Feuergefahr durch automatisches Einschalten des MacBook Air M2 ?

Bislang haben wir vermieden, daß wir unsere MacBooks durch Zuklappen des Deckels in den Ruhezustand versetzten. Stattdessen stellten wir immer sicher, daß wir unsere MacBooks über das Menü „Ausschalten“ heruntergefahren.  Grund: Schonung der Batterie und Brandvorsorge, da ein eingeschaltetes Gerät in jedem Fall eine höhere Feuergefahr darstellt als ein komplett ausgeschaltetes.


Zu unserer Überraschung fanden wir heraus, daß sich das neue MacBook M2 bereits einschaltet, wenn man das Netzteil in die Steckdose steckt (also nicht nur, wenn man das Oberteil anhebt). Eigene Messungen deuten zumindest auch darauf hin. Obwohl das MacBook voll geladen ist, werden beim Einstecken des Netzteils in die Steckdose 28Watt gezogen … fallen dann auf 25W und nach 1 Stunde auf 3W.  Dieses Eigenschaft macht uns schon sehr nervös. Nicht zuletzt, weil überall vor der Brandgefahr gewarnt wird, wenn eingeschaltete Geräte unbeaufsichtigt bleiben.


Gibt es inzwischen Informationen, wie man das ungewollte automatische Einschalten unterbinden kann?


Da die Terminal Befehle 

sudo nvram AutoBoot=%00 

sudo nvram AutoBoot=%03

nicht innerhalb der Terminal.app dokumentiert sind, scheue ich mich davor, damit an der Firmware des MacBooks herumzubasteln

MacBook Air (M2, 2022)

Gepostet am 17. Juni 2023 08:01

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13 Antworten

17. Juni 2023 14:53 als Antwort auf Schwabe5

Hallo,


aus meiner Sicht ist das vollkommen übertrieben. Bitte nutze einfach das Gerät. Ein MacBook musst du nicht runter fahren. Einfach Deckel zu und gut ist. Da brennt nichts ab. Keine Firma, kein Krankenhaus, keine Behörde fährt jemals ihre Rechner ganz runter. Keine Versicherung schließt einen Brandschaden durch ein nicht ausgeschaltetes Laptop aus…weil es einfach nicht passiert.


LG, Dutchman

18. Juni 2023 08:40 als Antwort auf christine33

In den ersten Computer, die ich mir nach meinem EDV-Studium kaufte (Apple II, Macintosh, Power G4) war für das Aufrechterhalten der PRAM-DAten 3,7V Batterien (kein Akku) verbaut. Sobald der Computer 220V aus der Steckdose bekam, wurde der Batterieabfluß  über einen Transistor gesperrt. Die Batterien hielten 10-12 Jahre. Heutige Computer gehen quasi den umgekehrten Weg indem sie den eingebauten Akku unter Dauerlast halten. Die sehr gute Ladesteuerung von Apple sorgt aber dafür, daß der Akku unterhalb von 10% bzw. oberhalb von 80%  besonders schonend „behandelt“ wird. 

Die Ladesteuerung darf man allerdings nicht mit der Frage vermischen, was 230 oder mehr Volt bewirken können, wenn in einem zugeklappten MacBook der Startvorgang ausgelöst wird … nur weil die Katze auf dem Wippschalter einer Steckdosenleiste landete. Meine Messung haben mir gezeigt, daß es dabei zu 28W-Spikes kommt - also einer erhöhten Einschaltleistung. Das ist für sich genommen nicht ungewöhnlich. Daß der Einschaltstrom aber bei vollem Akku länger als wenige Sekunden anhält, finde ich schon bemerkenswert.


Das Thema „fire hazard with MacBooks“ wird auf Official Apple Support Community - also dem englischsprachigem Forum in ca. 20 posts diskutiert. Allerdings - wer dort beschwichtigend schreiben würde „Trust me, nothing will happen“ bekäme als Reaktion: „Eat shit, millions of flies can’t be wrong“. In vielen dieser fire hazards threads laufen die Ratschläge letztendlich darauf hinaus, Apple in dieser Sache direkt anzusprechen unter:

Product Feedback - Apple


Aus den dortigen Erklärungen und meinen Messungen kann ich folgendes zusammenfassen: 


Sobald das Netzteil unter Strom ist, wird ein Protokoll (64-bit ID code) über den 5. Pol der MagSafe-Verbindung an das MacBook gesendet. Das MacBook prüft, ob das Netzteil geeignet ist - zu bemerken an der kurzen Verzögerung bis im MagSafe-Stecker die LED leuchtet. Die LED leuchtet, sobald MacBook den Eingang freigegeben hat. Anschließend übernimmt die Ladesteuerung alle Meß- und Regelaufgaben. Bei aufgeklapptem MacBook führt dies auch zum Start.

Ist das MacBook zugeklappt hört man zwar den Startton - das Hochfahren wird aber sofort abgebrochen. Lediglich wird der Akku bei Bedarf geladen. Im Gegensatz zu meinen früheren MacBooks die selbst bei vollem Akku 1-2 Watt verbrauchten, zeigt das aufgeladene MacBook Air M2  Null Watt an Verbrauch.

