Abmeldung von Aperture

Guten Tag,

nach zähem ringen mit mir selbst, habe ich mir jetzt noch mal ein MacBook Air gegönnt. Ein wirklich guter Computer, auf dem man hervorragend arbeiten kann. Mein altes MacBook Pro war in die Jahre gekommen und in der Hauptsache habe ich dort mit Aperture meine Fotos bearbeitet. Jetzt wollte ich Aperture auf meinem neuen MacBook Air installieren. Das Programm konnte zwar runtergeladen werden, aber als ich es öffnen wollte, wurde mir mitgeteilt, das die Anwendung auf der aktuellen Mac-Software BigSur nicht mehr arbeitet.

Ich habe versucht, auf Lightroom zu wechseln, aber dieses Produkt macht mich krank. Die Verwaltung der Fotos ist total unübersichtlich, ebenso verhält es sich mit den Anwendungen, die etlichen Untermenüs aufgeteilt und schlecht zu finden sind.

Genauso verhält es sich mit Fotos. Das Programm ist ebenfalls nervig in der Anwendung und für jemanden, der seine Fotos bearbeiten möchte, ungeeignet. Was mache ich jetzt mit dem entstandene Schaden? Aperture war damals sehr hochpreisig (nach meiner Erinnerung 270€).

MacBook

Gepostet am 14. Feb. 2021 07:01

Antworten
Frage gekennzeichnet als Höchstrangige Antwort

Gepostet am 16. Juli 2022 00:35

Ich habe bisher keinen professionellen Ersatz für Aperture gefunden, der mir ausreichen würde.

  • Lightroom wäre sicherlich die erste Wahl als professioneller Standard, da es auch gut mit Photoshop zusammenarbeitet, und eine gute Kombination Bilddatenbank und Bildbearbeitung, aber ich möchte kein Abonnement Modell. Und kann die Bedienoberfläche der meisten Adobe Produkte einfach nicht ausstehen, da diese überladen ist.
  • Capture One Pro ist Aperture recht ähnlich, aber das Jahresabo oder die Einmallizenz sind einfach zu teuer.
  • Luminar AI ist günstig und bietet sehr mächtige Bearbeitswerkzeuge für die Fotos, mit denen man für Portrait Fotos oder Landschaft und Tierfotos sehr schnell zu sehr guten Ergebnissen kommt. Aber der Katalog zum Verwalten der Bilder ist noch sehr eingeschränkt.


Ich habe nach langem Herumprobieren mich dafür entschieden, für die Verwaltung der Bilder Apples Fotos zu verwenden, vor allem, weil es mit der iCloud integriert ist und bei einem Systemupgrade keine Wartezeiten entstehen, bevor ich vom Mac, iPhone, iPad wieder an meine Bilder herankomme. Und die Bilder sind auf allen meinen Apple Geräten da, ohne dass ich Mehrfachlizenzen kaufen muss.

  • Fotos nutze ich vor allem, um Mediatheken anzulegen und um eine iCloud Mediathek auf allen Geräten zu haben. Mit Fotos habe ich zumindest Alben, intelligente Alben, Titel, Beschreibungen, Schlagworte, Orte, Gesichter. Die Stapelverarbeitung ist sehr eingeschränkt, die Anpassungen beschränken sich auf das Wesentliche. Fotos alleine reicht für meine Zwecke aber nicht aus.
  • Für das Geokodieren verwende ich HoudahGeo, noch bevor die Bilder in Fotos importiert werden. Dann haben die Originale beim Import schon Orte zugewiesen und einige Schlagworte. Die Originale werden auf einem externenLaufwerk archiviert, bevor ich sie importiere.
  • Für spezielle Fotos, die aus mehreren Bildern bestehen verwende ich vor dem Import zu Fotos Aurora HDR (für HDR Kompositionen) oder Affinity Photos, um Panoramen zusammenzusetzen.
  • Für die Batchverarbeitung der Metadaten verwende ich eigene Apple Script.
  • Um Teilmediatheken zu exportieren oder zu importieren, verwende ich PowerPhotos. Das neue PowerPhotos 2 funktioniert jetzt auch für iCloud Fotomediatheken. Fotos 7 unter macOS Monterey kann zwar auch Fotos direkt von einer Mediathek in eine andere Importiren, aber es fehlen die Alben, und wir können nicht aus der iCloud Fotos Mediathek Importieren und die Schlagwörter werden nicht mit übertragen.
  • Für die Bearbeitung der Bilder verwende ich Luminar als Foto Extension (Luminar AI und Luminar Neo). Mit Luminar kann ich mit wenigen Klicks die Bilder so entwickeln, wie ich sie gerne hätte. Es ist einfach, die Bilder zu retouchieren, Oberleitungen zu entfernen, Staub und Kratzer zu entfernen, Gesichter zu verbessern, Objekte zu maskieren, die Landschaftsfotos mit Licht zu füllen.


Aber viele Dinge, die in Aperture so leicht waren, erfordern in Fotos aufwendige Work-arounds. Die Bewertungssterne müssen durch Schlagworte ersetzt werden, für unsere selbstdefinierten Orte müssen wir ein Album von Bildern anlegen, von denen wir die Orte kopieren können. Um die Zeitzonen in der Info der Fotos zu sehen, müssen wir die Systemeinstellungen ändern. Mein work-around ist sicherlich keine Lösung für Profis, die jeden Tag hunderte von Bildern bearbeiten müssen.

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