn: ein Player war bei Merian ja nie dabei! …


Nachtrag: ich erinnere mich, wenn auch nicht im Detail, an einige OS X Updates, deren Beschreibung die Aktualisierung entsprechender (Routinen für diesbezügliche) Dateiformate beinhaltet haben. Evtl. sogar nur solche!

11. Juni 2023 16:39 als Antwort auf Zedmaraces

Da gibt es keine "Ansichtssache". Man kann bei der digitalen Entwicklung verschiedene Parameter einstellen, um das Ergebnis zu beeinflussen. Läßt man alle Regler auf "0", sollte man erwarten, dass identische Bilder als Entwicklungsergebnis heraus kommen. Es gibt dann keinen handwerklichen Einfluß, und man kann im Ergebnis der digitalen Bildentwicklung objektive Unterschiede sehen, die nur an der Engine liegen:


Die Apple-Engine hat bei 1 kaum einen Farbsaum, dafür aber bei 2. Bei 3 und 4 wurden Artefakte eingefügt. Insgesamt wirkt das Bild kontrastreicher, Kanten werden stärker betont.

Die hauseigene Engine von Serif hat bei 1 einen Farbsaum, dafür bei 2 einen schwächeren, und keine Artefakte. Das Bild wirkt etwas weniger kontrastreich.

Das war das identische RW2-RAW, entwickelt im gleichen Programm, aber einmal mit der Apple RAW Engine, und einmal mit der Serif Engine. Die gleichen Sensor-Rohdaten werden also durchaus unterschiedlich interpretiert.


DNG (Digital Negative) ist ein von Adobe konzipiertes Format, das es ermöglicht, Bilder unterschiedlicher RAW-Formate für die Weiterverarbeitung in ein einheitliches Bildformat zu bringen. Die Diskussion wäre abendfüllend, weil eben vorher der vorherstehend gezeigte Entwicklungsschritt stattfindet. Verwendet eine Kamera direkt DNG, dann verzichtet sie lediglich auf ein kamera-natives RAW-Bildformat. Digital entwickeln muss man die Bilder trotzdem.


Soweit ein kleiner Ausflug in die digitale Bildentwicklung.

11. Juni 2023 17:39 als Antwort auf Zedmaraces

Tja, das geht jetzt tief in die Physik. Kamerasensoren zeichnen die einzelnen Farben nicht am gleichen Ort auf. Die Sensoren sind lichtempfindlich, die Farben werden durch vorgelagerte Filtermasken bestimmt. Und die sind zueinander versetzt, denn wären sie es nicht, käme kein Licht mehr durch. Also werden die roten, grünen und blauen Spektralanteile an etwas unterschiedlichen Orten auf dem Sensor aufgezeichnet. Dadurch ist eine weiße Lichtquelle nie ganz scharf, jede Farbe hat eine etwas andere Ortskoordinate auf dem Sensor.


Die Farbsäume entstehen durch diesen Versatz der Farbkanäle. Jede RAW-Engine geht etwas anders damit um, diesen geometrischen Sensorfehler zu korrigieren. Dadurch kommt es zu sichtbaren Unterschieden.


Es gibt noch andere Fehler, die in der Optik der Kamera auftreten, bis hin zu Beugungseffekten an der Blendenkante. Daher wird bei der digitalen Entwicklung meistens ein Kamera- und ein Objektivprofil zur Korrektur verwendet.


Affinity Photo hat die Besonderheit, dass 2 RAW-Engines angeboten werden, zwischen denen man umschalten kann. Einmal ihre hauseigene Engine, einmal die von Apple. Damit kann ich (auf dem Mac) innerhalb des gleichen Programms die beiden Engines gegeneinander antreten lassen. Wie gesagt, identisches RAW-Bild als Input, alle Regler in der Nullstellung. Egal was man da messen könnte, Messgerät #1 (Auge) erkennt eindeutige Unterschiede.


DNG ist insofern verlustfrei, dass es nicht komprimiert. Es ist nicht verlustfrei bezüglich der Auswirkungen aus der Bildentwicklung. Das ist kein Widerspruch - als verlustfrei werden nicht komprimierende Formate bezeichnet, auch wenn ihre Entstehung in einer Veränderung der ursprünglichen Sensordaten besteht.


Ohne den Entwicklungsschritt sind Sensordaten nur Pixelmatsch - was wir "sehen", wenn wir ein RAW öffnen, ist bereits eine Umrechnung der nackten Werte in etwas, was dem Benutzer angezeigt werden kann. Daher ist DNG einfach ein praktischer Trick, weil es ab der nächsten Bearbeitungsstufe erlaubt, immer auf ein einheitliches, verlustfreies Bildformat aufzusetzen. Man neutralisiert damit die ganzen RAW-Formate im ersten von mehreren Verarbeitungsschritten, und kann dann mit einem einheitlichen Format weiter arbeiten.


Affinity Photo schreibt an dieser Stelle kein DNG (das ist wie gesagt ein Adobe-Format), sondern eine Zwischendatei, die ".afphoto" als Kürzel trägt. Sachlich ist das etwas ähnliches wie ein DNG.

11. Juni 2023 02:21 als Antwort auf Mika41

Wenn man bei Apple doch noch irgendwo etwas „Geschmack“ (wie es Steve nannte) hat, dann: nie. Denn: so etwas (ich vermute: RAW-Format ist das, dein, Problem) gehört nicht in irgend eine Anwendung. Das gehört in die entsprechende Ecke des OS. Also: es kann zwar zeitlich zusammenfallen, aber das relevante Update sollte für das OS sein.

Aber: wann? Ob überhaupt? Das frage man Apple!

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