Ein Ladestrom ist allerdings noch 30 Minuten nach Anzeige von 100% Batteriestand im Findermenü zu erkennen. Dies liegt daran, daß die Ladesteuerung auf der Menü-Leiste 100% anzeigt, bevor diese im Akku tatsächlich erreicht sind.


Einen Schutz gegen Spannungsspitzen hat das MacBook nicht. Allerdings „weiß“ das MacBook über den 5. Pol, mit wieviel Watt das Netzteil maximal belastet werden darf. Damit erklärt sich, daß bei meinen Messungen der Höchstwert mit 28W knapp unter der Leistungsgrenze von 30W blieb.


Kommt es zu Überspannung (power surge) kann man Glück haben, wenn bei freigeschaltetem 230V-Zugang nur das Netzteil kaputt geht. Es gibt aber auch Berichte im englischem Apple-Forum und seriösen Seiten, daß die Überspannung bei Verbindung zum Stromnetz oft bis zum Motherboard durchschlug.


Manche deutsche Sachversicherungen ersetzen im Rahmen der Hausratversicherung durch Überspannung beschädigte Computer. Mir wurde vor einigen Jahren ein Überspannungsschaden von der HUK Coburg ersetzt - allerdings nicht Wiederherstellung der Daten.


Fazit für meine Fragestellung:

Netzteil kann durchgehend unter Strom bleiben, solange man im Haus ist. Bei Blitzgefahr sollte man die Stromversorgung zum Netzteil immer unterbrechen. So lautet übrigens auch die Empfehlung aller Versicherer und der Stiftung Warentest


[Link vom Moderator bearbeitet, da die Prozeduren auf der Seite Geräteschäden verursachen können]

17. Juni 2023 16:28 als Antwort auf Schwabe5

Moin Schwabe5,


alleine schon der verbaute LiPo...

Dadurch sind schon ganze Hotels abgebrannt (okay, war ein LiPo beim Laden durch ein Modellflieger).

Ja nicht danach googlen...


Wenn schon am nvram im m2 rumspielen, dann mit "... auto-boot=false...".

Rückstellbar im Wiederherstellungsmodus (da geht es dann ohne sudo, da biste root...😎🎅)


Liebe Kinder, den obigen Tipp NICHT nachmachen.


Schon mal einen Windowsschleppi zum Vergleich gegengemessen?

Puuuuhhhh.


Also mal ganz im ernst: sobald ein elektrotechnisches Gerät keinen Ein-/Ausschalter, sondern nur einen Ein-/Austaster besitzt, kann es nicht richtig ausgeschalten werden (Stichwort Standby und schaltbare Steckdosen).

Von der Sache her hast Du mit der erhöhten Brandgefahr durch eingeschaltete Geräte Recht (durch elektrische Fehler entstandene Brände, benötigten immer Elektroenergie zur Brandentstehung).


🧑‍🚒oder👨‍🚒

17. Juni 2023 16:05 als Antwort auf christine33

Eine Suche nach "laptop Feuer unbeaufsichtigt Versicherung" bringt verschiedene Beispiele.

Eine Suche nach: "Laptop immer am Strom Welche Gründe dagegen sprechen" bringt einen Chip-Artikel

Eine Suche nach: "Familie lässt den Laptop am Strom – und verliert ihre gesamte Existenz" bringt einen Focus-Artikel


Mir geht es nicht um Drama. Es ist aber für mich beunruhigend, daß ich keine weitergehende, von Apple kommende Fachinformation finde. Aus diesem Grund habe ich die Frage in's Forum gestellt in der Hoffnung, Hinweise auf Aussagen von Apple zu erhalten, die belegen, daß ein Apple MacBook Air M2 durch das automatische Einschalten nie Feuer fangen kann.

18. Juni 2023 00:38 als Antwort auf Schwabe5

Einmal „Chip“ und einmal „Focus“ ist nicht „überall“. Zumal weder die Geräte noch die Umstände bekannt sind. Von der journalistischen Qualität von „Chip“ einmal ganz abgesehen.


Es laufen ganze Serverfarmen rund um die Uhr - auch in meiner Firma ist der Server 24/7 online - Millionen von Laptops und Desktops sind weltweit im Standby, ohne dass tägliche Horrormeldungen zu lesen wären. In Haushalten kann es immer durch Kurzschlüsse o.ä. zu Bränden kommen, dazu braucht es keinen Laptop, der im Standby 28 Watt zieht.


Um dem zu entgehen, müsstest du die Elektrizität komplett aus deiner Wohnung verbannen oder eine industrielle Löschanlage installieren.


Ich halte deine Sorge für unbegründet und den Alarmismus für übertrieben.

18. Juni 2023 00:57 als Antwort auf Netcracker

Ich würde die Frage nicht so pauschal von der Hand wischen.


Allerdings gibt es wohl keine vertrauenswürdige Quelle die bestimmte Einzelfälle/Rahmenbedingungen klar hinterfragt.


Als Beispiel gibt es die Automobilindustrie. Dort werden Rückrufe gestartet, obwohl Schadensfälle

sehr selten eintreten.


Solange "Schwabe5" keine konkrete Quelle benennen kann, wird es alles auf einen "Jeder hat eine

andere Erfahrung gemacht" hinauslaufen.

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