Hallo Sedna,
ich melde mich wieder zurück.
Wie ich dir in der letzten Mail mitteilte, musste ich meinem Sohn und weiteren Verwandten im Ahrtal nach der Flutkatastrophe bei den Aufräumarbeiten helfen. Das was im Fernsehen gezeigt wurde war nur ein ganz kleiner Teil von dem was sich dort tatsächlich ereignet hat.
Zum Glück ist in unserer Verwandtschaft keine Person zu Schaden gekommen. Aber der materielle Verlust von Haus bzw. Wohnung ist immens.
Jetzt möchte ich auf unser altes Thema zurückkommen. Habe an diesem Wochenende sehr viel experimentiert. Dabei die Erkenntnis gewonnen, dass es zwei ganz unterschiedliche Baustellen gibt.
- Extreme Dateiverkleinerung bei 36 Fotos von ursprünglich 3-4 MB zu 120-380 KB. Alle verkleinerten Fotos haben die gleiche Größe von 1024 x 768!
- Die Exportfunktion von der „Fotos“ App zum Desktop-Ordner verkleinert 51 Dateien um 0,5 bis 0,9 MB.
Zu 1) Tritt immer dann auf wenn ich in der „Fotos App“ die Erweiterung von Pixelmator benutzt habe. Mit Pixelmator arbeite ich schon seit Jahren. Immer auf die gleiche Weise, nie solche exorbitanten Abweichungen gehabt. Jetzt im nachhinein habe ich versucht die betroffenen Dateien über den gleichen Weg (Fotos App> Erweiterung> Pixelmator Retuschieren) wieder zu öffnen. Dies schlug jedoch fehl. Mit mehreren Fotos probiert, immer kam der Hinweis: „Die Datei konnte nicht geöffnet werden, da sie nicht existiert.“ Klicke ich auf eines der Fotos in der „Fotos App“ wird mir die Originalgröße z.B. von 3,4 MB angezeigt, obwohl es sich um das korrigierte Foto handelt.
Ich habe bei den Retuschearbeiten keine Bildformatgröße verkleinert. Das wäre für mich ein Grund warum sich das Format z.B. von 4032 x 3024 auf 1024 x 768 verändern würde. Es wurden lediglich kleine Korrekturen im Hintergrund des Bildes vorgenommen. Die Korrekturen waren teilweise so gering, da kann sich die Größe nicht um mehr als 90 % verringern. Das muss einen anderen Grund haben.
Zu 2) Beim Exportieren der Fotos verliert die Ursprungsdateigröße 0,5 bis 1,0 MB, egal ob ich sie retuschiert hatte oder unbearbeitet sind. Der Export erfolgte mit den Einstellungen JPEG> Hoch> Original, wie von Apple vorgeschlagen.
Zur Überprüfung, ob es auch in anderen Mediatheken auftritt, habe ich eine neue Mediathek „Test.photoslibrary“ angelegt und 4 unbearbeitete Fotos vom Sylt-Urlaub vom iPhone dorthin kopiert. Danach die ersten drei Fotos bearbeitet.
Foto 5196 = 3,4 MB - retuschiert und Größe verändert
Foto 5208 = 3,9 MB - nur Größe beschnitten
Foto 5313 = 4,0 MB - nur retuschiert
Foto 5332 = 3,4 MB - NICHT bearbeitet
Wie du anhand des Sreenshots erkennst, werden im Master-Ordner der „Test.photoslibrary“ die Größen mit 3,4, 3,9, 4,0 und 3,4 angezeigt, also so wie es auch in der App „Fotos“ angezeigt wird. Da passt noch alles.
Im Ordner resources>media>fullsizeoutput der „Test.photoslibrary“ erscheinen dagegen nur noch 2,9, 2,9 und 3,4 in der gleichen Reihenfolge wie oben. Das letzte Foto 5332 fehlt, weil es nicht bearbeitet wurde.
Dann die Exportfunktion angestoßen, die die Fotos in den Ordner auf dem Desktop überträgt. Die nachstehenden Dateien zeigen, dass dabei die Dateigröße noch einmal nach unten korrigiert wird.
Foto 5196 = 2,5 MB
Foto 5208 = 2,5 MB
Foto 5313 = 3,4 MB
Foto 5332 = 2,9 MB
Den Verlust habe ich nicht nur bei bearbeiteten Fotos, sondern auch wenn sie unbearbeitet sind. Wieso?
Bei diesen ganzen Versuchen und Tests tat sich noch ein weiteres Problem auf. Das hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm. Bin nach den o.g. Tests wieder zurück in meine ursprüngliche Mediathek „Fotos.photoslibrary“ gewechselt. Habe dort mit der Exportfunktion meine Sylt-Fotos aus der „Fotos App“ noch einmal zum Desktop-Ordner transferiert. Für den Datentransfer wurden mir 87 Exemplare angezeigt, im Ordner kamen jedoch nur 84 Fotos an. Den Vorgang habe ich mehrfach wiederholt, immer mit dem gleichen Ergebnis. Auch das ist für mich nicht nachvollziehbar. An den 3 Fotos kann ich keinen Unterschied zu den übrigen Fotos erkennen, der das auslösen könnte.
Ich hoffe, dass meine jetzigen Schilderungen für dich plausibler und somit für die Fehleranalyse eher anzuwenden sind.
Lieben Gruß
Peter Deneffe
